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OpenAI erwartet bis 2030 kumulierte Ausgaben von über 278 Milliarden US-Dollar, während das Umsatzziel im gleichen Zeitraum 350 Milliarden US-Dollar beträgt.

OpenAI erwartet bis 2030 kumulierte Ausgaben von über 278 Milliarden US-Dollar, während das Umsatzziel im gleichen Zeitraum 350 Milliarden US-Dollar beträgt.

华尔街见闻华尔街见闻2026/09/19 00:51
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OpenAI rechnet damit, in den nächsten fünf Jahren einen negativen freien Cashflow von bis zu 278 Milliarden US-Dollar zu erwirtschaften. Allein für Rechenleistung und Infrastruktur werden sich die kumulierten Ausgaben bis 2030 auf etwa 856 Milliarden US-Dollar belaufen. Das Unternehmen erwartet für 2030 einen Umsatz von 350 Milliarden US-Dollar, während für 2026 ein Umsatz von 36 Milliarden US-Dollar prognostiziert wird. Die kumulierten Einnahmen von 2026 bis 2030 belaufen sich voraussichtlich auf rund 840 Milliarden US-Dollar.

OpenAI strebt derzeit an, eine neue Finanzierungsrunde zu einer höheren Bewertung abzuschließen, während gleichzeitig bekannt wurde, dass der freie Cashflow in den kommenden fünf Jahren tief im Minus liegen und der langfristige Finanzierungsdruck beachtlich sein wird.

Am 18. September berichtete die Financial Times unter Berufung auf eine ihr vorliegende aktuelle Präsentation, dass OpenAI in den nächsten fünf Jahren mit einem negativen freien Cashflow von bis zu 278 Milliarden US-Dollar rechnet. Hauptgrund hierfür ist die massive Expansion von Rechenkapazität und Infrastruktur.

OpenAI rechnet mit einem Umsatz von 350 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030 und erwartet für 2026 36 Milliarden US-Dollar. Innerhalb von sechs Jahren wäre das nahezu eine Verzehnfachung, und die kumulierten Einnahmen von 2026 bis 2030 belaufen sich auf rund 840 Milliarden US-Dollar.

Parallel dazu verhandelt das ChatGPT-Mutterunternehmen aktuell mit Investoren über eine neue Finanzierungsrunde. Eine potenzielle Bewertung von 1,2 Billionen US-Dollar wurde bereits erwähnt, und Personen aus dem Umfeld des Unternehmens berichten, dass OpenAI eine Transaktion zu noch höherer Bewertung anstrebt.

Dieses Vorhaben bedeutet, dass OpenAI in den kommenden Jahren weiterhin auf externe Kapitalzuflüsse angewiesen sein wird. Nach der im März abgeschlossenen Finanzierung in Höhe von 122 Milliarden US-Dollar geht das Unternehmen nach aktuellem Investitionstempo davon aus, dass diese Mittel bereits 2028 aufgebraucht sein könnten – eine direkte Belastung für die bestehenden Finanzierungsstrukturen und Hardware-Beschaffungsverträge.

Rasantes Umsatzwachstum kann Kostendruck kaum abfedern

Die Umsatzperspektive von OpenAI bietet dennoch Lichtblicke. Laut den Unterlagen soll der Umsatz von 36 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr bis 2030 auf 350 Milliarden US-Dollar steigen.

Im Juli, mit Veröffentlichung neuer Modelle, wuchs der annualisierte Umsatz von OpenAI im Vergleich zum Vormonat um etwa 20 %.

Erwähnenswert ist, dass frühere Prognosen vom Mai dieses Jahres für die fünf Jahre noch von einem negativen freien Cashflow von bis zu 305 Milliarden US-Dollar ausgingen. Die aktuell niedrigere Zahl spiegelt bis zu einem gewissen Grad bessere Fortschritte bei der Kommerzialisierung wider als ursprünglich angenommen.

Dennoch übersteigen die Ausgaben von OpenAI bei weitem das Umsatzwachstum. Den Unterlagen zufolge werden allein für Rechenkapazitäten und Infrastruktur die kumulierten Ausgaben bis 2030 etwa 856 Milliarden US-Dollar erreichen, was das mit Abstand größte Einzelbudget darstellt.

Konkurrenzdruck zwingt zu Preissenkungen, Finanzierungsbedarf akut

OpenAI sieht sich beim Umsatzwachstum zugleich einem zunehmend harten Marktumfeld ausgesetzt.

Um Unternehmens­kunden zu gewinnen, hat das Unternehmen die Produktpreise drastisch gesenkt: Einerseits um Marktanteile gegen US-Konkurrent Anthropic zu verteidigen, andererseits im Wettbewerb mit günstigen “Open-Weight”-Modellen zu bestehen. Der anhaltende Preiskampf schmälert jedoch die Gewinnspanne und erhöht die Abhängigkeit von externer Finanzierung weiter.

Die Finanzlage von OpenAI betrifft eine weitreichende Wertschöpfungskette.

Wie die Financial Times berichtet, setzen Tech-Giganten wie Nvidia, Oracle und das Rechenzentrumsgeschäft von SoftBank einen erheblichen Teil ihrer langfristigen Umsatzerwartungen auf mit OpenAI geschlossene Verträge.

Sollte die Finanzierungsdynamik bei OpenAI ins Stocken geraten, würde dies die Erwartungen dieser Unternehmen unmittelbar belasten.

Auf Ebene der Kapitalmärkte hatte OpenAI ursprünglich geplant, im Herbst dieses Jahres an die Börse zu gehen und im Juni vertraulich einen Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Der Prozess wurde jedoch verschoben, offiziell mit Verweis auf wachsende Bedenken hinsichtlich der durch Künstliche Intelligenz ausgelösten Risiken.

Einigen Investoren zufolge spielt jedoch auch eine andere Überlegung eine Rolle: Im Unternehmen gibt es Zweifel daran, ob der Markt für ein dauerhaft verlustreiches Unternehmen eine angemessene Bewertung finden wird.

Unterdessen strebt Wettbewerber Anthropic einen Börsengang noch in diesem Herbst an und könnte dabei das Rekordvolumen für ein Tech-IPO erreichen – was die Entscheidung über das beste Timing für OpenAI zusätzlich erschwert.

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