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Geografische Karte von Krypto-Betrug: Von Silicon Valley bis Mumbai, Betrug kennt keine Grenzen

Geografische Karte von Krypto-Betrug: Von Silicon Valley bis Mumbai, Betrug kennt keine Grenzen

ForesightNews 速递ForesightNews 速递2025/11/26 16:03
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Von:ForesightNews 速递

41% kommen aus Asien, 28% aus Nordamerika; die geografischen Zuordnungen sind reine Lügen.

41% aus Asien, 28% aus Nordamerika – geografische Etiketten sind reine Lügen.


Autor: Mars_DeFi

Übersetzung: Chopper, Foresight News


In den frühen Tagen der Kryptowährungsentwicklung glaubten viele, dass Betrug ein unvermeidlicher Preis für Innovation sei und dass „Rug Pulls“ oder „Exit Scams“ nur auf einige wenige Kriminelle in den unregulierten Ecken des Internets beschränkt seien.


Doch im Laufe der Jahre haben unabhängige Ermittlungsjournalisten wie ZachXBT eine beunruhigende Wahrheit ans Licht gebracht: Krypto-Betrug ist längst globalisiert.


Allein zwischen 2022 und 2025 hat ZachXBT 118 verschiedene Arten von Finanzbetrugsfällen dokumentiert – von NFT-Rug Pulls im Millionenbereich bis hin zu komplexen, kettenübergreifenden Geldwäsche-Netzwerken. Seine Untersuchungsberichte decken Betrüger auf allen Kontinenten auf: von Memecoin-Projektteams, die von Silicon-Valley-Influencern unterstützt werden, über Telegram-Betrugsbanden in Mumbai bis hin zu Pump-and-Dump-Gruppen in Istanbul.


Die Konsistenz der Daten ist schockierend: Kein Land oder Gebiet ist vor Betrügern sicher.


Der Mythos der regionalen Betrüger


Die kürzlich eingeführte Standortanzeige-Funktion auf der Social-Media-Plattform X sollte eigentlich für mehr Transparenz sorgen, hat jedoch Diskussionen über fremdenfeindliche Stimmungen ausgelöst.


Viele Nutzer begannen, andere aufgrund des Herkunftslandes ihres Accounts anzugreifen, insbesondere Konten aus Indien, Nigeria und Russland, und stempelten die gesamte Bevölkerung dieser Länder als „Betrüger“ ab.


Doch die Untersuchungen von ZachXBT erzählen eine ganz andere Geschichte. Hier eine kurze Zusammenfassung der Daten aus den letzten drei Jahren:


Von den 118 verifizierten Betrugsfällen:


  • Etwa 41% stammen aus Asien (Indien, China, Südostasien)
  • Etwa 28% stammen aus Nordamerika
  • Etwa 15% stammen aus Europa
  • Etwa 10% betreffen Afrika
  • Etwa 6% sind aufgrund von Mixern oder Privacy Coins nicht nachverfolgbar, Identität anonym


Auch die regionale Verteilung der Betrüger in diesen 118 Berichten ist bemerkenswert:


Geografische Karte von Krypto-Betrug: Von Silicon Valley bis Mumbai, Betrug kennt keine Grenzen image 0

Regionale Verteilung der von ZachXBT identifizierten Krypto-Betrüger


Die Daten zeigen kein spezifisches Problemgebiet, sondern einen global verbreiteten Mangel an Moral.


Die obigen Daten enthüllen eine in Online-Diskussionen oft übersehene Tatsache: Obwohl Afrikaner (insbesondere Nigerianer) häufig und zu Unrecht als Krypto-Betrüger abgestempelt werden, sieht die Realität ganz anders aus.


Das zeigt: Krypto-Betrug ist kein regionales, sondern ein grenzüberschreitendes, sprach- und kulturübergreifendes globales Problem.


Krypto-Betrug aus makroökonomischer Perspektive


Geografische Karte von Krypto-Betrug: Von Silicon Valley bis Mumbai, Betrug kennt keine Grenzen image 1



1) Länder mit dem höchsten durchschnittlichen Verlust pro Opfer (Januar 2025 bis Juni 2025)


Für diejenigen, die Nigeria oder Indien blind beschuldigen, ist das erste Diagramm schockierend genug. Die zehn Länder mit dem höchsten durchschnittlichen Verlust pro Opfer sind:


  • Vereinigte Arabische Emirate – ca. 78.000 US-Dollar
  • USA – ca. 77.000 US-Dollar
  • Chile – ca. 52.000 US-Dollar
  • Indien – ca. 51.000 US-Dollar
  • Litauen – ca. 38.000 US-Dollar
  • Japan – ca. 26.000 US-Dollar
  • Iran – ca. 25.000 US-Dollar
  • Israel – ca. 12.000 US-Dollar
  • Norwegen – ca. 12.000 US-Dollar
  • Deutschland – ca. 11.000 US-Dollar


Ist es Ihnen aufgefallen? Nigeria taucht in dieser Liste überhaupt nicht auf, während die Vereinigten Arabischen Emirate, die USA, mehrere europäische und asiatische Länder prominent vertreten sind.


Wenn die Stereotypen stimmen würden, müssten Nigeria oder Indien an der Spitze stehen – dem ist aber nicht so.


2) Weltkarte der Opfer von Wallet-Betrug (2022–2025)


Wenn wir den Blick auf die Gesamtzahl der Opfer weltweit richten, wird die geografische Verteilung noch deutlicher. Opfer gibt es in Nordamerika, Südamerika, Europa, dem Nahen Osten, Nordafrika und Asien.


Regionen mit besonders vielen Opfern sind: Westeuropa und Osteuropa, Nordamerika, Teile Asiens, Naher Osten und Nordafrika.


Und Afrika? Im Vergleich zu Europa, Amerika und Asien ist die Gesamtzahl der betroffenen Wallets in Afrika deutlich geringer. Das ist keine subjektive Einschätzung, sondern ein objektiver Fakt, den die Karte zeigt.


3) Regionen mit dem schnellsten Wachstum an Krypto-Betrugsopfern (2024–2025 im Jahresvergleich)


Das dritte Diagramm zeigt die Regionen mit dem schnellsten Wachstum, die jährlichen Wachstumsraten der Opfer sind:


  • Osteuropa – ca. 380%
  • Naher Osten und Nordafrika – ca. 300%
  • Zentral-/Südasien und Ozeanien – ca. 270%
  • Nordamerika – ca. 230%
  • Lateinamerika – ca. 200%
  • Asien-Pazifik – ca. 140%
  • Europa (gesamt) – ca. 120%
  • Subsahara-Afrika – ca. 100%


Wieder einmal: Afrika steht beim Wachstum an letzter Stelle. Gleichzeitig gilt:


  • Europa sowie Naher Osten und Nordafrika führen beim Opferwachstum weltweit
  • Nordamerika und Lateinamerika folgen dicht dahinter
  • Asien-Pazifik und Indien liegen im Mittelfeld
  • Afrika ist die am wenigsten betroffene Region im gesamten Datensatz


Wenn Nigeria das globale Zentrum des Betrugs wäre, würde Afrika in dieser Rangliste nicht ganz unten stehen.


Die Wahrheit ist: Krypto-Betrug ist kein Problem Nigerias oder Indiens, sondern ein globales Problem.


Die Daten zerstören die Stereotypen vollständig:


  • Die Länder mit dem höchsten Verlust pro Opfer sind weder afrikanische noch indische Staaten
  • Die Regionen mit dem schnellsten Wachstum sind nicht Afrika oder Indien
  • Afrika hat die niedrigste jährliche Wachstumsrate der Opfer


Warum also werden Nigerianer und Inder zu Unrecht als „Betrüger“ abgestempelt? Weil Menschen oft emotional urteilen statt auf Basis von Beweisen; weil ein einziger viraler Betrugsfall einer Region schnell zum Stigma für 200 Millionen Menschen wird – Vorurteile verbreiten sich im Netz schneller als die Wahrheit.


Laut den Daten:


  • Nigeria gehört nicht zu den Ländern mit den höchsten Verlusten.
  • Das Wachstum der Betrugsopfer in Afrika ist am niedrigsten.
  • Die Statistiken für Europa und Nordamerika sind schlimmer.
  • Die Vereinigten Arabischen Emirate und Indien sind mit besonders wertvollen Diebstählen konfrontiert.


Wenn es in einer Region die meisten Betrüger gäbe, wäre auch die Zahl der Opfer dort besonders hoch (Betrüger agieren meist in ihrem vertrauten Umfeld). Doch Afrika und Indien zeigen dieses Muster überhaupt nicht.


Wenn Nigerianer und Inder genauso pauschalisieren würden wie andere, könnten sie den Finger auf Europa, die USA, Südamerika, den Nahen Osten und Nordafrika richten.


Doch sie tun es nicht, denn verantwortungsbewusste Menschen wissen: Betrüger gibt es überall – in jeder Ethnie, jeder Region, jedem Land; Opfer gibt es weltweit; keine Gruppe sollte wegen der Taten einiger weniger Krimineller stigmatisiert werden.


Die jüngsten Beiträge von @TheQuartering und anderen, die „indische Betrüger“ kritisieren (x.com/TheQuartering/status/1992098997281194375), zeigen deutlich, wie Fremdenfeindlichkeit das echte Leid der Menschen ausnutzt. Eine ganze Nation oder Community als kriminell darzustellen, verschärft nur das Leid.


ZachXBTs Untersuchungen decken ebenso Betrügereien von US-YouTubern, europäischen DeFi-Entwicklern und asiatischen Marketinggruppen auf. Krypto-Betrug wird nicht durch Nationalität bestimmt, sondern ist das Ergebnis von ungezügelter Anonymität, Gier und mangelnder Regulierung.


Wie können wir es besser machen?


Für die Reife des Kryptomarktes braucht es nicht nur Regulierung, sondern auch einen kollektiven moralischen Wandel. Konkret kann man Folgendes tun:


  • Transparenz statt Nationalitätsvorurteile: Fordern Sie öffentliche Audits, KYC und On-Chain-Transparenz von Projektgründern, statt nach Nationalität zu urteilen.
  • Unterstützen Sie investigative Berichterstattung: Ermittler wie ZachXBT und kleine Detektiv-Communities haben bereits Millionen an potenziellen Verlusten verhindert. Wir sollten ihre Arbeit verbreiten, nicht nationalistische Parolen.
  • Stets vorsichtig bleiben: Betrachten Sie jedes Projekt als potenziellen Betrug, bis dessen Zuverlässigkeit bewiesen ist.
  • Melden statt verspotten: Nutzen Sie Verifizierungs- oder Meldekanäle bei verdächtigen Accounts, statt Hass zu verbreiten.


Fazit


Kryptowährungen wurden aus dem Ideal der Dezentralisierung und Freiheit geboren, doch ohne Rechenschaftspflicht sind diese Ideale zu einem globalen Ausbeutungsinstrument verkommen. In jeder Region gibt es Betrüger, in jeder Region gibt es Opfer. Lassen wir uns nicht auf „On-Chain-Fremdenfeindlichkeit“ ein.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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