Nach einem 67%igen Einbruch zurück im Rampenlicht! KI-Investment-Star Aschenbrenner kehrt auf den Markt zurück und setzt auf SK Hynix, AMD und andere
Laut Medienberichten ist der von Leopold Aschenbrenner geführte Hedgefonds Situational Awareness an den Optionsmarkt zurückgekehrt und hat Optionen im Wert von mehreren hundert Millionen US-Dollar erworben. Die betroffenen Werte umfassen SK Hynix, SanDisk, AMD, Bloom Energy sowie Oracle. Bei dieser Positionierung verfolgt der Fonds eine Strategie mit niedriger Hebelwirkung und setzt auf individuell angepasste Optionsinstrumente, wobei der maximale Verlust auf die gezahlte Optionsprämie begrenzt ist.
Der Hedgefonds Situational Awareness, der während des AI-Booms große Aufmerksamkeit erlangte, wurde im Sommer mit dem größten Einzelverlust in der Geschichte von Hedgefonds konfrontiert und baut nun sein Portfolio durch die Erschließung neuer Brokerbeziehungen wieder auf. Sein Fokus bleibt weiterhin auf Technologie und AI.
Wie Medien am Freitag unter Berufung auf informierte Kreise berichten, ist der von Leopold Aschenbrenner geleitete Hedgefonds Situational Awareness an den Optionsmarkt zurückgekehrt und hat im Verlauf der vergangenen Woche bis Anfang dieser Woche Optionen im Wert von mehreren Hundert Millionen Dollar gekauft.
Gleichzeitig hat Situational Awareness eine Partnerschaft mit dem spezialisierten Broker Clear Street aufgebaut, um als Basis eine aggressive Wette auf Technologieaktien neu zu strukturieren.
Im Juli dieses Jahres schrumpfte das Fondsvermögen von Aschenbrenner durch einen starken Einbruch im AI-Sektor um 67% innerhalb eines Monats – dieser Verlust stellte Berichten zufolge einen neuen Rekord in der Hedgefondsbranche dar. Damals konnte Situational Awareness einen Kollaps nur knapp verhindern, indem ein Großteil der Positionen am öffentlichen Markt an Citadel, den Investmentfonds von Ken Griffin, verkauft wurde.
Die Zielwerte des aktuellen Portfolioumbaus umfassen zentrale Unternehmen aus den Bereichen Halbleiter und AI-Infrastruktur, darunter SK Hynix, SanDisk, AMD, Bloom Energy und Oracle. Ob Aschenbrenner für Investitionen am öffentlichen Markt neues Kapital aufgenommen hat, bleibt derzeit unklar.
Knapp dem Kollaps entgangen – Versprechen für einen Neuanfang
Situational Awareness war zuvor durch den AI-Boom bekannt geworden, und Aschenbrenner galt als einer der prominentesten Tech-Investoren der Branche.
Der drastische Rückgang des AI-Sektors im Sommer brachte den Fonds jedoch in Gefahr – Berichten zufolge beliefen sich die Verluste auf mehrere Milliarden Dollar, woraufhin die Hebelwirkung massiv reduziert und umfangreiche Positionen verkauft werden mussten.
Um die Krise zu meistern, verkaufte Situational Awareness den Großteil seiner offenen Marktpositionen an Citadel. Dieser Schritt ermöglichte dem Fonds das Überleben, bedeutete aber auch das vorläufige Ende der vorherigen aggressiven Strategie.
In einem Investorenbrief Ende Juli erklärte Aschenbrenner, er werde "einen neuen Angriffstag planen" und versprach, die "notwendigen Lehren zu ziehen". Gleichzeitig informierte er die Anleger, dass der Fonds trotz der schweren Rückschläge in diesem Jahr noch rund 80% zugelegt hat. Zudem erklärte er, der Fonds werde "weiterhin sowohl privat als auch öffentlich gemischt agieren", wobei Investments am öffentlichen Markt "vollständig bezahlt verwaltet werden".
Weniger Hebel, Einsatz maßgeschneiderter Optionsinstrumente
Die aktuelle Strategie zum Wiederaufbau des Portfolios unterscheidet sich von der früheren aggressiven Vorgehensweise. Laut informierten Kreisen setzt Situational Awareness nun verstärkt sogenannte "flex options" ein – dabei handelt es sich um Derivate, deren Vertragsbedingungen individuell gestaltet werden können und die nur über Großbroker gehandelt werden können.
Die Nutzung von "vollständig bezahlten" Optionen bedeutet, dass der Fonds maximal den gezahlten Optionspreis verlieren kann und keine weiteren Verluste durch Nachschusspflichten entstehen. Dieses Vorgehen ist beim Risikomanagement deutlich konservativer als der frühere Einsatz hoher Hebelwirkung.
Mehrere Hauptbroker, die mit Situational Awareness in Kontakt standen, berichten, dass Aschenbrenner deutlich gemacht hat, bei der Wiederaufnahme des Fonds die Hebelwirkung stark zu senken. Durch die im Optionsvertrag eingebetteten Hebelmechanismen kann er jedoch weiterhin von potenziellen Kurssteigerungen profitieren.
Neuer Broker – Clear Street erfüllt Anforderungen bei Finanzierung und Ausführung
Im Bereich der Broker-Ressourcen begann Situational Awareness, neue Partnerschaften einzugehen.
Nach Angaben von Insidern hat der Fonds kürzlich eine Zusammenarbeit mit Clear Street begonnen – einem Broker, der bei Hedgefonds für seine Technologie-Fokus bekannt ist, allerdings viel kleiner ist als Branchengrößen wie Goldman Sachs, JPMorgan oder Citi, mit denen Situational Awareness zuvor zusammengearbeitet hat.
Hedgefonds sind in der Regel auf Broker angewiesen, um maßgeschneiderte Derivate-Geschäfte auszuführen und Finanzierung bereitzustellen; flexible Optionen erfordern zudem den Handel über Großbroker. Die Kooperation mit Clear Street wird extern als bedeutender Schritt von Aschenbrenner zur Neugestaltung des Wall-Street-Netzwerks gesehen.
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