Africrypt-Gründer zurück in Südafrika Jahre nach Zusammenbruch der Plattform: Bericht
Südafrikas sogenannte „Bitcoin Brothers“, Raees und Ameer Cajee, sind laut einer neuen TV-Untersuchung Jahre nach dem Zusammenbruch ihrer Krypto-Investmentplattform Africrypt still und leise ins Land zurückgekehrt.
Ein am Sonntag ausgestrahlter Beitrag des Investigativprogramms Carte Blanche berichtete, dass das Paar innerhalb des abgeschlossenen Zimbali Estate in KwaZulu-Natal wohnt, wie MyBroadband am Montag meldete. Laut dem Bericht versuchten Journalisten, das Grundstück zu betreten, wurden jedoch von privatem Sicherheitspersonal aufgehalten.
Das Team verfolgte die Brüder Berichten zufolge auch zu einem Urlaubsort in Umhlanga sowie zu einer aktuellen Adresse in Johannesburg, konnte jedoch keinen direkten Kontakt herstellen.
Gerhard Botha, ein Anwalt, der einen Investor vertritt, der angeblich rund 50 Millionen US-Dollar verloren hat, sagte, dass die rechtlichen Dokumente bisher noch nicht zugestellt wurden. „Sie können sich schützen. Sie haben Sicherheit. Weil sie Geld haben“, sagte Botha dem Programm.
Cointelegraph wandte sich für eine Stellungnahme an Kanzleien, die betroffene Investoren vertreten, hatte jedoch bis zur Veröffentlichung keine Antwort erhalten.
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Africrypt versprach monatliche Renditen von 13%
Die Cajees betrieben Africrypt zwischen 2019 und 2021 und bewarben die Plattform als renditestarken Krypto-Investmentdienst. Investoren wurden monatliche Renditen von bis zu 13 % durch ein firmeneigenes Handelssystem versprochen, das angeblich auf künstlicher Intelligenz basierte. Das Unternehmen akzeptierte Einzahlungen sowohl in südafrikanischen Rand als auch in Kryptowährungen.
Africrypt brach am 13. April 2021 zusammen, als die Gründer die Nutzer darüber informierten, dass die Plattform gehackt und ihre Bestände gestohlen worden seien. Wochen später verließen die Brüder Südafrika und reisten schließlich über die Malediven nach Dubai, während Reisebeschränkungen wegen der Pandemie galten.
Frühe Medienberichte vermuteten, dass bis zu 3,6 Milliarden US-Dollar verschwunden seien, doch spätere Untersuchungen bezifferten den Betrag laut MyBroadband eher auf 40 bis 50 Millionen US-Dollar. Die genaue Höhe der Verluste der Investoren bleibt unbekannt.
Der Fall erregte internationale Aufmerksamkeit, da die Gründer mehrere Rechtssysteme durchquerten, darunter Tansania und die Vereinigten Arabischen Emirate. Ameer Cajee wurde später 2021 in der Schweiz festgenommen, als er Schließfächer besuchte, von denen angenommen wird, dass sie Hardware Wallets mit Kryptowährungen enthalten. Er wurde Monate später gegen Kaution freigelassen.
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Südafrika warnt: Krypto und Stablecoins bergen neue Risiken
Im November 2025 identifizierte Südafrikas Zentralbank digitale Vermögenswerte und Stablecoins als aufkommendes Risiko für das Finanzsystem, da die Krypto-Adoption zunimmt. In ihrem zweiten Finanzstabilitätsbericht für 2025 erklärte die South African Reserve Bank, dass die Nutzerzahlen auf den drei größten Krypto-Börsen des Landes bis Juli 7,8 Millionen erreicht hätten, mit etwa 1,5 Milliarden US-Dollar, die Ende 2024 in Verwahrung gehalten wurden.
Die Bank warnte, dass die grenzüberschreitende Natur von Krypto es ermöglichen könnte, Kapitalflusskontrollen zu umgehen. Der Bericht stellte außerdem fest, dass US-Dollar-gebundene Stablecoins Bitcoin (BTC) und andere große Token zunehmend als Haupthandelspaare auf lokalen Plattformen verdrängt haben, da sie geringere Volatilität aufweisen.
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