Buffett warnt vor spekulativer Euphorie an US-Börsen: Markt gleicht einem Casino, nennt Warsh eine „gute Wahl“ für die Fed
Am 16. Juli gab der 95-jährige Warren Buffett in einem Interview mit CNBC eine weitere Warnung bezüglich des aktuellen Marktes ab. Er ist der Meinung, dass die US-Aktien zunehmend von spekulativem Handel statt von langfristigen Investitionsurteilen getrieben werden, wodurch es schwieriger wird, wirklich wertvolle Vermögenswerte zu identifizieren. „Wenn alle eher zu Glücksspiel neigen, ist es schwierig, echten Wert zu finden“, sagte Buffett gegenüber der CNBC-Moderatorin Becky Quick. Er sprach außerdem über Berkshire Hathaways neue Investition in Alphabet (GOOG), seine Ansichten zu Apple und seine Einschätzung des Federal Reserve-Vorsitzenden Kevin Warsh. Bereits Anfang dieses Jahres hatte Buffett den Aktienmarkt scharf kritisiert. Im Mai beschrieb er den Aktienmarkt als „eine Kirche mit einem Casino daneben“ und hob dabei speziell den Anstieg beim Handel mit Ein-Tages-Optionen hervor, wobei er erklärte, dass dies im Wesentlichen „Glücksspiel“ sei. Zum Zeitpunkt seiner Äußerungen hatten sich die US-Aktien in diesem Jahr auf historische Höchststände erholt und die durch die andauernden Energieschocks aufgrund des Krieges mit Iran entstandene „Mauer der Sorge“ überwunden. Einige Skeptiker argumentieren, dass Aktien im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz übermäßig von spekulativen Elementen durchdrungen sind, während Instrumente wie Optionen und gehebelte Exchange Traded Funds dieses Empfinden weiter verstärken. Buffett sprach im Interview ebenfalls über den neuen Fed-Vorsitzenden Warsh und bezeichnete ihn als „gute Wahl“ für den Posten. Buffett sagte: „Ich glaube, er wird alles daransetzen, seinen Auftrag zu erfüllen, nämlich ein Inflationsziel von 2 % zu erreichen und maximale Beschäftigung zu erhalten.“ Er fügte jedoch hinzu: „Er kann das nicht perfekt machen, genauso wie ich weiß, dass ich nicht mit dem Geld anderer Leute perfekte Überrenditen erzielen kann.“ „Er liegt dieses Land am Herzen“, so Buffett. „Ich denke, das tun viele Menschen. Das bedeutet aber nicht, dass ihre Entscheidungen immer richtig sind, denn manchmal sind Entscheidungen einfach zu schwierig.“
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