Der Versuch, 4300 zu durchbrechen, scheitert – Gold befindet sich im "Kampf zwischen Bullen und Bären", während Goldman Sachs jedoch ein Kursziel von 4900 ausgibt
Am heutigen Donnerstag (24. September) während der asiatischen Handelssitzung schwankt der Goldpreis in einer engen Spanne und die Bullen und Bären liefern sich einen harten Kampf! Der aktuelle Spot-Goldpreis liegt bei 4290,99 US-Dollar pro Unze, was einem Tagesanstieg von 3,38 US-Dollar bzw. 0,08 % entspricht. Nach einem Sprung auf 4303,21 kam es zu einer Konsolidierung, wobei die Unterstützung bei 4273,50 solide gehalten wurde. Der Schlusskurs gestern lag bei 4287,61. Kurzfristig herrscht ein Patt zwischen Bullen und Bären, die Richtung ist noch unklar. Die Marke von 4300 bildet die entscheidende Trennlinie: Ein Durchbruch eröffnet Potential für neue Höchststände, ein Scheitern könnte zu einem Test der Unterstützung führen. Die endgültige Richtung bleibt bis zum Abend abzuwarten.
[Wichtige Nachrichten in Kürze]
Während sich der Markt weiterhin auf die Kerzencharts konzentriert, hat Goldman Sachs bereits das Augenmerk auf die „unsichtbaren Tresore“ der globalen Zentralbanken gelegt. Im aktuellen Research heißt es, dass der globale Kaufrausch der Zentralbanken bei Gold noch lange nicht vorbei ist und dass Chinas tatsächliche Käufe möglicherweise doppelt so hoch sind wie die offiziellen Angaben. Dies bildet das solide Fundament für einen Goldpreis, der bis Ende 2026 auf 4900 US-Dollar pro Unze steigen könnte.
Goldman Sachs entdeckte durch die Verfolgung der OTC-Ströme in London, dass China im Juli tatsächlich etwa 35 Tonnen Gold gekauft hat – fast das Doppelte der offiziell gemeldeten 17 Tonnen. Noch erstaunlicher ist der Anstieg des Goldbestands der Bank of England im gleichen Zeitraum um 63 Tonnen, deutlich mehr als der Abfluss aus dem New Yorker Tresor der Federal Reserve. Diese „nicht offengelegten“ Käufe bieten dem Goldpreis eine strukturelle Unterstützung, da Länder ihre Devisenreserven diversifizieren und geopolitische Risiken absichern. Gemäß dem Modell von Goldman Sachs ist der durchschnittliche monatliche Goldkauf der Zentralbanken weltweit auf 91 Tonnen gestiegen – mehr als das Fünffache des Durchschnitts vor 2022.
Neben den Zentralbanken ist die Richtungsentscheidung der Federal Reserve ein Schlüsselfaktor. Goldman Sachs erwartet, dass der Rückgang der Inflation die US-Notenbank in diesem Jahr zu einer abwartenden Haltung bewegen wird, was den bisherigen „Zins-Gegenwind“ für den Goldpreis beseitigt. Sollten die Zinsen stabil bleiben, könnten die in der ersten Jahreshälfte schwachen ETF-Anleger wieder einsteigen. Dieses doppelte Antriebsmodell „Zentralbanken + Privatanleger“ ist die zentrale Annahme für das 4900-Dollar-Ziel.
Goldman Sachs warnt besonders davor, dass sich am Goldoptionsmarkt ein „Volatilitäts-Sturm“ zusammenbraut. Mit dem sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach Call-Optionen sind die Market Maker gezwungen, zur Absicherung Spot-Gold zu kaufen, was die Rallye mechanisch verstärken könnte. Auf der anderen Seite könnte ein Preisrückgang durch entsprechende Glattstellungen den Abwärtsdruck verstärken. Das heißt: Auch auf dem Weg zu 4900 US-Dollar ist mit „wilden Schwankungen in beide Richtungen“ zu rechnen.
Wenn sich die Inflation als hartnäckig erweist und die Federal Reserve zu Zinserhöhungen zurückkehren muss, wird die Basiserwartung von Goldman Sachs herausgefordert. In diesem Fall sinkt der Reiz von Gold als Absicherung gegen Notenbankpolitik, ETF-Kapital könnte abfließen und der Goldpreis auf etwa 4440 US-Dollar korrigieren. Dennoch werden die Käufe der Zentralbanken weiterhin eine Untergrenze bilden, sodass der Preis über dem aktuellen Niveau bleibt.
Abschließend betont Goldman Sachs, dass Gold in privaten Portfolios nach wie vor untergewichtet ist, und dass geopolitische Risiken etwa durch die Lage im Iran die Diversifizierung der Vermögensallokation beschleunigen könnten. Dieses Zusammenspiel aus „Sicherheitsbedürfnis + Zentralbanken + Optionen“ stellt das potenzielle „Turbo“-Risiko für den Goldpreis dar.
[Aktuelle technische Analyse zu Spot-Gold]
Der Goldpreis bewegt sich in einer engen Spanne, Bullen und Bären verharren im Patt! Der aktuelle Spot-Goldpreis liegt bei 4290,99 US-Dollar pro Unze, mit einem Anstieg von 3,38 US-Dollar bzw. 0,08 % am Tag. Nach einem Hoch bei 4303,21 konsolidierte der Preis, wobei die Unterstützung unten bei 4273,50 stabil blieb. Die technischen Indikatoren deuten insgesamt auf eine bärische Tendenz hin: MACD, KDJ und RSI sowie weitere Indikatoren senden Verkaufssignale, die kurzfristige Dynamik ist begrenzt. Die 4300er-Marke bleibt der entscheidende Wendepunkt: Ein Ausbruch ebnet den Weg zu neuen Höchstständen, ein Fehlschlag könnte einen Test der Unterstützung auslösen.
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