Fortschrittliche Modelle und KI-Agenten eröffnen Aufwärtspotenzial! JPMorgan wird bei Meta (META.US) bullisch, Kursziel bei 820 US-Dollar
JPMorgan hat seine Bewertung für Meta-Aktien von "Neutral" auf "Übergewichten" erhöht und das Kursziel für Dezember 2027 von 640 US-Dollar auf 820 US-Dollar angehoben. Dies bedeutet, dass die Aktie bis Ende nächsten Jahres noch etwa 30% Aufwärtspotenzial hat.
Laut German Finance News APP ist der Aktienkurs von Meta (META.US) seit Jahresbeginn um 1% gefallen und liegt damit hinter dem Anstieg des S&P 500 Index von 12% im gleichen Zeitraum. Allerdings hat sich der Kurs von Meta gegenüber dem jüngsten Tief um 20% erholt, während der S&P 500 Index im selben Zeitraum um 1% gefallen ist. In einem kürzlich veröffentlichten Bericht von JPMorgan wird darauf hingewiesen, dass Meta weiterhin ein erhebliches Aufwärtspotenzial besitzt, da das Unternehmen sich derzeit in einer frühen Phase der Einführung fortschrittlicher Modelle sowie KI-basierter Produkte außerhalb des Werbegeschäfts befindet. Besonders erwähnenswert sind hierbei der Muse AI Agent und der Zugang zum Meta Model API.JPMorgan hat seine Bewertung der Meta-Aktie von "neutral" auf "übergewichten" angehoben und das Kursziel für Dezember 2027 von 640 US-Dollar auf 820 US-Dollar erhöht, was bedeutet, dass die Aktie bis Ende nächsten Jahres noch rund 30% Aufwärtspotenzial hat.
JPMorgan erklärt im Bericht, dass fortschrittliche Modelle in den kommenden Jahren zum Kern der Produkte und Kommerzialisierungslinien von Meta werden und das Unternehmen auf dem Weg zur Superintelligenz voranbringen werden. Im Sommer 2025 beginnt Meta mit dem Wiederaufbau der Meta Superintelligence Labs (MSL), deren Ziel es ist, innerhalb eines Jahres ein fortschrittliches Modell liefern zu können. Die Bank ist der Meinung, dass das MSL-Team dieses Ziel überwiegend erreicht hat, und dass die Veröffentlichungsrate der Modelle zunimmt – von Muse Spark 1.1 im Juli dieses Jahres bis hin zum kürzlich veröffentlichten Muse Spark 1.3, das bereits in der Lage ist, mit Modellen wie Claude und der GPT-Serie zu konkurrieren.
JPMorgan erwartet, dass das nächste Modell von Meta (Codename Watermelon) für Meta in den Bereichen Verbraucherprodukte, Business Intelligence, FoA (Family of Apps)-Nutzerengagement und Werbung sowie interner Betrieb und Effizienz weitere Möglichkeiten eröffnet. Die Bank ist seit Langem überzeugt, dass Meta gute Voraussetzungen hat, KI-Produkte für rund 4 Milliarden Nutzer bereitzustellen, und dass die Fähigkeit zur großflächigen Distribution ein wichtiger Wettbewerbsvorteil ist.
Der Muse AI Agent von Meta hat bereits eine starke Wachstumsdynamik gezeigt und stieg am zweiten Tag nach dem Launch auf Platz 3 im US App Store. Die frühe Nutzung lag dabei beim Zehnfachen der Trainingsgruppe. Obwohl die Kommerzialisierung derzeit nicht Priorität für Muse ist, sieht JPMorgan bedeutende Chancen sowohl im Provisions-/Kommissionsmodell als auch im Abonnementmodell. Das potenzielle Total Addressable Market (TAM) kann laut Prognose mehrere Billionen US-Dollar erreichen.
Wichtig ist, dass Muse mit Fokus auf Sicherheit und Datenschutz entwickelt wurde – ein Vorteil von Meta. JPMorgan ist der Meinung, dass dies zum entscheidenden Hindernis für andere Agenten werden könnte, um das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen und komplexere Aufgaben, wie den Umgang mit Passwörtern, Kreditkarten und anderen persönlichen Daten, zu erfüllen. Mit der Zeit erwartet die Bank, dass die Interaktion zwischen Agenten häufiger wird und Händler sowie Unternehmen stärkere Intelligenz und mehr Transaktionen erhalten. Mit zunehmender Nutzerzahl wird Muse zum wichtigen Nutzungsszenario für Meta's Rechenressourcen, doch sieht die Bank auch im Meta Model API, das Entwicklern und Unternehmen zugänglich ist, beträchtliche Chancen.
Mit der Weiterentwicklung von Meta’s Modellen von Muse Spark 1.3 zu Watermelon und späteren Versionen sowie einer äußerst wettbewerbsfähigen Preisgestaltung, soll die Attraktivität der Model API-Zugangsdienste weiter steigen und die Nutzung nochmals zunehmen. Obwohl Meta derzeit den Fokus stark auf die Entwicklung fortschrittlicher Modelle und KI-Produkte legt, ist laut JPMorgan auch die Kapazität der KI-Infrastruktur von hohem Wert und wird für zukünftige Rechenanforderungen sorgen.
Meta hat angekündigt, das Unternehmen werde 2026 und 2027 die Rechenkapazität maximieren und ab 2028 mehr Flexibilität besitzen. JPMorgan rechnet für 2027 mit Investitionsausgaben (CAPEX) von 243 Milliarden US-Dollar – ein Wachstum von 70%; und für 2028 mit Investitionsausgaben von 284 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 17%, beides deutlich über dem Marktkonsens. Einflussfaktoren für die CAPEX 2028 sind laut Bank u.a. der Fortschritt und die Herausforderungen beim Bau von Rechenzentren, die Akzeptanz und der Kommerzialisierungsgrad von KI-Produkten sowie mögliche Lieferrestriktionen.
JPMorgan erwartet derzeit, dass Meta 2027 und 2028 einem größeren Druck auf den Free Cash Flow (FCF) ausgesetzt sein wird, mit einem negativen FCF zwischen 65 und 70 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Gleichzeitig sind neue Einnahmen aus der Kommerzialisierung von KI-Produkten noch nicht in den Prognosen enthalten. Wichtiger ist, dass die Bank davon ausgeht, dass das Kerngeschäft mit Werbung bei Meta weiterhin großes Wachstumspotenzial besitzt, was vor allem auf KI-gestützte Content-Empfehlungen und höhere Nutzerbindung, präzisere Werbeaussteuerung und -suche sowie Verbesserungen beim KI-Content-Erstellung zurückzuführen ist.
Insgesamt ist JPMorgan der Meinung, dass die Fähigkeit zur großflächigen Distribution und das Nutzerengagement weiterhin die Netzwerkeffekte stärken und Meta‘s präzise Werbesysteme den Werbetreibenden enormen Mehrwert bieten. Das Unternehmen macht signifikante Fortschritte bei der KI-basierten Werbesortierung und Empfehlungsfähigkeit, was zu stärkerer Nutzerbindung, einem höheren Return on Advertising Spend (ROAS) und zu Umsatzwachstum führt. JPMorgan sagt, das Unternehmen hat einen glaubwürdigen Weg aufgezeigt, um seine KI-getriebenen Investitionsausgaben durch Agenten für Verbraucher und Unternehmen sowie Model API Zugangsdienste zu kommerzialisieren.
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