Golman Sachs-Handelsleiter: Die Bedienung des US-Aktienmarkts bleibt äußerst schwierig, empfiehlt Vereinfachung der Positionen und den Aufbau von Gold bei Rücksetzern
Laut BlockBeats äußerte Tony Pasquariello, Leiter des Hedgefonds-Geschäfts bei Goldman Sachs, am 26. Juli, dass derzeit eine starke Divergenz innerhalb des US-Aktienmarktes herrsche, die Volatilität des Momentum-Faktors hoch sei und der Markt weiterhin „äußerst schwierig zu navigieren“ bleibe. Er empfiehlt Anlegern, das Portfolio zu vereinfachen und das Risiko auf Positionen mit höchster Überzeugung zu konzentrieren. Obwohl die Schwankungen des S&P 500 insgesamt begrenzt bleiben, vergrößert sich der Abstand zwischen der impliziten Volatilität von Einzeltiteln und Indizes weiter. Dies zeigt, dass die Nachfrage nach Einzelaktien-Optionen und Dispersionsgeschäften am Markt weiterhin auf einem hohen Niveau liegt.
Pasquariello hat seine Einschätzung zu Gold ins Positive gedreht. Seiner Meinung nach wurden seit 2026 viele spekulative Long-Positionen bereinigt, die Zentralbankkäufe von Gold haben wieder begonnen und der Goldpreis fand mehrfach Unterstützung in der Nähe von 4.000 US-Dollar. Zwar könnten steigende US-Zinsen und ein stärkerer US-Dollar kurzfristig Druck ausüben, dies bietet Investoren jedoch die Möglichkeit, bei Rücksetzern strukturelle Long-Positionen aufzubauen. Die langfristige Logik basiert vor allem auf der anhaltenden Zunahme der weltweiten Staatsverschuldung.
Im Bereich KI erreichte das diesjährige entsprechende Kreditangebot bereits 489 Milliarden US-Dollar, wobei die wichtigsten Ausgabenseiten weiterhin ihre Investitionen ausbauen. Der Markt muss jedoch noch bestätigen, ob die enormen KI-Investitionen tatsächlich in Umsatzwachstum umgewandelt werden können. Der Umsatz von Google Cloud stieg im Jahresvergleich um 82%, aber der Zusammenhang zwischen Investitionsausgaben und Umsatzwachstum ist weiterhin unklar. Die demnächst veröffentlichten Quartalszahlen von Microsoft, Meta und Amazon werden dabei als nächster Prüfstein dienen.
Pasquariello wies außerdem darauf hin, dass wachsende Zinserhöhungserwartungen der Fed und die Situation im Iran die Volatilität am US-Aktienmarkt verstärken könnten. Der Preis für Brent-Rohöl ist in diesem Monat bereits um 33% gestiegen, und die Ausweitung der Konflikte auf Regionen wie das Rote Meer macht die Lage noch komplexer. Die Liquiditätslage ist hingegen relativ positiv: Große Finanzierungsdeals wurden bereits weitgehend verdaut, und mit dem nahenden Ende der Berichtssaison dürften Aktienrückkäufe im August merklich anziehen.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen

S&P erwartet, dass SK Hynix im vierten Quartal erneut Aktienrückkäufe von bis zu 40 Billionen KRW durchführt; zusammen mit großzügigen Dividenden erhält die Value-up-Rallye in Korea einen neuen Katalysator.
S&P Global Market Intelligence prognostiziert, dass SK Hynix voraussichtlich im vierten Quartal dieses Jahres ein neues Aktienrückkaufprogramm im Wert von 20 bis 40 Billionen südkoreanischen Won ankündigen wird. Davon beflügelt stiegen die ADRs am Dienstag um über 6% und der Aktienkurs an der koreanischen Börse legte am Mittwoch zeitweise um 5% zu. S&P betonte, dass angesichts der aktiven Vernichtung von Lageraktien und hoher Dividenden durch Samsung Electronics, die beiden Branchenriesen einen neuen Standard für Unternehmensführung am koreanischen Kapitalmarkt setzen könnten, was dazu beitragen würde, das langjährige Problem des "Korea Discount" zu lösen.
Je stärker der Yen steigt, desto mehr setzen Kleinanleger auf fallende Kurse! Short-Wetten im Wert von 3,61 Billionen sind ein riskantes Gegenspiel – Short Squeeze-Alarm ausgelöst.
Obwohl der japanische Yen seinen höchsten Stand seit Monaten erreicht hat, setzen japanische Privatanleger weiterhin darauf, dass die kräftige Erholung bald nachlassen wird, und erhöhen fortlaufend ihre Short-Positionen.


