Musk befeuert Spekulationen über eine mögliche Fusion von Tesla (TSLA.US) und SpaceX (SPCX.US) und deutet Aktionen bei „enger Zusammenarbeit“ an
Die Aktien von Tesla (TSLA.US) und SpaceX (SPCX.US) stiegen am Dienstag vor Börsenbeginn leicht an, nachdem CEO Elon Musk es ablehnte, eine mögliche Fusion der beiden Unternehmen auszuschließen. Dies entfachte erneut Spekulationen, die von Privatanlegern bis nach Wall Street reichten.
Laut der App von Zhihui Finance stiegen die Aktienkurse von Tesla (TSLA.US) und SpaceX (SPCX.US) am Dienstag vorbörslich leicht an, nachdem CEO Elon Musk die Möglichkeit einer Fusion beider Unternehmen nicht ausschloss und damit Spekulationen neu entfachte, die von Privatanlegern bis nach Wall Street reichen.
Auf dem All-In Summit wurde Musk gefragt, warum Tesla und SpaceX trotz zunehmend enger Beziehungen weiterhin unabhängig bleiben. Er bezeichnete dies als „gute Frage“ und deutete an, dass die enge Zusammenarbeit am Ende zu weiteren Schritten führen könnte. „Wenn auf so vielen Ebenen all diese Kooperationen stattfinden und in so vielen Bereichen solch enge Verbindungen bestehen, wer kann dann vorhersagen, was am Ende unternommen wird?“, sagte er.
Tesla und SpaceX fielen am Montag jeweils um etwa 2 %, stiegen aber im vorbörslichen Dienstagshandel um 0,1 % bzw. 0,5 % leicht an.
Wall Street wägt eine Tesla-SpaceX-Fusion ab
Die Debatte um eine Fusion zwischen Tesla und SpaceX wurde zunächst hauptsächlich von bekannten Privatanlegern angestoßen, die mögliche Aktienstrukturen, Umtauschverhältnisse und Bewertungsmodelle entwarfen. Inzwischen beschäftigen sich auch Jefferies und JPMorgan mit dem Thema.
Jefferies erklärte, dass eine Fusion der beiden Unternehmen aus strategischer Sicht sinnvoll wäre. Demnach würde Musk, falls die Fusion ohne Aufschlag durchgeführt wird, rund 55,3 % der Stimmrechte behalten, was Tesla-Aktionären Raum für einen Aufschlag bieten könnte. JPMorgan beurteilte die Fusion als „strategisch kohärent auf dem Papier“ und verwies auf potenzielle Synergien in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Robotik, Energie, Transport und Raumfahrt.
Vertiefte Beziehungen zwischen Tesla und SpaceX
Auch wenn Tesla und SpaceX rechtlich getrennt bleiben, werden ihre Geschäftsbereiche immer stärker miteinander verflochten.
Tesla stellt Expertise in den Bereichen Batterien, Stromsysteme, Fertigung und KI zur Verfügung. SpaceX steuert Startkapazitäten, Starlink-Anbindung, Satelliteninfrastruktur sowie Erfahrungen im groß angelegten Management komplexer technischer Projekte bei.
SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell erklärte auf dem All-In Summit, dass SpaceX-Mitarbeiter nun auch bei xAI tätig sind, um Führungs- und Ingenieurspositionen zu besetzen. Sie sagte, die Integration der Teams verlaufe „schneller als erwartet“, auch wenn die Unternehmen „noch nicht vollständig integriert“ seien.
Shotwell verwies zudem auf Kooperationen in den Bereichen KI, Computing und Solarzellenherstellung. SpaceX plant den Start von KI-Rechen-Satelliten, während Musks Unternehmen in Chip-, Energie-, Datenzentrum- und Fertigungslösungen investieren. Teslas selbstfahrende Autos und der Optimus-Roboter benötigen KI-Rechenleistung, Energiespeicher und zuverlässige Vernetzung. SpaceX benötigt Batterien, Solartechnologie, Chips und Großserienfertigung für Starlink, Starship und das bevorstehende orbitale Computing-Netzwerk.
Roadster-Ankündigung schürt Fusionsspekulationen
Tesla kündigte kürzlich die Vorstellung des nächsten Roadster für den 1. Oktober an und verwendete dabei den Ausdruck „Go for launch“ („Bereit zum Start“) – eine eindeutige Hommage an die Raketenmissionen von SpaceX. Der Roadster wurde erstmals im November 2017 vorgestellt, jedoch bereits mehrfach verschoben.
Der Elektroautohersteller nutzt häufig prominente Produktankündigungen zur Steigerung der Aufmerksamkeit. Musk hatte zuvor auch ehrgeizige Leistungsziele für den Roadster, inklusive möglich denkbarer Raketenunterstützung, diskutiert.
Auf Stocktwits ist die Stimmung zu Tesla „stark bärisch“, zu SpaceX „bärisch“, während das Nachrichtenaufkommen bei beiden „normal“ bleibt. Im vergangenen Jahr sank Tesla um 9 %, SpaceX um 8 %.
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