EUR/JPY fällt nahe 184,00, da Aussagen von BoJ-Chef Ueda den japanischen Yen stärken
EUR/JPY gibt nach, da Yen nach BoJ-Kommentaren erstarkt
Das Währungspaar EUR/JPY gab nach den moderaten Gewinnen der vorherigen Sitzung zurück und wurde während der asiatischen Handelsstunden am Montag in der Nähe von 184,00 gehandelt. Der Rückgang erfolgt, da der japanische Yen (JPY) nach Äußerungen von Bank of Japan (BoJ)-Gouverneur Kazuo Ueda an Auftrieb gewinnt.
Gouverneur Ueda betonte, dass Schwankungen am Devisenmarkt einen erheblichen Einfluss auf die japanische Wirtschaft und das Preisniveau haben. Er unterstrich, dass die BoJ Währungsbewegungen genau beobachten werde – was viele als ein Zeichen dafür deuten, dass Beamte eingreifen könnten, um starke, einseitige Bewegungen des Yen zu verhindern.
Das am Montag veröffentlichte “Summary of Opinions“ der BoJ-Sitzung im März offenbarte, dass mehrere Board-Mitglieder weiterhin optimistisch sind, was die Aussicht auf eine weitere Straffung der Geldpolitik in Kürze betrifft. Ein Politiker schlug vor, dass weitere Zinserhöhungen gerechtfertigt wären, falls die Wirtschafts- und Inflationsprognosen erfüllt werden, während ein anderer darauf hinwies, dass der Zeitpunkt zukünftiger Anhebungen von Faktoren wie den Entwicklungen im Nahen Osten, Lohntrends, Inflation und den allgemeinen Finanzbedingungen abhängen werde.
In Europa äußerte François Villeroy de Galhau, Mitglied des Rats der Europäischen Zentralbank und Gouverneur der Bank von Frankreich, dass die Verantwortlichen bereit seien zu handeln, falls die durch Energiekosten getriebene Inflation weiter um sich greife. Er erwähnte zudem, dass der jüngste Energieschock im Zusammenhang mit dem Konflikt im Iran die Inflation kurzfristig nach oben treiben dürfte – die EZB den anfänglichen Effekt jedoch nicht verhindern könne.
Marktteilnehmer richten ihren Fokus nun auf die vorläufigen Inflationsdaten Deutschlands für den März, einschließlich des harmonisierten Verbraucherpreisindex (HICP) und des Verbraucherpreisindex (CPI), die später heute veröffentlicht werden. Diese Datenpunkte dürften eine Schlüsselrolle bei der Formulierung von Erwartungen hinsichtlich zukünftiger geldpolitischer Entscheidungen der Europäischen Zentralbank spielen.
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