Japan: Passives ausländisches Interesse begrenzt Aufwärtspotenzial – BNY
Geoff Yu von BNY weist darauf hin, dass die ausländische Nachfrage nach japanischen Aktien im Vergleich zum Interesse an JPY und JGBs weiterhin verhalten bleibt. Trotz einer JPY-basierten Rendite von 22% für den MSCI Japan Index im Jahr 2025 lagen die Bestände der internationalen Investoren hinter den Benchmarks zurück, da die Zuflüsse durch Allokationsgrenzen und Japans geringere Rolle im Halbleiter-Thema begrenzt wurden. Er argumentiert, dass ein Rebalancing eher zugunsten von JGBs ausfallen dürfte.
Zuflüsse hinken der Performance und den Benchmarks hinterher
"In unserem jüngsten Sonderbericht zur Intervention Japans hoben wir hervor, dass bereits ein Interesse am Besitz von JPY und JGBs entsteht. Aktien bleiben das schwache Glied. Trotz seiner industriellen Stärke war Japan im Halbleiter-/Speicherchip-Thema nicht so prominent wie Taiwan und Südkorea."
"Die jüngste Korrektur schafft Raum für Japan, sofern eine langfristige Wachstums- und Gewinnstory etabliert werden kann. Die anfängliche Reaktion auf einen starken JPY würde zudem die japanischen Aktien durch Gewinntranslation belasten. Aktien machen zudem den Großteil der grenzüberschreitenden Portfolioströme in Japan aus (63% zum Jahresende 2025), daher dürfte ein etwaiges Rebalancing vor allem dem JGB-Markt zugutekommen."
"Japanische Umfragedaten zum Jahresende 2025 deuten nicht auf eine dynamische Zuflussstory hin. In JPY gerechnet erzielten japanische Aktien laut MSCI Japan Index über das Jahr eine Rendite von 22%. Der mittlere Zuwachs in den Beständen der wichtigsten internationalen Investoren lag bei 17% und damit etwas hinter den Benchmarks."
"Die USA und Europa machen nahezu 90% sämtlicher internationaler Aktienbestände in Japan aus und beliefen sich zum Jahresende 2025 auf fast ¥320 Billionen. Statt auf die Gewinnerwartungen zu reagieren, werden strukturelle Veränderungen im Hedgeverhältnis den größten Einfluss haben, insbesondere wenn sich bei den Kurzfristzinsen weitere Annäherungen zeigen. Allerdings müssen die Devisenmärkte realistisch hinsichtlich der Zahlen bleiben."
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