US-Aktien bewegen sich: Nokia (NOK.US) steigt vorbörslich um fast 5% nach erweiterter Zusammenarbeit mit Microsoft, um AI Agent in Telekommunikationsnetze zu integrieren.
Nokia und Microsoft erweitern ihre Zusammenarbeit, um mithilfe von KI-Plattformen die Automatisierung von Telekommunikationsnetzen zu ermöglichen.
Der APP von智通财经 hat erfahren, dass Nokia (NOK.US) am Donnerstag die Erweiterung seiner Zusammenarbeit mit Microsoft (MSFT.US) angekündigt hat. Beide Unternehmen werden ihre jeweiligen Telekommunikationsdaten- und Analyseplattformen integrieren, um die Netzwerkautomatisierung in Multi-Vendor-Umgebungen zu unterstützen. Laut einer Mitteilung von Nokia kombiniert diese herstellerübergreifende und netzwerkdomänenübergreifende Lösung die Nokia Data Suite mit Microsoft Fabric. Zu den ersten Anwendungsfällen gehören die automatische Absicherung von VoNR (Voice over New Radio, 5G-Sprachdienste), die Optimierung des Funkzugangsnetzes (RAN) sowie prädiktive Wartung. Das Angebot ist inzwischen kommerziell verfügbar, und in Zukunft werden weitere autonome Netzwerkimplementierungen folgen. Nach Bekanntgabe der Nachricht stieg der Aktienkurs von Nokia am Donnerstag vorbörslich um etwa 5%.
Die Nokia Data Suite bietet einsatzbereite Telekommunikationsdatenprodukte mit „Glass-Box“-Datenqualitätskontrolle und branchenspezifischer semantischer Modellierung, um eine erklärbare KI-Entscheidungsfindung zu gewährleisten. Microsoft Fabric stellt eine einheitliche Datenplattform zur Verfügung, einschließlich OneLake-Speicher, Analysewerkzeuge sowie AI-native Anwendungen wie Microsoft 365 Copilot, Foundry und Power BI. Nokia erklärte, dass durch die Integration Betreiber innerhalb weniger Minuten verlässliche Daten erhalten können, anstatt – wie bisher – innerhalb mehrerer Wochen, was die Zeit für die Bereitstellung von Netzwerkdaten für KI-Anwendungen erheblich verkürzt.
Start mit Funkzugangsnetz und Störungsmanagement
Nach der Integration kann der AI Agent automatische Ursachenanalysen und Closed-Loop-Operationen im Netzwerk durchführen und dabei menschliche Überwachung beibehalten. Die Lösung ist für Umgebungen mit mehreren Anbietern und über verschiedene Netzwerkdomänen hinweg ausgelegt und unterstützt Public Cloud, Hybrid Cloud und lokale Implementierungen, damit Betreiber Automatisierung vorantreiben und gleichzeitig verschiedene regulatorische Anforderungen erfüllen können. Die Telekommunikationsdaten von Nokia können zudem mit Unternehmens-, IT- und Drittdaten in Microsoft Fabric zusammengeführt werden.
Die anfänglichen Implementierungen konzentrieren sich auf drei Szenarien: Erstens autonome VoNR-Absicherung, bei der der AI Agent Serviceprobleme erkennt, Ursachen analysiert und Lösungsvorschläge macht; zweitens Geo-Experience-Analysen, wobei AI Nutzer mit schlechter Funkleistung lokalisiert, Abdeckungs- und Kapazitätshotspots identifiziert und sowohl Netzwerkslice-Nutzer als auch typische 4G- und 5G-Nutzer berücksichtigt; drittens prädiktive Wartung und Störungsmanagement, wobei die Agenten auf Basis von historischen und Echtzeitdaten Probleme identifizieren, noch bevor Kunden beeinträchtigt werden. Darüber hinaus kann der AI Operations Assistant als Copilot für Netzwerktechniker fungieren, Kontextinformationen liefern, Aktionsvorschläge machen und automatisierte Arbeitsabläufe umsetzen.
Vivek Jaiswal, Senior Vice President Autonomous Networks bei Nokia, erklärte, dass beide Parteien gemeinsam daran arbeiten, Telekommunikationsnetze von statischer Infrastruktur zu einer „programmierbaren, AI-nativen Plattform“ weiterzuentwickeln und die richtigen Daten zum richtigen Zeitpunkt weltweit an Betreiber zu liefern. Laut ET Telecom sagte Silvia Candiani, Vice President Global Telecom and Media Business bei Microsoft, dass Betreiber bereit seien, KI von der Testphase in den täglichen Netzbetrieb zu bringen – was verlässliche Daten, starke Governance und eine skalierbare Plattform erfordert.
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