Umfassender Einbruch! Der effektive Wechselkurs des Yen erreicht ein neues historisches Tief, die Abwertungswelle breitet sich vom US-Dollar auf den globalen Währungskorb aus
Der nominal effektive Wechselkursindex der Bank of Japan ist auf ein historisches Tief gefallen, was auf eine allgemeine Schwäche des Yen gegenüber mehreren Währungen hinweist.
Das Gesamtfinanz-APP hat darauf hingewiesen, dass obwohl der Wechselkurs des japanischen Yen zum US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit 40 Jahren gefallen ist und damit die Schlagzeilen dominiert, ein umfassenderer Indikator für die Yen-Stärke Japan ebenfalls ein alarmierendes Signal sendet.
Der nominal effektive Wechselkursindex der japanischen Zentralbank – entwickelt, um die Performance des Yen gegenüber einem handelsgewichteten Währungskorb zu messen – setzt seinen Abwärtstrend in diesem Jahr fort und erreicht erneut ein Allzeittief. Dies zeigt, dass der Yen nicht nur gegenüber dem Euro und dem britischen Pfund, sondern auch gegenüber mehreren asiatischen Währungen deutliche Schwäche aufweist.
Am Mittwoch stieg der Wechselkurs des Yen zum US-Dollar von 163,13 Yen je US-Dollar auf 162,69 Yen je US-Dollar. Gleichzeitig erreichte die Rendite der zweijährigen Staatsanleihen Japans den höchsten Stand seit 1995, und die Rendite der fünfjährigen Staatsanleihen stieg auf 1,995%.
Dieser Abwärtstrend verdeutlicht, dass die Schwäche des Yen weit über das Verhältnis zum US-Dollar hinausgeht und verstärkt die Sorge über importierte Inflation und die Erosion der japanischen Kaufkraft. Die Schwäche des handelsgewichteten Yen treibt die Importkosten aus einem breiteren Kreis von Handelspartnern in die Höhe und erschwert die Bemühungen der japanischen Zentralbank, die Normalisierung der Geldpolitik voranzutreiben, ohne die wirtschaftliche Erholung zu gefährden.
Ugo Lanchioni, Senior Portfolio Manager bei Neuberger, sagte: „Der tatsächliche Wert des Yen sinkt nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch gegenüber einem Währungskorb, was zu erheblichen Sorgen bei den Behörden führen könnte. In der Zukunft könnten stärkere Interventionsmaßnahmen sowie die Kombination mit anderen Instrumenten erforderlich sein, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.“

Mit der anhaltenden Schwäche des Yen, die das Risiko einer steigenden Inflation erhöht, stehen die Zentralbankvertreter einer schnelleren Zinserhöhung als von Ökonomen erwartet offen gegenüber. Am Markt wird allgemein erwartet, dass die japanische Zentralbank bei der bevorstehenden Sitzung am 31. Juli keine Änderung vornimmt und die nächste Zinserhöhung im Dezember erfolgen wird. Die Entscheidungsträger haben im vergangenen Monat den Leitzins auf 1% angehoben, den höchsten Stand seit 31 Jahren.
Aufgrund des hohen Zinsunterschieds, steigender Ölpreise und Sorgen um die finanzielle Zukunft Japans ist der Yen gegenüber dem US-Dollar unter die Marke von 163 gefallen – das niedrigste Niveau seit 1986. Die Behörden haben vom 28. April bis 27. Mai 11,73 Billionen Yen (rund 71,9 Milliarden US-Dollar) für Interventionen am Devisenmarkt eingesetzt, konnten jedoch nicht verhindern, dass der Yen auf ein neues 40-Jahres-Tief fiel.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Silberpreis stabil, Goldpreis fällt, Ölpreisschock erhöht Zinsdruck

Meta (META.US) verstärkt die Eigenentwicklung von KI-Chips! Einsatz in Rechenzentren im ersten Halbjahr nächsten Jahres, um die Kosten und den Energieverbrauch für das Inferenzverfahren zu senken.
Meta Platforms plant, in der ersten Hälfte des Jahres 2027 die nächste Generation eigener KI-Chips in seinen Rechenzentren einzusetzen, um durch maßgeschneiderte Chips den Energieverbrauch und die Kosten für den Betrieb von KI-Modellen zu senken.



