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Der Yen fällt über Nacht unter die Marke von 156, die hawkishe Zinserhöhung der Federal Reserve bringt die Bank of Japan an einen „Druckpunkt“.

Der Yen fällt über Nacht unter die Marke von 156, die hawkishe Zinserhöhung der Federal Reserve bringt die Bank of Japan an einen „Druckpunkt“.

智通财经智通财经2026/09/17 02:21
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Nach der Zinserhöhung der Federal Reserve fiel der Yen über Nacht auf 156,42. Der Markt wettet darauf, dass die Bank of Japan am Freitag die Zinsen um 25 Basispunkte anhebt. Sollte die Erklärung jedoch eher taubenhaft ausfallen, könnte der Yen auf 158 oder sogar 160 absacken.

Nach der restriktiven Zinserhöhung durch die US-Notenbank fiel der Yen stark ab, was das Risiko der geldpolitischen Sitzung der Bank of Japan am Freitag erhöht hat. Strategen warnen, dass der Yen weiter an Wert verlieren könnte, sofern es den Offiziellen nicht gelingt, den Markt von einer weiteren Straffung der Geldpolitik zu überzeugen.

Die US-Notenbank erhöhte am Mittwoch erstmals seit 2023 die Zinsen und rechnet mit weiteren Zinserhöhungen. Das veranlasste Händler dazu, bis Mitte nächsten Jahres mit drei weiteren Anhebungen zu rechnen. Dies könnte den Zinsunterschied zwischen USA und Japan aufrechterhalten, selbst wenn der Markt erwartet, dass die Bank of Japan diese Woche einen eigenen Zinsschritt vornimmt.

Aufgrund dieses Schritts der US-Notenbank fiel der Yen im nächtlichen Handel zeitweise um 1 % auf 156,42 Yen je US-Dollar. Zuvor hatte der Yen Anfang des Monats bereits deutlich zugelegt, angetrieben durch Markterwartungen einer schnelleren Straffung durch die Bank of Japan, Schließungen von Yen-Finanzierungsgeschäften und Spekulationen, dass japanische Pensionsfonds verstärkt in heimische Anlagen investieren könnten.

Der Yen fällt über Nacht unter die Marke von 156, die hawkishe Zinserhöhung der Federal Reserve bringt die Bank of Japan an einen „Druckpunkt“. image 0

Glenn Yin, Forschungsleiter bei ACCM in Melbourne, erklärte: „Japan steht zweifellos unter großem Druck, muss die Zinsen anheben und zugleich restriktive Signale senden, um Verluste möglichst zu minimieren.“ Sollte die Bank of Japan enttäuschen, „ist das Risiko, kurzfristig die Marke von 160 zu erreichen, keineswegs ausgeschlossen“.

Die Hürde ist hoch. Overnight Index Swaps haben eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bereits fast vollständig eingepreist. Damit richtet sich die Aufmerksamkeit der Händler auf die Pressekonferenz von Kazuo Ueda, dem Präsidenten der Bank of Japan, um Hinweise auf das Tempo und den Umfang einer weiteren Straffung zu erhalten. Das restriktive Ratsmitglied Hajime Takata lässt sogar Raum für außergewöhnliche oder aufeinanderfolgende Zinsschritte.

Rinto Maruyama, leitender Strategie-Experte für Zinsen und Devisen bei SMBC Nikko Securities, erklärt, die Wiederaufnahme des Yen-Abwärtstrends biete der Bank of Japan größeren Anlass, die Inflationsrisiken hervorzuheben. Seinen Worten nach könnten steigende Ölpreise den Entscheidungsträgern einen weiteren Beweggrund für eine restriktivere Politik bieten.

Maruyama führt aus, dass die für Freitag erwartete Zinserhöhung den japanischen Leitzins in den geschätzten Neutralbereich führen wird, weshalb die Offiziellen vermutlich kein Signal für einen Schritt von 50 Basispunkten oder aufeinanderfolgende Anhebungen senden werden. Sollte die Sitzung als eher locker interpretiert werden, sei 158 das nächste Aufwärtsziel für den US-Dollar gegenüber dem Yen.

Das bedeutet, wenn Anleger annehmen, dass der Straffungszyklus der Bank of Japan nicht mit dem der US-Notenbank mithalten kann, wird der Yen anfällig bleiben. Maruyama meint, dass es im Zeitverlauf zu einem allmählichen Anstieg des US-Dollar gegenüber dem Yen bis auf 160 kommen könnte, sofern die US-Zinsen stärker steigen als die japanischen.

Dennoch gibt es Gründe anzunehmen, dass eine neue Verkaufswelle beim Yen nicht so heftig ausfallen wird wie zuvor. Carry-Trader wurden durch die jüngste Yen-Erholung bereits auf dem falschen Fuß erwischt und Hedgefonds haben ihre Short-Positionen reduziert. Laut Daten der US Commodity Futures Trading Commission halbierten gehebelte Händler ihre Wetten gegen den Yen in der Woche bis zum 8. September.

Auch die Drohung erneuter Interventionen könnte Yen-Abwertungen bremsen. Japan und die USA haben ihre Bereitschaft zu gemeinsamen Marktaktionen betont und US-Finanzministerin Janet Yellen sendet weiterhin Signale, die einen starken Yen unterstützen.

Die Zinserhöhung am Freitag dürfte für den Yen kaum ausreichen. Akira Moroga, Chef-Marktanlagestratege der Aozora Bank, meint, die Bank of Japan werde „wohl nicht so restriktiv auftreten wie die US-Notenbank, was ein unmittelbarer Auslöser für eine Yen-Schwäche sein könnte“. Seiner Einschätzung nach stellt der Bereich um den 200-Tage-Durchschnitt von 158,50 Yen je US-Dollar die nächste wichtige Kursmarke dar.

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