Die US-Aktienmärkte nähern sich historischen Höchstständen, doch Kleinanleger werden zunehmend pessimistischer! Umfragen zeigen, dass der Anteil der Bären auf 53,3 % gestiegen ist, während die Bargeldquote deutlich zugenommen hat.
Die American Association of Individual Investors veröffentlichte am Freitag die neueste wöchentliche Umfrage. Diese zeigt, dass angesichts der anhaltend hohen Ölpreise und der ersten Zinserhöhung der Federal Reserve seit 2023 die Bärenstimmung der Anleger das höchste Niveau seit 2025 erreicht hat.
Laut Informationen von Zhihu Finance APP ergab die neueste wöchentliche Umfrage der American Association of Individual Investors (AAII), die am Freitag veröffentlicht wurde, dass die bärische Stimmung der Anleger auf das stärkste Niveau seit 2025 gestiegen ist, während die Ölpreise hoch bleiben und die Federal Reserve zum ersten Mal seit 2023 die Zinsen erhöht hat. Bemerkenswert ist der auffällige Gegensatz zwischen der anhaltenden Abkühlung der Anlegerstimmung und dem Umstand, dass der S&P 500 Index derzeit nur etwa 2 % unter seinem Allzeithoch liegt.
Die aktuelle Umfrage zeigt, dass 53,3 % der befragten Anleger erwarten, dass der Aktienmarkt sich in Zukunft schwach entwickeln wird – der Bären-Anteil liegt damit bei über der Hälfte; der Anteil der bullischen Anleger sank auf 28,8 % und erreichte damit den niedrigsten Stand seit einem Jahr. Daraus ergibt sich, dass die Differenz in der AAII-Umfrage zwischen Bull- und Bärenstimmung weiter zunimmt: Der bärische Anteil liegt 24,5 Prozentpunkte über dem bullischen – der pessimistischste Wert seit Mai 2025.
AAII-Vizepräsident Charles Rotblut erklärte, dieses Niveau sei „außergewöhnlich schwach“ – nicht nur der niedrigste Stand seit Mai 2025, sondern zudem bereits die neunte Woche in Folge unter dem historischen Durchschnittswert von 6,5 %.
S&P 500 nur rund 2 % unter Allzeithoch – Anlegerstimmung jedoch auf Jahrestief
Die deutlich eingetrübte Anlegerstimmung fällt in eine Phase mit erhöhter Volatilität an den US-Finanzmärkten seit Ende des Sommers. Zum einen halten sich die Ölpreise auf hohem Niveau und verstärken die Sorgen über den Inflationsdruck; zum anderen hat die Federal Reserve diese Woche zum ersten Mal seit 2023 die Zinsen angehoben und damit die Erwartung einer länger anhaltenden Hochzinsphase bei den Investoren weiter bestärkt.
Unter dem Einfluss mehrerer Faktoren zeigen sich US-Privatanleger spürbar vorsichtiger. Betrachtet man jedoch den Aktienmarkt selbst, so ergibt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen der Marktentwicklung und der Anlegerstimmung. Nach einer gewissen Volatilität seit Ende des Sommers liegt der S&P 500 Index weiterhin nur etwa 2 % unter dem Allzeithoch.
Anders ausgedrückt: Der US-Aktienmarkt hat noch keinen deutlichen Rücksetzer erlebt, aber der Bären-Anteil in der AAII-Umfrage hat bereits die 50 %-Marke überschritten, und der Unterschied zwischen Bull- und Bärenstimmung ist auf den niedrigsten Stand seit Mai 2025 gefallen. Diese Kombination aus „Index nahe dem Allzeithoch, aber Anlegerstimmung extrem pessimistisch“ rückt die aktuellen AAII-Daten in den Fokus des Marktes.
Mehr als die Hälfte der Anleger erhöht die Barquote – fast ein Fünftel „weit über normalem Niveau“
Neben den Stimmungsindikatoren zeigen auch die tatsächlichen Asset-Allokationen der Anleger eine Tendenz zur Defensive. Die neueste AAII-Umfrage ergab, dass mehr als die Hälfte der Befragten derzeit eine höhere Barquote als gewöhnlich hält. Davon gaben 19,1 % der Anleger an, ihr Barbestand sei „weit über dem normalen Niveau“.
Ein Anstieg der Cash-Quote bedeutet in der Regel, dass Anleger ihr Risiko in Anlageklassen reduzieren oder vorübergehend Liquidität zurückhalten, um auf bessere Einstiegschancen zu warten. Im Zusammenspiel mit dem Anstieg des Bären-Anteils auf 53,3 % zeigt die aktuelle Umfrage, dass Privatanleger nicht nur stimmungsmäßig vorsichtiger werden, sondern auch bei der Asset-Allokation ihre Defensive erhöhen.
Die AAII-Anlegerstimmungsumfrage ist jedoch nicht nur ein Indikator für den Optimismus oder Pessimismus am Markt, sondern wird von manchen Tradern auch als Kontraindikator genutzt.
Im Allgemeinen zeigt eine zu starke optimistische Stimmung, dass Anleger selbstzufrieden werden, während extrem niedrige Stimmungswerte darauf hindeuten, dass Angst und Vorsicht bereits weit verbreitet sind. Erreicht die bärische Stimmung also ein außergewöhnlich hohes Niveau, beobachten manche Investoren, ob der Markt bereits einen Großteil der negativen Erwartungen verarbeitet hat.
In dieser Umfrage liegt der Bären-Anteil um 24,5 Prozentpunkte über dem Bull-Anteil und damit weit unter dem historischen Durchschnitt, bei dem normalerweise der Bull-Anteil um 6,5 Prozentpunkte höher ist. Der S&P 500 Index liegt weiterhin nur rund 2 % unter dem Allzeithoch, was die deutliche Diskrepanz zwischen Marktperformance und Anlegerstimmung unterstreicht.
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