Inlandsbedenken über eine abschwächende Entwicklung der Computing-Power-Chain, eine schwache Immobilienkette im Inland, hohe Ölpreise und lockere Zinsen könnten die US-Inflation anheizen — 0916 Makroökonomische Übersicht
- Die industrielle Wertschöpfung in China im August hat sich saisonbereinigt stärker verbessert, das monatliche BIP ist auf etwa 4,5 % gestiegen. Ein Risikofaktor besteht darin, dass der Beitrag der Computing-Power-Industrie zum Wirtschaftswachstum nachlässt, während die Binnennachfrage noch nicht stark genug ist, um diese Rolle zu übernehmen. Die beschleunigte Umsetzung bestehender politischer Maßnahmen wird zum entscheidenden Faktor. Für das Gesamtjahr wird ein BIP-Wachstum von mindestens 4,6 % erwartet.
- Die Industrieproduktion im August zeigte im Jahresvergleich eine moderate Erholung, doch die Nachhaltigkeit bleibt abzuwarten. Die weitere Entwicklung der Auslandsnachfrage ist entscheidend. Die Immobilienverkäufe, Baubeginne und Fertigstellungen sind im Monatsvergleich jeweils rückläufig, die Stabilisierung der Immobilienpreise bleibt auf einen kleineren Bereich beschränkt. Der Einzelhandelsumsatz bleibt schwach, die endogene Konsumdynamik ist eher schwach. Die drei Hauptkomponenten der Investitionen in Anlagevermögen bleiben insgesamt schwach. Die politischen Instrumente sind von der Projektvorbereitung in die Umsetzungsphase von Mitteln übergegangen, aber auf der Kreditseite ist bislang kein zusätzlicher Finanzierungsschub erkennbar.
- Die Kernwarenpreise in den USA bleiben weiterhin stabil. Vor dem Hintergrund eines langfristig höheren Wirtschaftswachstums sind die Ölpreise nicht rechtzeitig zurückgegangen. Die aktuelle Phase hoher Ölpreise könnte sich daher anders auswirken als in den Jahren 2011 bis 2014. Der Leitzins bewegt sich an der Schwelle zur Lockerung. Sollte das BIP-Wachstum im dritten Quartal weiter steigen, würde der Leitzins ohne Zinserhöhung vollständig in den lockeren Bereich rutschen.
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