Umfrage des Wall Street Journal: Die Auswirkungen des Iran-Krieges sind geringer als erwartet, aber die Inflation bleibt hartnäckiger.
Golden Ten Data meldet am 12. Juli, dass eine vom Wall Street Journal im laufenden Monat durchgeführte Umfrage unter Ökonomen zeigt: Die Auswirkungen des Krieges mit Iran auf die US-Wirtschaft sind deutlich geringer als zuvor befürchtet. Allerdings ist die schlechte Nachricht, dass dieser Krieg die ohnehin über dem 2%-Ziel der Federal Reserve liegende Inflation noch hartnäckiger macht und den Spielraum für Zinssenkungen der Federal Reserve verringert hat. Im Vergleich zur Umfrage im April, etwa einem Monat nach Ausbruch des Krieges, haben sich die Ansichten der Ökonomen deutlich verändert. Prognostiker erwarten nun, dass das nach Inflationsbereinigung berechnete Bruttoinlandsprodukt der USA zwischen dem vierten Quartal 2025 und dem vierten Quartal 2026 um 2,1% wachsen wird, was über dem April-Wert von 2% liegt. Die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den kommenden 12 Monaten wird von den Ökonomen jetzt auf 25% geschätzt, nach 33% im April – der niedrigste Wert seit Anfang 2025. Gleichzeitig mit den verbesserten Wachstumsaussichten nehmen jedoch auch die Sorgen über die Inflation zu. Ökonomen rechnen damit, dass der Verbraucherpreisindex (CPI) in den zwölf Monaten bis Dezember um 3,4% steigen wird, gegenüber 3,2% bei der April-Umfrage. Die Inflationssorgen haben die Auswirkungen des Krieges auf die Energiekosten in den Hintergrund treten lassen. Ökonomen prognostizieren, dass die von der Federal Reserve besonders beachtete PCE-Inflation, bereinigt um Lebensmittel und Energie, im Jahr 2026 um 3,2% steigen wird, nach einer April-Prognose von 2,9%.
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