Pfizer (PFE.US) teilt die Gewinne aus Preiserhöhungen im Ausland mit der US-Regierung: „Meistbegünstigten“-Vertrag enthüllt, über zwanzig Transaktionen bleiben weiterhin geheim
Laut Berichten wird Pfizer gemäß einem neuen Vertrag mit dem US-Gesundheitsministerium höhere Einnahmen aus dem Verkauf von Medikamenten im Ausland mit den USA teilen.
Berichten zufolge wird das US-Gesundheitsministerium (HHS) einen Teil der zusätzlichen Einnahmen erhalten, falls Pfizer (PFE.US) die Preise für Medikamente im Ausland erhöhen kann.
Dieser sogenannte „Meistbegünstigten“-Vertrag (most favored nation) wurde am vergangenen Samstag (19. September) von der Verbraucherschutzorganisation Public Citizen veröffentlicht – die Organisation hatte den Vertrag nach einer Klage auf Grundlage des Freedom of Information Act erhalten. Berichten zufolge veröffentlichte die Organisation Unterlagen im Zusammenhang mit den Verträgen von Pfizer und Eli Lilly (LLY.US); mehr als zwanzig weitere Vereinbarungen bleiben weiterhin vertraulich.
Den Berichten zufolge zeigt der Vertrag, dass Pfizer zugestimmt hat, einen Teil des Nettomehreinkommens aus Preiserhöhungen im Ausland mit dem HHS zu teilen. Diese Klausel gilt für bereits zugelassene Arzneimittel und tritt am 1. Januar 2026 in Kraft und läuft bis zum 20. Januar 2029. Die Aufteilung der Einnahmen, die betroffenen Medikamente und weitere Details wurden geschwärzt.
Laut dem Bericht erklärte Kush Desai, Sprecher des Weißen Hauses, in einer Stellungnahme: „Präsident Trump hat klargestellt, dass dies keine Einbahnstraße ist: Die Auslandspreise für Medikamente werden steigen, und amerikanische Patienten müssen nicht länger alleine die Last der weltweiten Innovation tragen. Ziel dieser Klauseln zu Auslandseinnahmen ist es sicherzustellen, dass zusätzliche Einkünfte durch Preiserhöhungen im Ausland amerikanischen Patienten zugutekommen — und nicht den Pharmaunternehmen.“
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