Über Kryptowährungen hinaus: Wie tokenisierte Vermögenswerte den Markt leise neu gestalten
Die Tokenisierung entwickelt sich rasch zum zentralen Antrieb für die Weiterentwicklung der Finanzinfrastruktur. Ihr Einfluss könnte über kurzfristige Schwankungen hinausgehen und tiefgreifende Auswirkungen auf die Marktstruktur, Liquidität und den globalen Kapitalfluss haben.
Die Tokenisierung entwickelt sich rasch zum zentralen Treiber der Weiterentwicklung der Finanzinfrastruktur. Ihr Einfluss könnte kurzfristige Schwankungen übersteigen und die tiefgreifende Logik von Marktstruktur, Liquidität und globalen Kapitalströmen berühren.
Autorin:Fabienne van Kleef
Übersetzung: AididioJP, Foresight News
In einem aktuellen Interview analysierte Fabienne van Kleef, Senior Analystin bei Global Digital Finance, eingehend den Stand tokenisierter Vermögenswerte, deren Anwendungsszenarien sowie das potenzielle transformative Potenzial für die Finanzmärkte. Sie betonte, dass die Tokenisierung sich rasch zum zentralen Treiber der Weiterentwicklung der Finanzinfrastruktur entwickelt und ihr Einfluss kurzfristige Schwankungen übersteigen und die tiefgreifende Logik von Marktstruktur, Liquidität und globalen Kapitalströmen berühren könnte.
Die Tokenisierung entwickelt sich rasant. Manche (wie der CEO von BlackRock) behaupten, ihre Bedeutung könnte künftig sogar die der Künstlichen Intelligenz übertreffen. Wie sehen Sie diesen Trend?
Paula Albu: Ja, die Tokenisierung erhebt sich als transformative Kraft rasant im Finanzsektor. Laut Branchenstudien von 21.co ist der Markt für tokenisierte Vermögenswerte von 8,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 auf über 23 Milliarden US-Dollar bis Mitte 2025 gewachsen. Prognosen zeigen, dass das potenzielle Gesamtmarktvolumen der Tokenisierung von Vermögenswerten – einschließlich Anleihen, Fonds, Immobilien und Private Markets – innerhalb von zehn Jahren mehrere zehn Billionen US-Dollar erreichen könnte. Larry Fink, CEO von BlackRock, erklärte, der Einfluss der Tokenisierung könnte sogar größer sein als der von Künstlicher Intelligenz, was die enorme Bedeutung dieses Trends unterstreicht. Die Tokenisierung verändert die Art und Weise, wie Werte dargestellt und übertragen werden, und ihr Einfluss ist mit der Umgestaltung des Informationsaustauschs durch das Internet vergleichbar. Bei entsprechender Grundlage hat die Tokenisierung das Potenzial, das globale Finanzsystem tiefgreifend zu transformieren.
Was sind derzeit die wichtigsten Anwendungsszenarien für tokenisierte Vermögenswerte und welche Herausforderungen bestehen?
Paula Albu: Die derzeit aktivsten Anwendungen der Tokenisierung konzentrieren sich vor allem auf Finanzinstrumente, bei denen Effizienz und Liquidität entscheidend sind. Tokenisierte Geldmarktfonds und Anleihen sind typische Beispiele. Diese Fonds können bereits auf mehreren Blockchains betrieben werden, ermöglichen nahezu sofortige Abwicklung von Transaktionen und unterstützen neue Cash-Management-Prozesse, bei denen Stablecoins für Zeichnung und Rücknahme von Fondsanteilen verwendet werden. Die Tokenisierung von Staatsanleihen, Immobilien und Privatkrediten als Beispiele für reale Vermögenswerte schreitet ebenfalls voran. Ihr Vorteil liegt in der Unterstützung von fragmentiertem Eigentum und der Bereitstellung eines 24/7-Handelsmarktes, wodurch traditionell illiquide Vermögenswerte neue Investitionskanäle erhalten und ihre Liquidität verbessert wird.
Dennoch bestehen weiterhin Herausforderungen. Regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen holen zwar auf, aber der Fortschritt variiert je nach Rechtsraum, was Unsicherheiten mit sich bringt. Die rechtliche Anerkennung von digitaler Verwahrung oder Blockchain-Aufzeichnungen unterscheidet sich von Land zu Land, was bedeutet, dass tokenisierte Vermögenswerte bei grenzüberschreitenden Transaktionen unterschiedlich behandelt werden könnten. Aus technischer Sicht bleiben Interoperabilität und Sicherheit der Vermögenswerte Schwerpunkte, auch wenn viele Interoperabilitätsprobleme bereits als lösbar gelten. Die branchenspezifischen Sandbox-Tests von Global Digital Finance für tokenisierte Geldmarktfonds haben dies bewiesen und erfolgreiche Praxisbeispiele für plattformübergreifende Übertragungen geliefert. Insgesamt hat die Tokenisierung in Schlüsselbereichen wie Fondsmanagement und Anleihenmärkten bereits Wert geschaffen, aber um diese Erfolge zu skalieren, sind weitere Regelungsabstimmungen und umfassende Upgrades der bestehenden institutionellen Infrastruktur erforderlich, um die genannten Herausforderungen zu bewältigen.
Wie beeinflusst die Tokenisierung den US-Dollar und die traditionellen Devisenmärkte?
Paula Albu: Die Tokenisierung verwischt die Grenzen zwischen traditionellen Währungen und Wertübertragungen, wobei der US-Dollar im Zentrum dieses Wandels steht. Die meisten Stablecoins werden explizit durch den US-Dollar und kurzfristige US-Staatsanleihen als Reserve gestützt, was die Dollarisierung im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr weiter vorantreibt. Bis 2025 werden die Reserven (hauptsächlich US-Staatsanleihen) hinter den wichtigsten US-Dollar-Stablecoins so umfangreich sein, dass die von Stablecoin-Emittenten gehaltene Gesamtmenge an US-Staatsanleihen die Bestände von Ländern wie Norwegen, Mexiko oder Australien übersteigt.
Für die traditionellen Devisenmärkte bringt die Verbreitung der Tokenisierung sowohl Chancen als auch Anpassungsbedarf. Einerseits ermöglichen digitale Währungsformen, insbesondere US-Dollar-Stablecoins und die sich entwickelnden Wholesale-Central-Bank-Digital-Currencies, schnellere und effizientere Devisentransfers. Dies umfasst die nahezu sofortige, rund um die Uhr mögliche Abwicklung von Transaktionen zwischen verschiedenen Währungen, ohne auf Korrespondenzbanken angewiesen zu sein.
Unabhängig von der Entwicklung bleibt die Regulierung jedoch ein Schlüsselfaktor. Regierungen weltweit wollen sicherstellen, dass Stablecoins als vertrauenswürdige Währungsformen in verschiedenen Märkten zirkulieren können. So hat beispielsweise die kürzlich in den USA verabschiedete „GENIUS Bill“ die Anforderungen an Reserven und Rücknahme von US-Dollar-basierten Stablecoins klargestellt und damit die dringend benötigte regulatorische Klarheit geschaffen. Wir erwarten, dass dies das Vertrauen in die großflächige Nutzung tokenisierter US-Dollar stärken wird.
Insgesamt wird die Tokenisierung voraussichtlich nicht die traditionellen Währungen vollständig ersetzen, sondern vielmehr zu einem Devisenumfeld führen, in dem der Einfluss des US-Dollars stark bleibt oder sogar weiter zunimmt. Die Abwicklung wird zunehmend in Echtzeit erfolgen, und die Märkte müssen sich an ein neues System anpassen, in dem souveräne Währungen und ihre digitalen Token-Versionen nahtlos über interoperable Netzwerke zirkulieren.
Was passiert, wenn jedes Unternehmen oder jede Institution digitale Wallets zur Verwaltung tokenisierter Vermögenswerte nutzt?
Paula Albu: Wenn in Zukunft jedes Unternehmen eine digitale Wallet zur Verwaltung tokenisierter Vermögenswerte besitzt, stehen wir vor einer völlig neuen Finanzlandschaft: stärker vernetzt, mit sofortigen Transaktionen und einem höheren Maß an Dezentralisierung. In diesem Szenario werden die Rollen von Verwahrstellen und Wallet-Anbietern von entscheidender Bedeutung sein. Sie entwickeln sich von reinen Verwahrern zu zentralen Infrastruktur- und Dienstleistungsanbietern, die die Sicherheit, Compliance und Interoperabilität der Wallets und der darin enthaltenen Vermögenswerte gewährleisten.
In der Praxis bedeutet die weitverbreitete Nutzung digitaler Wallets, dass Werte wie E-Mails einfach im Netzwerk übertragen werden können. Die Echtzeitabwicklung reduziert das Kontrahentenrisiko erheblich und setzt Kapital frei. Finanzverantwortliche von Unternehmen können tokenisierte Anleihen oder Forderungen direkt verwalten und Peer-to-Peer-Transaktionen oder Kreditgeschäfte mit minimaler Reibung durchführen. Natürlich erfordert dies die Etablierung allgemeiner Protokolle, regulierter digitaler Identitätsrahmen und eine klare rechtliche Anerkennung von On-Chain-Transaktionen.
Wie beeinflusst die Tokenisierung die Sekundärmärkte und die Liquidität institutioneller Investoren?
Paula Albu: Die Tokenisierung hat das Potenzial, die Liquidität der Sekundärmärkte erheblich zu steigern, insbesondere bei traditionell illiquiden oder komplex zu handelnden Vermögenswerten. Durch die Umwandlung von Vermögenswerten in digitale Token werden fragmentiertes Eigentum und nahezu rund um die Uhr mögliche Transaktionen möglich, was den Kreis potenzieller Käufer und Verkäufer erweitert. Erste Anzeichen sind bereits sichtbar: Die Abwicklung von tokenisierten Fonds und Staatsanleihen kann nahezu sofort erfolgen, im Gegensatz zu mehreren Tagen im traditionellen Modell, sodass Investoren ihr Kapital schneller umschichten können. Eine aktuelle Analyse von Global Digital Finance zeigt, dass die Abwicklung von Anteilen tokenisierter Geldmarktfonds nur wenige Sekunden dauert, während traditionelle Geldmarktfonds in der Regel einen bis drei Tage benötigen.
Es ist jedoch zu beachten, dass die Liquidität auf den Tokenisierungsmärkten in der Anfangsphase möglicherweise fragmentiert ist. Viele tokenisierte Vermögenswerte existieren derzeit auf unterschiedlichen Blockchains oder in geschlossenen Netzwerken, was die Liquidität einschränkt. Die für institutionelle Investoren erforderliche echte Liquidität hängt vom Marktvertrauen ab. Große Akteure müssen sicher sein, dass diese Token einen legitimen Anspruch auf die zugrunde liegenden Vermögenswerte darstellen und dass die Abwicklung endgültig ist. Dennoch ist die Perspektive optimistisch. Mit zunehmender Standardisierung und ausgereifter Infrastruktur wird die Tokenisierung die Sekundärmärkte reibungsloser machen und so die Liquidität von Vermögenswerten wie Private Equity bis hin zu Infrastrukturprojekten freisetzen. Derzeit ermutigen wir die Branche, gemeinsame Standards und plattformübergreifende Integrationslösungen zu entwickeln, um zu verhindern, dass Liquidität auf einer einzelnen Chain oder in einer Jurisdiktion gefangen bleibt.
Welche Strategien können die Beteiligung institutioneller Akteure an tokenisierten Märkten fördern und deren Liquidität steigern?
Paula Albu: Der Schlüssel zur institutionellen Akzeptanz tokenisierter Märkte liegt in der koordinierten Entwicklung und Reife von Regulierung, Verwahrung und Infrastruktur. Regulatorische Koordination ist die Grundlage. Institutionen benötigen einheitliche, grenzüberschreitende rechtliche Definitionen zu Eigentum, Verwahrung, Abwicklung und Asset-Klassifizierung, um mit Vertrauen zu agieren. Ohne diese Grundlage kann der Tokenisierungsmarkt nicht skalieren, da Institutionen mit Unsicherheiten hinsichtlich Rechtsdurchsetzung, Risikomanagement und nahtloser grenzüberschreitender Transaktionen konfrontiert sind.
Auch das Verwahrmodell entwickelt sich rasant weiter. Wie im gemeinsamen Bericht von Global Digital Finance, International Swaps and Derivatives Association und Deloitte „Decrypting Digital Asset Custody“ hervorgehoben wird, sind die meisten institutionellen Verwahrungsrahmen bereits in den Bereichen Kundensegregation, Schlüsselmanagement und operative Kontrolle grundlegend etabliert. Der Bericht betont, dass viele Prinzipien der traditionellen Verwahrung auf digitale Vermögenswerte anwendbar sind und neue Fähigkeiten erforderlich sind, um Risiken wie Wallet-Management, Governance verteilter Ledger-Netzwerke und die effektive Trennung von Kunden- und Unternehmensvermögen zu steuern.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Kapitalmanagement. Dabei geht es darum, wie das Risikoexposure tokenisierter Vermögenswerte gemäß aufsichtsrechtlichen Rahmenwerken wie den „Prudential Standards for Cryptoassets“ des Basler Ausschusses klassifiziert wird, was die Höhe des regulatorischen Kapitals bestimmt, das Banken halten müssen. Die jüngste Überprüfung dieses Standards hat die Unterscheidung zwischen tokenisierten traditionellen Vermögenswerten und risikoreichen Krypto-Assets weiter geklärt. In diesem Rahmen sollten vollständig gedeckte und regulierte tokenisierte Vermögenswerte (wie tokenisierte Geldmarktfonds) der Gruppe 1a zugeordnet werden und somit die gleiche Kapitalbehandlung wie ihre nicht-tokenisierten Pendants erhalten.
Interoperabilität ist ein weiterer entscheidender Katalysator. Die Fragmentierung des aktuellen Ökosystems begrenzt die Liquidität, daher sind allgemeine Standards und plattformübergreifende Abwicklungswege von entscheidender Bedeutung. Initiativen wie Fnality und verschiedene Pilotprojekte für Zentralbank-Digitalwährungen haben bereits gezeigt, dass atomare, nahezu sofortige Abwicklungen die Reibung reduzieren können. Das Tokenized Money Market Fund-Projekt von Global Digital Finance liefert konkrete Beispiele. In der branchenspezifischen Sandbox wurden tokenisierte Geldmarktfondsanteile erfolgreich zwischen mehreren heterogenen Distributed-Ledger- und traditionellen Systemen (darunter Ethereum, Canton, Polygon, Hedera, Stellar, Besu und das institutionelle Cash-Netzwerk Fnality) übertragen, was beweist, dass tokenisierte Fonds plattformübergreifend frei zirkulieren können. Nachfolgende Simulationstests gingen noch weiter und verbanden das SWIFT-Nachrichtensystem mit den Arbeitsabläufen für tokenisierte Sicherheiten, sodass ein vollständiger Zyklus vom bilateralen zum dreiseitigen Repo innerhalb einer Minute abgeschlossen werden konnte. Diese Ergebnisse zeigen, dass Interoperabilität in der Praxis bereits möglich ist und, sobald sie vom Markt breit angenommen wird, eine großflächige Liquidität unterstützen kann.
Mit Blick auf die Zukunft: Welche transformativsten Auswirkungen erwarten Sie bis 2026 durch die Tokenisierung?
Paula Albu: Bis 2026 wird die Tokenisierung beginnen, die täglichen Abläufe der Märkte tiefgreifend zu beeinflussen. Die unmittelbarste Veränderung ist die Umstellung auf programmierbare und meist Echtzeit-Abwicklungen, die durch tokenisiertes Bargeld, Stablecoins oder Zentralbank-Digitalwährungen ermöglicht werden.
Wir erwarten, dass traditionell illiquide Vermögenswerte breitere Investitionskanäle erhalten. Die Fragmentierung in Bereichen wie Private Equity, Infrastruktur und Privatkrediten wird diese Märkte für ein breiteres Spektrum institutioneller Akteure öffnen und ihre Liquidität erhöhen.
Gleichzeitig werden die regulatorischen Rahmenbedingungen in den wichtigsten Rechtsräumen klarer, was Institutionen das Vertrauen gibt, von Pilotprojekten zur vollständigen Integration überzugehen. Verwahrstellen werden ihre digital-nativen Dienstleistungen ausbauen, die Bedienung von Smart Contracts unterstützen und die Mechanismen zur Wiederherstellung von Vermögenswerten stärken.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Alle Augen sind auf Washington gerichtet: Kommt nächste Woche die „Superwoche der Zentralbanken“ mit einer Zinserhöhungswelle der G7?
Angesichts steigender Inflation, geopolitischer Konflikte und Ölpreisen über 100 erlebt die G7-Zentralbanken eine entscheidende Zinsentscheidungswoche. Angetrieben durch eine über den Erwartungen liegende Kerninflation wird von der Federal Reserve die erste Zinserhöhung seit drei Jahren erwartet; die Bank of Japan dürfte die Zinsen auf 1,25 % anheben, den höchsten Stand seit 30 Jahren; auch die hawkische Haltung der Zentralbanken Großbritanniens, Europas und Kanadas wird gleichzeitig verstärkt. Die globale Geldpolitik steht vor einem bedeutenden kollektiven Wendepunkt hin zu einer restriktiveren Ausrichtung.
Wird die Fed die Zinsen „kontinuierlich anheben“? Wird sich der „Straffungszyklus“ der späten 1980er Jahre wiederholen?
Ein Bericht von Citi weist darauf hin, dass das aktuelle makroökonomische Umfeld dem restriktiven Zyklus von 1988-1989 sehr ähnlich ist: Damals blieb die Wirtschaft widerstandsfähig, und der Inflationsdruck baute sich schrittweise auf, bevor die wirtschaftliche Aktivität nachließ und die Politik auf eine Lockerung umschwenkte. Während des restriktiven Zyklus damals erhöhte die Federal Reserve die Zinssätze 16 Mal in Folge.
Erzrivalen vereinen sich selten! Elon Musk und Sam Altman unterstützen Dario Amodeis Aufruf zur globalen Verlangsamung von KI
Anthropic Amodei ruft zu einer weltweiten Verlangsamung von KI auf, und die Rivalen Musk sowie Altman treten überraschend gemeinsam öffentlich für diese Initiative ein. Die drei großen Akteure stimmen darin überein, Dritten „Mitarbeiter-Level“-Bewertungsrechte zu gewähren und eine koordinierte Drosselung umzusetzen; Altman kündigte darüber hinaus direkt an, dass OpenAI dieses Jahr keinen Börsengang anstrebt. Der wütende Rücktritt eines Forschers und das kollektive Ausbrechen unkontrollierbarer KIs entfachten die lang angestaute Panik in der Branche.
Die jüngste Einschätzung von Goldman Sachs: Steigende Zinssätze ≠ Rückgang der US-Aktien, Gewinnwachstum ist der Schlüssel zum Bullenmarkt.
Goldman Sachs ist der Ansicht, dass hohe Zinssätze Gegenwind für den Aktienmarkt darstellen, aber keinen Bullenmarkt beenden. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe ist auf 5,3% gestiegen, aber historische Daten zeigen, dass die durchschnittliche Rendite der US-Aktien 12 Monate nach einer Zinserhöhung +9% beträgt. Die Bilanzen der Unternehmen sind auf dem stärksten Stand seit 20 Jahren, Investitionen in KI und eine Welle von Übernahmen treiben die Gewinnerwartungen weiterhin an. Es wird erwartet, dass der Gewinn pro Aktie im S&P 500 im Jahr 2026 340 US-Dollar erreichen wird, ein Wachstum von 24% gegenüber dem Vorjahr.
