Britisches Stahlunternehmen ist verstaatlicht worden, nach dem Amtsantritt von Burnham als Premierminister könnten weitere Interventionen folgen
Golden Ten Data, 16. Juli – British Steel ist offiziell zu einem Staatsunternehmen geworden, was darauf hindeuten könnte, dass der bald amtierende britische Premierminister Burnham eine stärker interventionistische Industriepolitik verfolgen wird. Die britische Regierung hatte British Steel bereits im vergangenen Jahr faktisch übernommen, um die Stilllegung der beiden Hochöfen zu verhindern. Erst im Mai dieses Jahres wurde jedoch die entsprechende Gesetzgebung zur vollständigen Verstaatlichung verabschiedet. British Steel erklärte am Donnerstagmorgen Ortszeit, dass das Unternehmen nun offiziell ein Staatsunternehmen sei und "diese Maßnahme notwendig ist, um die nationalen Interessen Großbritanniens zu wahren". Burnham setzt sich dafür ein, mehr Branchen wieder unter staatliche Kontrolle zu bringen, darunter möglicherweise Versorgungsunternehmen und den Eisenbahnverkehr. Das nächste Unternehmen, das verstaatlicht werden könnte, ist Thames Water, das rund 16 Millionen Nutzerinnen und Nutzer in London und der umliegenden Region mit Wasser versorgt.
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