Die Gold-Bullenmarkt-Logik bleibt bestehen! Trotz „hawkisher Zinserhöhungen“ der Federal Reserve halten Goldman Sachs und UBS an ihrer optimistischen Position fest.
Quelle: Cailian Press
Obwohl die Federal Reserve am Mittwoch eine „falkenhafte Zinserhöhung“ durchgeführt hat, halten internationale Großbanken wie Goldman Sachs und UBS weiterhin an ihren langfristig optimistischen Aussichten für Gold fest.
Die Federal Reserve hat am Mittwoch die Zinsen um 25 Basispunkte auf 3,75%-4,00% erhöht und dies mit einer robusten Wirtschaftsaktivität, widerstandsfähigem Konsum und weiterhin hoher Inflation begründet. Dies war die erste Zinserhöhung der Zentralbank seit über drei Jahren; weitere Zinsschritte wurden in Aussicht gestellt. Das aktuelle „Dot-Plot“-Diagramm zeigt, dass 16 von 18 Entscheidungsträgern erwarten, dass die Zinsen bis Jahresende mindestens um weitere 25 Basispunkte angehoben werden.
Goldman Sachs hat kürzlich die Prognose einer „einmaligen Zinserhöhung“ durch die Federal Reserve aufgegeben und erwartet nun, dass die Zentralbank im Oktober erneut die Zinsen anhebt.
Üblicherweise sorgt ein höheres Zinsniveau dafür, dass zinstragende Anlagen attraktiver werden und die Nachfrage nach nicht verzinslichen Vermögenswerten wie Gold gedämpft wird.
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UBS prognostiziert, dass der Goldpreis bis Dezember 2026 4.600 US-Dollar je Unze erreicht, bis März 2027 auf 5.000 US-Dollar steigt, im Juni 2027 bei 5.200 US-Dollar liegt und im September 2027 bei 5.400 US-Dollar ankommt.
UBS-Stratege Giovanni Staunovo beschrieb die Zinserhöhung der Federal Reserve am Mittwoch als eine „falkenhafte Zinserhöhung, die ihre lange Pause beendete“.
Staunovo wies darauf hin, dass das aktuelle Umfeld „weiterhin kurzfristigen Abwärtsdruck auf Gold“ ausübt, da die realen US-Renditen steigen und der US-Dollar stärker wird, wodurch die Opportunitätskosten für das Halten nicht verzinslicher Anlagen wie Gold zunehmen. Er erwähnte, dass es im August trotz wachsender Marktbedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Federal Reserve und des Schuldenniveaus zu starken Zuflüssen in Gold-ETFs kam, jedoch könnten nach den „falkenhaften“ Signalen der dieswöchigen Sitzung Teile dieses Kapitals wieder abgezogen werden.
Trotz des kurzfristigen Drucks betonte Staunovo, dass die aktuelle Zinsentscheidung bereits weithin erwartet worden sei und den langfristigen Investitionswert von Gold nicht schmälere. Der Stratege hob hervor, dass wachsende globale Verschuldung, die Erwartung einer langfristigen US-Dollar-Schwäche und eine potenzielle Zinssenkung der Federal Reserve im kommenden Jahr entscheidende Faktoren für die anhaltende Investorennachfrage seien. Zusätzlich bilde geopolitische Unsicherheit einen weiteren unterstützenden Faktor.
Die Nachfrage der Zentralbanken bleibt eine wichtige Stütze für den Goldpreis. Staunovo erwartet, dass die jährlichen Goldkäufe der Zentralbanken 750 bis 1.000 Tonnen erreichen werden, was einen „wesentlichen strukturellen Rückhalt“ für den Goldpreis bietet.
Er betonte außerdem, dass die Widerstandsfähigkeit von Gold in Phasen steigender Realzinsen zeige, dass traditionelle zinsbasierte Bewertungsmodelle „nur einen Teil der Realität widerspiegeln“.
Sorgen um die Verfügbarkeit von Reserveanlagen, Sanktionsrisiken und Fragen der fiskalischen Nachhaltigkeit führen dazu, dass Marktteilnehmer die Konzentration auf US-Dollar-Anlagen schrittweise verringern. Die Nachfrage nach Gold, das nicht an die Kreditwürdigkeit einer Institution gebunden ist, wird dadurch gestärkt.
„Wir sind der Ansicht, dass die langfristigen Investitionsaussichten für Gold weiterhin positiv bleiben“, schrieb Staunovo und ergänzte, ein Rückgang des Goldpreises in Richtung 4.000 US-Dollar je Unze „bietet eine Gelegenheit, das Engagement zu erhöhen“.
Redakteur: Zhu Henan

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