Die Renditen auf Investitionen steigen auf jahrzehntelange Höchststände, Arbitragegeschäfte florieren an der Wall Street.
Laut Jinse Finance strömten Investoren am 22. Juli aufgrund der unglaublich niedrigen Volatilität verschiedener Anlageklassen verstärkt in Arbitragegeschäfte, wodurch eine der langlebigsten Arten von Devisenwetten den glänzendsten Lauf seit Jahrzehnten erlebte. Diese Strategie, bei der niedrig verzinste Währungen aufgenommen und in höher verzinste Anlagen investiert wird, festigte ihren Status als Gewinner des Jahres 2026, da die Weltwirtschaft trotz des durch den Iran-Krieg ausgelösten Ölschocks unerwartet widerstandsfähig blieb. Dieses Umfeld dämpfte die Marktvolatilität und weckte die Risikobereitschaft von Tradern, die auf hohe Renditen in Schwellenländern setzen.
Eine derzeit viel diskutierte Methode unter Strategen von Banken wie Citi besteht darin, Euro aufzunehmen, um einen Korb aus brasilianischem Real, kolumbianischem Peso und türkischer Lira zu kaufen. Daten zeigen, dass diese Strategie seit Jahresbeginn bis letzte Woche etwa 18 % zugelegt hat – der stärkste Jahresanstieg seit 2005.
Arbitrage ist damit bislang die stärkste Strategie für Devisenhändler im Jahr und lässt beliebte Ansätze wie Momentum oder Value deutlich hinter sich. Citi, Goldman Sachs und JPMorgan greifen das Thema in aktuellen Forschungsberichten ausführlich auf; Investoren wie Nuveen und Vontobel sehen weiteres Aufwärtspotenzial.
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