FT: Circle hatte vorübergehend Krypto-Fundkonten mit Tether-Unterstützung gesperrt und erhielt später Unterstützung durch eine Schiedsentscheidung.
BlockBeats berichtete am 15. Juli unter Berufung auf die Financial Times, dass der Stablecoin-Emittent Circle Ende 2023 den von Tether unterstützten Krypto-Fonds Heka Funds gesperrt hat. Grund hierfür war der Verdacht, dass dieser durch umfangreiche Arbitragegeschäfte den Markt manipulierte und Tether half, seinen Marktanteil auszuweiten.
Den Unterlagen zufolge fiel der USDC während der Silicon Valley Bank (SVB) Krise 2023 zeitweise unter die 1-Dollar-Bindung. Heka kaufte fortlaufend große Mengen rabattierter USDC und tauschte sie bei Circle gegen US-Dollar ein. Circle stellte fest, dass das Rücknahmevolumen von Heka deutlich über dem anderer Marktteilnehmer lag, und vermutete, dass die Gelder letztlich an Tether weitergeleitet wurden, um die USDT-Marktkapitalisierung zu erhöhen.
Die Schiedsunterlagen offenbaren zudem, dass Tether etwa 800 Millionen US-Dollar in Heka investierte, was rund 75 % des Fondsvermögens entsprach, und auf die Gebühren für die Stablecoin-Prägung verzichtete. Der Schiedsrichter befand, dass Heka die unterstützende Rolle von Tether nicht ordnungsgemäß offengelegt habe und wusste, dass diese Informationen bei Circle Besorgnis hervorrufen würden.
Im Jahr 2024 leitete Heka ein Schiedsverfahren wegen der gesperrten Konten ein und forderte Schadensersatz in Höhe von rund 49 Millionen US-Dollar für entgangene Gewinne. Im Februar dieses Jahres wies der Schiedsrichter sämtliche Forderungen von Heka zurück, stellte böswilliges Verhalten fest und verpflichtete Heka zur Zahlung von etwa 166.000 US-Dollar an Anwalts- und Sachverständigengebühren an Circle. Heka bestreitet Marktmanipulation und erklärt, niemals Ziel einer regulatorischen Untersuchung gewesen zu sein; Circle lehnt eine Stellungnahme ab, Tether hat auf Medienanfragen nicht reagiert.
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