Der Markt nähert sich allmählich den von uns prognostizierten Positionen an. Gestern wurde kurzfristig die 78.000-Marke nach unten durchbrochen und das Tief von 77.600 erreicht. Inzwischen hat sich der Markt erholt und liegt bei 78.736. Ich verstehe die Freude derjenigen, die Gewinne erzielen konnten, aber es ist wieder an der Zeit, euch zu erinnern: Gerade in den glücklichsten Momenten gießt Lao Cui gerne ein wenig kaltes Wasser ein. Die Beobachtungen der letzten beiden Tage zeigen klar: Der derzeitige Rückgang kann als schleichender Fall bezeichnet werden, die negativen Nachrichten einer Zinserhöhung werden vorweggenommen und verdaut. Das ist für Short-Positionen kein wirklich gutes Zeichen. Kontrakttrader sollten nun aufmerksam zuhören: Yin und Yang ergänzen sich, und wenn sich der Kurs diese Woche stabil über 80.000 hält, wachsen die Erwartungen an Zinssenkungen und klarere Gesetze. Doch für Bären könnte der Gewinn noch größer sein: Sollte aus der Zinssenkung eine Erhöhung werden oder alles unverändert bleiben und das Gesetz die “Wasserfall”-Bewegung auslösen, könnte Bitcoin kurzfristig um 5.000 bis 10.000 Punkte fallen – ein plötzlicher Absturz, der Rendite und Hebelwirkung mindestens verdreifacht.
Der aktuelle Trend ist völlig gegensätzlich: Bisher wurde die Zinserhöhung heftig spekuliert, und heute berichtet Reuters, dass die US-Staatsverschuldung die 40 Billionen überstiegen hat. Offensichtlich haben die Großinvestoren bereits angefangen Short zu gehen und bereiten sich auf einen Abverkauf vor. Selbst wenn beide Szenarien wie von uns geschätzt eintreten, dürfte der Wasserfall-Effekt ausbleiben. Rückblickend auf die Vorwoche hatte ich noch mit einer erneuten massiven Bullenfalle gerechnet, aber der Kurs lief in die andere Richtung. Trader mit Short-Positionen sollten Vorsicht walten lassen und das Risiko kontrollieren. Laut den aktuellen Zinserwartungen liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September um 25 Basispunkte bei 59,4 %, während die Wahrscheinlichkeit einer gleichbleibenden Rate bei 40,6 % liegt. Das bedeutet auch: Eine Zinssenkung ist definitiv ausgeschlossen, und im September gibt es keine bullischen Nachrichten – klar: der Bärenmarkt dominiert, auch wenn die Intensität etwas geringer ist als von uns angenommen. Für Kontrakttrader ist nur zu beachten: Sollte am Tag der Entscheidung plötzlich die aktuelle Zinshöhe beibehalten werden, könnte es kurzfristig zu einem Rebound kommen, danach geht der Abwärtstrend weiter.
Fazit von Lao Cui: Über den Trend im September braucht ihr euch eigentlich keine Sorgen mehr zu machen, denn alle relevanten Szenarien haben wir ausführlich besprochen – am Ende geht es nur um Details bei einzelnen Coins. Die CPI-Daten haben keinen Einfluss mehr auf die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung; der Weg für Zinssenkungen ist komplett versperrt. Ihr könnt die Aussicht auf September-Bullenstimmung getrost ignorieren und bereits an den nächsten Zyklus denken, in dem Zinssenkungen wieder relevant werden. Das negativste Szenario für dieses Jahr ist: Es gibt keine Zinssenkung, nur noch Erhöhungen – dann könnte der Kryptomarkt nochmal kurzfristig in einen Bärenmarkt geraten. Für Kontrakttrader auf mittlerer oder langer Sicht gibt es keine Probleme, Short-Positionen zu halten. Wichtig ist ein kontrolliertes Stop-Loss-Management – das ist eine Gelegenheit, Geld einzusammeln. Ein Rückgang bei Ethereum könnte im Vergleich zu Bitcoin nochmals 2–5 % stärker ausfallen; steuert euer Risiko entsprechend selbst. Für alle, die aufgesattelt sind: Wir sprachen bereits davon – Einstandspreis für Shorts bei 73.000, diese Woche beginnt das Entlasten der Positionen, nächste Woche bietet sich der Ausstieg an. Deutlich gesagt: Selbst wenn ein Zinssenkungssignal kommt, wird der September keine Rallye sehen, aktuell fehlt hierfür jegliches Potenzial – Shorten ist der Weg! Wie vorher erwähnt: Es gilt weiterhin mindestens die Hälfte der letzten drei Aufwärtskerzen zu korrigieren – es bleibt abzuwarten, wie die Zeit das bestätigt!




