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Die Korrektur von Gold ist nur „kurzfristiges Rauschen“! VanEck: Minenaktien sind weiterhin unterbewertet, langfristiges Kursziel für Gold liegt bei 4.700 US-Dollar.

Die Korrektur von Gold ist nur „kurzfristiges Rauschen“! VanEck: Minenaktien sind weiterhin unterbewertet, langfristiges Kursziel für Gold liegt bei 4.700 US-Dollar.

金融界金融界2026/07/15 05:17
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Von:金融界

Gold-Markt sucht weiterhin nach nachhaltigem Aufwärtsmomentum, aber Imaru Casanova, Portfoliomanagerin für Edelmetalle bei VanEck, ist der Ansicht, dass die jüngste Kurskorrektur des Goldpreises eher als kurzfristiges „Störgeräusch“ zu sehen ist und Goldminenaktien aktuell weiterhin zu den interessantesten Trades zählen. Sie betont, dass Gold trotz Konsolidierung über 4000 US-Dollar pro Unze in den letzten zwölf Monaten eines der stärksten Assets war und Minenaktien noch deutlich stärker gestiegen sind.

Gold bleibt ein starkes Asset

Laut Casanova liegt der Goldpreis etwa 22% über dem Niveau von ca. 3300 US-Dollar pro Unze Mitte Juli 2025. In diesem Zeitraum sind Minenaktien fast 46% gestiegen, der S&P 500 um 22% und das breitere Rohstoff-Segment um nahezu 26%. Sie weist zudem darauf hin, dass trotz der Bewertung von verwandten Assets nahe historischen Höchstständen Minenaktien weiterhin die Gesamtmärkte outperformen.

Sie sagt, dass der Goldpreis kurzfristig weiter unter Druck bleiben könnte, da die hohen Inflationswerte den Markt dazu bringen, mindestens eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr einzupreisen. Dennoch glaubt sie nicht, dass dies die mittelfristigen Perspektiven für Gold verändert, denn die Sorge über eine weitere Straffung durch Notenbanken hat viele Institutionen dazu bewogen, ihre Goldpreisziele für das Jahresende zu senken – der langfristige Ausblick bleibt aber überwiegend optimistisch.

Langfristige Ziele bleiben optimistisch

Die von Casanova zitierten Konsensdaten zeigen, dass die durchschnittliche Markterwartung für den Goldpreis in den Jahren 2026 und 2027 etwa bei 4700 US-Dollar pro Unze liegen, und auch für 2028 und 2029 wird ein Durchschnittspreis über 4000 US-Dollar erwartet. Sie betont, dass Schwankungen und Rückgänge des Goldpreises Investoren verunsichern könnten, wichtiger sei aber, den mittelfristigen Trend jenseits kurzfristiger Störgeräusche im Blick zu behalten.

Sie hebt außerdem hervor, dass die fortgesetzt starke Aktienmarktentwicklung auf weiterhin optimistische Marktstimmung hindeutet – diese könnte jedoch auf die Probe gestellt werden. Investoren müssen die geopolitischen Spannungen, den fortdauernden Konflikt im Nahen Osten und die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sowie die Inflationsrisiken neu bewerten.

Inflation und sich verändernde Erwartungen an die US-Notenbank

Den aktuellsten US-Verbraucherpreisindex (CPI) betreffend, zeigt ein deutlicher Rückgang der Energiepreise eine erhebliche Entspannung der Inflationslage. Die Verbraucherpreise gingen im laufenden Monat um 0,4% zurück; die Inflationsrate der letzten zwölf Monate liegt bei 3,5% und sank damit deutlich gegenüber dem vorherigen Wert von 4,2%. Die Kerninflationsrate (ohne Lebensmittel und Energie) verlangsamte sich auf 2,6% und lag unter den 2,9% von Mai.

Der Rückgang der Inflation führt dazu, dass der Markt die Zinserwartungen absenkt. Das CME FedWatch Tool zeigt, dass der Markt derzeit nur mit einer weiteren Zinserhöhung in diesem Jahr rechnet und die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September nahezu bei 50% liegt. Trotz der schwächeren Inflationsdaten im Juni bleibt der CPI weiterhin über dem 2%-Ziel der US-Notenbank. Casanova ist der Ansicht, dass diese Konstellation dem Gold letztlich Auftrieb verleihen kann.

Sie erklärt, dass bei längerem Stillhalten der US-Notenbank die Realzinsen auf niedrigem Niveau verharren oder gar negativ werden könnten – was typischerweise ein besonders günstiges makroökonomisches Umfeld für Gold ist. In solchen Situationen übernimmt Gold häufig eine zentrale Rolle beim Diversifizieren und Absichern von Portfolios.

Minenaktien bleiben im Bewertungs-Vorteil

Vor dem Hintergrund der Konsolidierung des Goldpreises sieht Casanova Goldminenaktien als interessante Alternative zu physischem Gold und betont weiterhin signifikantes Wertpotenzial in der Branche. Die Bewertung von Goldaktien ist im Vergleich zu historischen Maßstäben immer noch niedrig, während die finanzielle und operative Gesamtlage des Sektors historisch stark ist.

Sie erklärt, dass die aktuell eingepreisten Annahmen vorsichtiger sind als die durch den Spot-Goldpreis implizierten Erwartungen. Bei heutigem Goldpreis generieren diese Unternehmen bereits rekordhohe Cashflows, und die Quartalsergebnisse des ersten Quartals 2026 spiegeln dies wider. Zudem prognostiziert sie, dass die durchschnittlichen All-In Sustaining Costs (AISC) der Branche im Jahr 2026 unter 2000 US-Dollar bleiben dürften. Das bedeutet: Auch wenn der Goldpreis bei 4000 US-Dollar verbleibt, bleiben die Gewinnmargen groß und die Unternehmen können weiterhin Wachstum finanzieren, Dividenden zahlen und Aktien zurückkaufen.

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