Russischer Rubel-gestützter Stablecoin A7A5 bewegt 6 Milliarden Dollar trotz US-Sanktionsüberprüfung
Inhalt
Umschalten- Schnelle Übersicht
- Stablecoin mit Bezug zu sanktionierten Börsen
- On-Chain-Taktiken verschleiern Geldflüsse
Schnelle Übersicht
- Der Stablecoin A7A5 bewegte 6 Milliarden US-Dollar, trotz Verbindungen zu sanktionierten russischen Unternehmen.
- 80% seines Angebots wurden nach US-Sanktionen zerstört und neu ausgegeben.
- Blockchain-Aktivitäten zeigen Versuche, die Rückverfolgbarkeit von Geldern zu verschleiern.
Ein an den russischen Rubel gekoppelter Stablecoin, A7A5, hat laut einem neuen Bericht der Financial Times seit seiner Einführung im August 2025 mehr als 6 Milliarden US-Dollar an grenzüberschreitenden Transaktionen ermöglicht, obwohl er mit unter US-Sanktionen stehenden Unternehmen in Verbindung gebracht wird. Der Token ist Berichten zufolge zu einem wichtigen Instrument in Russlands Bemühungen geworden, internationale Finanzbeschränkungen zu umgehen und Liquidität im globalen Handel aufrechtzuerhalten.
Vom Kreml unterstützter Krypto-Coin bewegt 6 Milliarden US-Dollar trotz US-Sanktionen
— Financial Times (@FT) 6. Oktober 2025
Stablecoin mit Bezug zu sanktionierten Börsen
Von der FT analysierte Blockchain-Daten zeigen, dass A7A5 eng mit mehreren sanktionierten Unternehmen verbunden ist, darunter die Krypto-Börsen Grinex und Garantex sowie die staatlich unterstützte russische Promsvyazbank. Das US-Finanzministerium sanktionierte Grinex im August und bezeichnete es als Nachfolger von Garantex – einer Plattform, die beschuldigt wird, illegale Transaktionen im Zusammenhang mit Hacking, Drogenhandel und Terrorismusfinanzierung abgewickelt zu haben. Garantex wurde ursprünglich im März 2022 nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine auf die schwarze Liste gesetzt, als Teil der umfassenderen Maßnahmen Washingtons gegen Krypto-Kanäle, die sanktionierten Handel ermöglichen.
Nach den jüngsten Sanktionen wurden Berichten zufolge über 80% des gesamten A7A5-Angebots zerstört und neu ausgegeben. Blockchain-Aufzeichnungen zeigen, dass mit Grinex verbundene Wallets mithilfe einer Smart-Contract-Funktion namens „destroyBlackFunds“ auf null gesetzt wurden. Aus dem Umlauf genommene Token wurden als „dirtyShares“ gekennzeichnet, bevor sie an neue Wallet-Adressen mit der Bezeichnung „TNpJj“ neu ausgegeben wurden, wodurch ihre Transaktionshistorie effektiv gelöscht wurde.
On-Chain-Taktiken verschleiern Geldflüsse
Im Gegensatz zu traditionellen Token-Transfers, die transparente On-Chain-Verbindungen aufrechterhalten, unterbricht diese Methode der Zerstörung und Neuausgabe die Rückverfolgbarkeit zwischen alten und neuen Wallets, was es schwierig macht, den Geldfluss nachzuvollziehen. Analysten sagen, dass dieser Schritt eine bewusste Strategie widerspiegelt, um Verbindungen zu auf der schwarzen Liste stehenden Unternehmen zu verschleiern und die Auswirkungen der Sanktionsdurchsetzung zu minimieren.
Der Bericht der Financial Times fügte hinzu, dass A7A5, das sowohl auf Tron als auch auf Ethereum läuft, diese Taktiken möglicherweise nach der Untersuchung der Schließung von Garantex übernommen hat, was auf einen ausgefeilteren Ansatz zur Umgehung westlicher Finanzaufsicht hindeutet.
Trotz verschärfter Sanktionen und verstärkter Kontrolle steigt die Akzeptanz von Kryptowährungen in Russland weiterhin stark an. Russen halten nun gemeinsam geschätzte 25,4 Milliarden US-Dollar in digitalen Vermögenswerten, was vor allem durch institutionelle Zuflüsse und die Suche nach Alternativen zum globalen Bankensystem getrieben wird.
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