EUR/GBP-Kursprognose: Unterhalb des Bodens des Aufwärtstrends bei 0,8570
Der Euro (EUR) legt am Montag gegenüber dem Britischen Pfund (GBP) leicht zu, bleibt jedoch unterhalb des unteren Randes eines aufsteigenden Kanals im Bereich von 0,8575 gedeckelt, nachdem er am Donnerstag und Freitag gefallen war.
Die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im Juli wurden sowohl im Vereinigten Königreich als auch in der Eurozone nach unten korrigiert. Während die Eurozone jedoch eine Verbesserung gegenüber Juni zeigt, hat sich die Aktivität des britischen Sektors im Vergleich zum Vormonat verlangsamt.
Darüber hinaus bleibt die Unsicherheit bezüglich der Geldpolitik der BoE ein bedeutendes Hindernis für eine Erholung des GBP. Analysten bei TD Securities beobachten, dass die Entscheidung der vergangenen Woche darauf hindeutet, dass die Mehrheit des Ausschusses „sehr zufrieden damit ist, die Zinssätze beizubehalten, da in den Inflationsdaten keine klaren Zweitrundeneffekte erkennbar sind.“ In diesem Zusammenhang meinen die Analysten: „Wir sind der Ansicht, dass die spontane GBP-Rallye gegenüber dem EUR und USD abverkauft werden sollte. Ein weiteres Zurückfahren der Erwartung einer BoE-Zinserhöhung im September könnte den GBP belasten.“
Technische Analyse: Die Bullen versuchen, die Gegentrendlinie zu durchbrechen
EUR/GBP notiert bei 0,8562 und rutscht knapp unter die steigende Kanallinie um 0,8570, was das Währungspaar kurzfristig begrenzt. Die Impulsindikatoren zeigen ein gemischtes Bild: Der 4-Stunden Relative Strength Index (14) liegt bei etwa 53 und die Moving Average Convergence Divergence (MACD) ist leicht negativ, was auf nachlassenden Aufwärtsdruck hindeutet.
Ein Scheitern, wieder über 0,8570 zu steigen, könnte die Bären ermutigen, den Bereich um 0,8545 erneut zu testen, der die Bären bereits am Freitag und am 28. Juli aufgehalten hat. Darunter folgt das Tief vom 23. Juli bei 0,8530. Auf der Oberseite würde eine Bestätigung über 0,8570 das Hoch vom 30. Juli bei 0,8585 ins Blickfeld rücken. Weiter oben erscheint das Tief von Ende Juni, knapp über 0,8600, als nächster Widerstandsbereich.
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