Das Cybersicherheitsunternehmen RedLattice plant einen Börsengang durch eine Fusion mit SPAC Bold Eagle (BEAG.US), wobei die Bewertung 1,25 Milliarden US-Dollar beträgt.
Das von einer Private-Equity-Gesellschaft unterstützte Cyberabwehr-Technologieunternehmen RedLattice wird durch eine Fusion mit der SPAC Bold Eagle Acquisition Corp. an die Börse gehen.
Wie von mit der Angelegenheit vertrauten Personen berichtet, wird das von einer Private-Equity-Gesellschaft unterstützte Cyberabwehrtechnologieunternehmen RedLattice durch einen Zusammenschluss mit dem Blankoscheck-Unternehmen (SPAC) Bold Eagle Acquisition Corp. (BEAG.US) an die Börse gehen. Laut diesen Personen wird RedLattice bei diesem Deal mit etwa 1,25 Milliarden US-Dollar (einschließlich Schulden) bewertet, und die Transaktion könnte bereits am Montag bekannt gegeben werden. Die Insider teilten außerdem mit, dass durch die Transaktion insgesamt bis zu etwa 610 Millionen US-Dollar aufgebracht werden sollen. Davon entfallen 335 Millionen US-Dollar auf Zusagen neuer und bestehender Investoren und bis zu 275 Millionen US-Dollar aus dem Treuhandkonto von Bold Eagle.
Die auf Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung spezialisierte Private-Equity-Gesellschaft AE Industrial Partners erwarb im Jahr 2023 die Mehrheit an RedLattice. Nach Abschluss des Geschäfts wird AE Industrial Partners größter Anteilseigner des Unternehmens, während RedLattice-CEO Andy Boyd das fusionierte Unternehmen führen wird. Andy Boyd war zuvor Leiter des Cyber Intelligence Center der Central Intelligence Agency (CIA) der USA.
RedLattice mit Hauptsitz in Chantilly im US-Bundesstaat Virginia ist ein globales Verteidigungstechnologieunternehmen, das Geheimdienste, Strafverfolgungsbehörden und militärische Organisationen unterstützt. Laut der Unternehmenswebseite bietet RedLattice Cyber-Intelligence-Tools an, die von der US-Regierung und ihren Verbündeten genutzt werden.
Berichten zufolge hat AE Industrial Partners im Jahr 2024 das israelische Sicherheitsunternehmen Paragon für bis zu 900 Millionen US-Dollar übernommen und plant, dieses mit RedLattice zu fusionieren. Paragon wurde 2019 von Israels ehemaligem Premierminister Ehud Barak mitgegründet und bietet Werkzeuge an, mit denen Strafverfolgungs- und Geheimdiensteinrichtungen heimlich Nachrichten erreichen können, die über verschlüsselte Dienste auf Mobiltelefonen versendet werden. Die US-Behörde Immigration and Customs Enforcement schloss im Jahr 2024 einen 2-Millionen-US-Dollar-Deal zum Erwerb von Paragon-Tools ab. Der Deal wurde ursprünglich von der Biden-Regierung gestoppt, aber im vergangenen Jahr unter der Trump-Regierung wieder aufgenommen.
Bold Eagle sammelte 2024 im Rahmen des Börsengangs (IPO) 250 Millionen US-Dollar ein und wird von CEO Eli Baker sowie den Co-Vorsitzenden Harry Sloan und Jeff Sagansky geführt. Harry Sloan und Jeff Sagansky leiteten zuvor ein SPAC und schlossen 2019 den Zusammenschluss mit DraftKings ab.
Laut von SPAC Research zusammengestellten Daten wurden in diesem Jahr bisher 34 Zusammenschlussdeals durch SPAC-Initiatoren abgeschlossen – deutlich weniger als auf dem Höhepunkt im Jahr 2021, als rund 200 Blankoscheck-Gesellschaften Transaktionen durchführten. SPAC Research vermeldet, dass das Eagle Equity Partners-Team bereits 8 SPAC-Transaktionen abgeschlossen hat, wobei die Aktienkurse der meisten dieser Unternehmen nach dem Zusammenschluss positiv verliefen. Besonders erfolgreich waren DraftKings (DKNG.US) und Target Hospitality (TH.US), deren Aktienkurse sich jeweils mehr als verdoppelten im Vergleich zum Ausgabepreis von 10 US-Dollar beim IPO. Allerdings sank die Marktkapitalisierung von Ginkgo Bioworks (DNA.US) um mehr als 95 %, und auch langfristige Anleger von Skillz mussten nach der Umbenennung und Umstrukturierung in Firy (FIRY.US) vergleichbare Verluste hinnehmen.
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