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"10.11" Rückblick und Überlebensleitfaden für die Überlebenden

"10.11" Rückblick und Überlebensleitfaden für die Überlebenden

深潮深潮2025/10/16 02:04
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Von:深潮TechFlow

Wie sollte man in Kryptowährungen in der Zeit nach dem Crash investieren?

Was soll man als Krypto-Investor in der Zeit nach dem Crash tun?

Autor: Route 2 FI

Übersetzung: Saoirse, Foresight News

Redaktioneller Hinweis: Nachdem der Kryptomarkt am „10.11“ einen massiven Einbruch erlebte und Altcoins im Durchschnitt um 62% einbrachen, reflektiert der Autor aus der Perspektive eines Betroffenen die Überlebenslogik: vom unerwarteten Überleben durch Delta-neutrale Strategien bis hin zu einer tiefgehenden Reflexion über den Einsatz von Hebelwirkung und Marktspekulation. Der Artikel beleuchtet sowohl die Belastungsprobe für DeFi- und Perpetual-Contract-Plattformen als auch die zentrale Frage, dass Leidenschaft die Überlebenden der Branche antreibt. Nachfolgend die vollständige Übersetzung:

In letzter Zeit denke ich oft über meine Lebensentscheidungen nach – in den vergangenen vier Jahren habe ich mich fast vollständig dem Kryptobereich verschrieben, und „vollständig“ ist dabei keineswegs übertrieben: Ich habe kaum andere Hobbys, und der Großteil meiner wachen Zeit dreht sich direkt oder indirekt um Kryptowährungen: Handel erforschen, neue Protokolle testen, mit anderen kommunizieren, Inhalte auf X posten, Meinungen anderer lesen, Branchen-Newsletter durchstöbern und Podcast-Transkripte lesen (ich bevorzuge Text, weil ich fünfmal schneller lese als Videos schaue oder Audios höre).

Ich liebe den Prozess des Strebens wirklich, man könnte sogar sagen, ich bin ein wenig besessen. Das bedeutet nicht, dass ich nur Kryptowährungen als Interesse habe, aber derzeit ist es definitiv mein zentraler Fokus. Vielleicht werde ich eines Tages in der Zukunft müde davon und werde dann Wochen oder Monate damit verbringen, über meine Lebensrichtung nachzudenken, um schließlich ein neues Ziel zu finden. Rückblickend ist meine Besessenheit von Zahlen und Spekulation jedoch offensichtlich.

Der Crash am „10.11“ war erschreckend, aber ich kam fast unversehrt davon. Am Wochenende hatte ich auf der Lighter-Plattform eine Delta-neutrale Strategie eingesetzt, meine Short-Positionen wurden nicht wie auf Hyperliquid und anderen Plattformen automatisch liquidiert; auf der Long-Seite hielt ich nur Spot-Assets. Bei Bybit hatte ich keine Perpetual-Positionen offen, und am Tag vor dem Crash schloss ich eine nicht unbedeutende DOGE/BTC-Paar-Position – ursprünglich nur, um ein ruhiges Wochenende zu haben. Im Nachhinein betrachtet, hätte ich diese Position nicht geschlossen, hätte ich wohl erhebliche Verluste erlitten. Mein Überleben diesmal war also durchaus auch Glückssache.

Normalerweise verwende ich einen niedrigen Hebel von 2-3x, um die erforderliche Margin auf zentralisierten (CEX) oder dezentralisierten Börsen (DEX) zu reduzieren. Dennoch hat mich dieser Crash schockiert: Altcoins fielen im Durchschnitt um 62%, einige Coins sogar um 85%-99% – das bedeutet, dass alle gehebelten Long-Trader „liquidiert“ wurden. In den letzten Jahren sind viele aggressive Trader (in der Szene als „degenerierte“ oder „degens“ bezeichnet) in den Kryptomarkt geströmt, kämpften zunächst im Solana-Bereich und wagten sich dann an Perpetual Contracts. Heute ist gehebelter Handel zur Norm geworden, auch ich nutze täglich Hebel. Manche mögen diesen Tradern mangelndes Risikomanagement vorwerfen, aber aus meiner Sicht ist ein Hebel von 2-3x bereits recht konservativ. Und ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass die Leute wegen dieses Crashs auf Hebel verzichten werden – in 1-2 Wochen werden die aggressiven Trader zurück sein, als wäre nichts passiert.

Stellen Sie sich vor, wie man bei einem durchschnittlichen Altcoin-Einbruch von 63% (und das ist nur der Durchschnitt, die meisten Coins fielen noch stärker) Risiken absichern soll? Das ist einfach verrückt.

Wer bleibt also nach diesem Crash noch in diesem Zyklus „im Spiel“?

Die Antwort sind die „stur und vorsichtigen“: Sie halten hauptsächlich Spot-Assets und beobachten neue Coins oder Projekte lange, bevor sie investieren. Sie springen nicht blind auf den Zug auf, erzielen daher selten extrem hohe Renditen, aber ihr Portfolio wächst Jahr für Jahr stabil durch Zinseszins.

Am stärksten betroffen sind die Perpetual-Trader; ironischerweise stehen viele „Altcoin-Fans“ (wie Trader im Solana-Bereich) relativ gut da – weil sie meist ohne Hebel handeln. Natürlich haben einige von ihnen auch Perpetual Contracts gehandelt, und wenn ja, haben sie wahrscheinlich große Verluste erlitten. Aber die meisten bleiben bei Spot, und selbst wenn sie Verluste machen, verlieren sie nicht alles.

Für dezentrale Perpetual-Börsen (Perp DEX) ist die Auswirkung dieses Crashs bemerkenswert: Auf Hyperliquid wurden Short-Positionen automatisch liquidiert, was dem Plattform-Token HLP Gewinne bescherte; auf Lighter wurden Short-Positionen nicht liquidiert, was zu Verlusten beim Plattform-Token LLP führte. Niemand kann derzeit die Zukunft der dezentralen Perpetual-Börsen vorhersagen, aber dieser „10.11“-„Stresstest“ hat der Branche viele wertvolle Erfahrungen und Verbesserungsmöglichkeiten hinterlassen. Zum Beispiel: Muss das Buyback-Modell des HYPE-Tokens angepasst werden? Ist ein 100%-Buyback nachhaltig?

Werde ich aufhören, Hebel zu verwenden? Die Antwort ist nein. Ich weiß, dass ich für alle meine Trades und Entscheidungen verantwortlich bin, Risiko ist immer vorhanden – ohne Risiko gibt es auch keine Rendite.

Für den DeFi-Bereich erwarte ich in Zukunft eine Welle von Liquidationen. Obwohl DeFi beim „10.11“-Crash gut abgeschnitten hat, hat sich die Panik auf dem Markt ausgebreitet, und viele werden ihre Assets lieber in der eigenen Wallet halten als sie Dritten anzuvertrauen. Glücklicherweise blieb USDe in diesem Ereignis stabil. Meiner Meinung nach ist Ethena das „Rückgrat“ des DeFi-Bereichs – es stützt das gesamte DeFi-Ökosystem, und wenn Ethena Probleme bekommt, wird es Kettenreaktionen auslösen (zum Beispiel hängen 70% des gesamten TVL von Pendle an Ethena).

Mit Blick auf die Zukunft überlege ich ständig, welche Altcoins einen Kauf wert sind. Derzeit tendiere ich zu MNT und zu den „alten“ Tokens, die schon lange existieren. Außerdem denke ich, dass der „Altcoin-Spekulationsboom“ in Zukunft abkühlen wird, daher werden PUMP und Fartcoin nicht zu meinen Hauptinvestments gehören. Derzeit halte ich hauptsächlich Stablecoins und plane, einen „reinen News-/Narrativ-getriebenen“ Handelsansatz zu verfolgen – dieser bringt vielleicht nicht die höchsten Renditen, schützt mein Kapital aber kurzfristig gut.

Abschließend möchte ich sagen:

Die meisten Menschen erreichen ihre finanziellen Ziele nicht, weil sie nicht die Eigenschaften erfolgreicher Menschen besitzen.

Deine Konkurrenten sind diejenigen, die „für diesen Bereich geboren“ wurden: Sie achten nicht auf Arbeitszeiten und geben bei Schwierigkeiten nicht auf. In guten Zeiten werden sie nicht nachlässig, in schlechten Zeiten geben sie nicht auf – das ist längst ihr Lebensrhythmus.

Reichtum ist vielleicht ihr oberflächliches Ziel, aber was sie wirklich antreibt, ist „der Prozess des Strebens“, „die Freude am Wachstum“, „das Verfeinern von Fähigkeiten“ und das stille Verbessern ihrer Expertise, wenn niemand zusieht.

Sie sind nicht besessen vom „Endziel“, sondern lieben „die Landschaft auf dem Weg“.

Deshalb können sie weiter „gewinnen“, wenn andere müde werden oder aufgeben – nicht, weil sie „gewinnen müssen“, sondern weil sie sich nicht vorstellen können, dieses geliebte „Spiel“ zu verlassen.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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