Analysten warnen: Eskalation des US-Iran-Konflikts sch ürt erneut Inflationsängste – Fed bleibt voraussichtlich bei restriktiver Geldpolitik
Die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran treiben die Ölpreise in die Höhe, was erneut Inflationsängste auslöst und damit die fortgesetzte hawkische Haltung der Federal Reserve stützt.
Laut dem APP von Zhihui Finanzen geben Analysten an, dass die eskalierende Spannung zwischen den USA und Iran die Ölpreise steigen lässt und erneut Inflationsängste auslöst, was wiederum die hawkishe Haltung der US-Notenbank bekräftigt. Der Markt betrachtet derzeit den September als das entscheidende Fenster für die nächste Zinserhöhung der US-Notenbank.
BlackRock schätzt, dass dieser Konflikt die globale Gesamtinflationsrate um etwa 0,8 Prozentpunkte erhöhen wird, wobei die Auswirkungen regional unterschiedlich sind.
BlackRock stellte in einem Bericht fest, dass Europa und Teile Asiens stärker von Energieimporten abhängig sind und daher stärker von der globalen Inflation beeinflusst werden.
Analysten der Overseas Chinese Bank stimmen dieser Ansicht zu und sagen: "Da die Arbeitsmarktdaten eine Stabilisierung und keine Verschlechterung der Wirtschaft anzeigen, wird ein neuer Energieschock die US-Notenbank dazu bringen, die Inflationsrisiken noch stärker im Auge zu behalten."
Yung-Yu Ma, Chief Investment Strategist bei PNC Asset Management, erklärte, dass der Anstieg der Gewinnmargen von US-Unternehmen mit kleiner und mittlerer Marktkapitalisierung eine positive Entwicklung sei, aber "es ist unsicher, ob diese Trends mehrere Quartale steigender Ölpreise und andauernden Inflationsdruck überstehen werden."
Ma ist der Meinung, dass die hawkishe Haltung der US-Notenbank "fortbestehen wird", bis "der Druck auf die Inflation im Energiemarkt, Ölmarkt und anderen Bereichen nachlässt, während dieser Druck wieder ansteigt."
Er äußerte: "Wir müssen die Zusammensetzung des Investment-Portfolios in Erwägung ziehen, um bestimmte Risiken zu streuen."
Dichte hawkische Äußerungen von US-Notenbankern – September als entscheidendes Fenster für Zinserhöhung
Vor dem Hintergrund der angespannten Lage im Nahen Osten zeigten letzte Woche mehrere US-Notenbankbeamte eine stärkere Besorgnis hinsichtlich steigender Preise.
Lorie Logan, Präsidentin der Federal Reserve Bank of Dallas und Mitglied des FOMC mit Stimmrecht für 2026, war die erste US-Notenbankerin, die eine Zinserhöhung forderte und erklärte, dass die Inflation anscheinend nicht dauerhaft zum Zielwert der US-Notenbank von 2% zurückkehrt. Jeffrey Schmid, Präsident der Federal Reserve Bank of Kansas City, äußerte ebenfalls, dass angesichts der möglicherweise weiter steigenden Inflationsrisiken in den kommenden Monaten die Inflation sein derzeit größtes Anliegen sei. Obwohl die US-Inflationsdaten für Juni besser ausfielen als erwartet, warnte Schmid, dass es zu früh sei, einen nachhaltigen Rückgang der Inflation zu beurteilen.
Philip Jefferson, stellvertretender Vorsitzender der US-Notenbank, äußerte ebenfalls, dass die US-Notenbank eine Zinserhöhung in Betracht ziehen sollte, falls die Inflation nicht zügig nachlässt, sagte jedoch zugleich, dass das aktuelle geldpolitische Umfeld gut sei.
Bemerkenswert ist, dass der neue Vorsitzende der US-Notenbank, Kevin Walsh, sich letzte Woche während einer Anhörung im Kongress äußerte, dass die Entscheidungsträger eine "Null-Toleranz" gegenüber hoher Inflation zeigen und versprochen haben, die Preisstabilität wiederherzustellen, jedoch keine klare Unterstützung für Zinserhöhungen zum Ausdruck brachte.
Die US-Notenbank wird ihre nächste Sitzung zur Geldpolitik am 28. und 29. Juli abhalten. Diese Woche treten die US-Notenbankbeamten in die obligatorische Schweigephase ein, sodass der Markt währenddessen keine neuen politischen Signale erhält.
Obwohl einige Beamte die Sorge vor hoher Inflation äußern und eine mögliche Zinserhöhung andeuten, spekuliert der Markt derzeit mehrheitlich darauf, dass die US-Notenbank auf der Sitzung im Juli die Zinssätze unverändert belassen wird.
Laut dem "FedWatch"-Tool der Chicago Mercantile Exchange (CME) rechnen Trader aktuell mit einer Wahrscheinlichkeit von 83%, dass die US-Notenbank im Juli die Zinssätze nicht verändert. Das nächste Fenster für eine Zinserhöhung wird allgemein auf September oder Oktober verschoben, wobei die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte durch die US-Notenbank im September mehr als 50% beträgt.

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