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Die globalen Anleihemärkte erleben einen "perfekten Sturm"! Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen steigt über 5% und erreicht damit den höchsten Stand seit 2007, die Aktienmärkte in Japan und Südkorea fallen gemeinsam, und der Brent-Ölpreis steigt erneut um fast 2%.

Die globalen Anleihemärkte erleben einen "perfekten Sturm"! Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen steigt über 5% und erreicht damit den höchsten Stand seit 2007, die Aktienmärkte in Japan und Südkorea fallen gemeinsam, und der Brent-Ölpreis steigt erneut um fast 2%.

华尔街见闻华尔街见闻2026/09/15 06:11
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Von:华尔街见闻

Die Überschreitung der 5%-Rendite bei US-Staatsanleihen ist das Ergebnis einer dreifachen Belastung durch steigende Ölpreise, expandierende staatliche Verschuldung und den Finanzierungsboom im Bereich AI. JPMorgan warnt, dass bei einer Rendite von 5,25% der Aktienmarkt „deutlich Verdauungsprobleme“ bekommen wird. Der Fokus der Märkte liegt nun auf der Entscheidung der Federal Reserve am Mittwoch; die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung liegt bereits über 90%. Analysten erwarten, dass die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen weiter in Richtung 5,5% steigen könnte.

Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe hat die Marke von 5 % durchbrochen und damit den höchsten Stand seit fast zwanzig Jahren erreicht. Der globale Anleihemarkt steht unter dem geballten Druck von steigenden Ölpreisen, expandierenden Staatsschulden und einem Finanzierungsboom rund um künstliche Intelligenz. Dieser Meilenstein sorgt nicht nur für sinkende Aktien- und Anleihemärkte in Asien, sondern lenkt den Fokus auf die Zinsentscheidung der Federal Reserve am Mittwoch – ein potenziell entscheidender Wendepunkt für den weiteren Verlauf des Anleihemarkts.

Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg am Dienstag um bis zu 4 Basispunkte auf 5,02 % und übertraf damit den Höchstwert von 2023 – erstmals seit 2007 wurde dieses Niveau erreicht. Den unmittelbaren Anstoß für den Anstieg lieferte der globale Ölpreis: Brent-Rohöl stieg um 1,6 % auf etwa 107,30 US-Dollar pro Barrel, eine wichtige saudische Pipeline bleibt nach einem Angriff weiterhin außer Betrieb und die Unsicherheiten bezüglich der Versorgung im Nahen Osten nehmen zu.

Die globalen Anleihemärkte erleben einen

Gleichzeitig ist die Rendite der japanischen 30-jährigen Staatsanleihe um 5,5 Basispunkte auf 4,12 % gestiegen, die Rendite der australischen zehnjährigen Staatsanleihe legte kräftig um 9 Basispunkte auf 5,42 % zu. Die Verkaufwelle am globalen Anleihemarkt kennt keine klaren Grenzen mehr. Die Turbulenzen im Anleihemarkt breiten sich rasch auf andere Anlageklassen aus. Der asiatische Aktienmarkt fiel insgesamt um 0,6 %, der japanische Topix-Index wurde um 0,7 % schwächer, der südkoreanische KOSPI sank zwischenzeitlich um mehr als 1,5 %, der australische ASX 200 verlor 1 %. Auch die US-Aktien-Futures tendierten schwächer, der S&P 500 Future sank um 0,3 %.

Neben dem Druck im Anleihemarkt sorgt die Debatte um eine Regulierung künstlicher Intelligenz ebenfalls für Volatilität. Bereits am Montag hatten globale Aktienmärkte nach Warnungen führender AI-Unternehmen allgemein nachgegeben – mehrere AI-Entwickler forderten eine Verlangsamung des technologischen Fortschritts, um ein unkontrolliertes und potenziell katastrophales Entgleisen von AI zu vermeiden. US-Präsident Trump attackierte daraufhin öffentlich die Haltung des Anthropic-CEO und verschärfte damit die politische Kontroverse um die Regulierung von künstlicher Intelligenz.

Chris Armstrong, Stratege bei Berenberg, kommentiert: „Die Märkte waren ohnehin schon sehr angespannt, wenn nun zentrale Akteure zum Bremsen aufrufen, erhöht das die Unsicherheit noch weiter.“

Überblick über die wichtigsten Märkte weltweit:

Aktien: S&P 500 Futures -0,3 %; Japan Topix -0,7 %; Australien ASX 200 -1 %; Euro Stoxx 50-Futures nahezu unverändert.

Anleihen: Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen +3 BP auf 5,02 %; Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen +2,5 BP auf 3,020 %; Rendite dreißigjähriger japanischer Staatsanleihen +5,5 BP auf 4,12 %; Rendite zehnjähriger australischer Staatsanleihen +9 BP auf 5,42 %.

Rohstoffe: West Texas Intermediate +1,8 % auf 103,17 US-Dollar/Barrel; Brent-Rohöl +1,6 % auf etwa 107,30 US-Dollar/Barrel; Gold nahezu unverändert bei rund 4.300 US-Dollar/Unze.

Devisen: Bloomberg Dollar Spot Index +0,1 %; Euro -0,1 % auf 1,1536 US-Dollar; Yen -0,3 % auf 154,75 pro US-Dollar; Australischer Dollar -0,3 % auf 0,7121 US-Dollar.

Kryptowährungen: Bitcoin -1,9 % auf 77.584,98 US-Dollar; Ethereum -3,1 % auf 2.491,97 US-Dollar.

Dreifacher Druck treibt Verkäufe am Anleihemarkt

Die aktuelle Verkaufswelle am globalen Anleihemarkt ist nicht auf einen einzelnen Faktor zurückzuführen, sondern das Ergebnis mehrerer struktureller Belastungen.

Laut Bloomberg werden die Öl- und Gaslieferungen im Nahen Osten seit einer US-Militäraktion gegen Iran Ende Februar weiterhin gestört, was zu einem kontinuierlichen Anstieg der globalen Anleiherenditen führt. Steigende Ölpreise verstärken unmittelbar die Inflationserwartungen und veranlassen Anleihehalter, höhere Renditen als Ausgleich zu fordern.

Zudem verschulden sich Unternehmen massiv, um Investitionen in künstliche Intelligenz zu finanzieren, was dem Markt zusätzliche Schuldtitel zuführt und die ohnehin starke US-Wirtschaft weiter anheizt. Es entsteht ein doppelter Nachteil: höhere Angebotsmenge und belastete Nachfrage.

Die Staaten erhöhen weiterhin das Volumen ihrer Schuldtitel – sowohl zur Refinanzierung fällig werdender Anleihen als auch zur Deckung von Haushaltsdefiziten. Die großen Zentralbanken haben ihre Quantitative-Easing-Aufkaufprogramme eingestellt, die Nachfrage der traditionellen Käufer sinkt, wodurch der Markt stärker auf preissensible Investoren angewiesen ist.

Phoebe White, Leiterin US-Zinsstrategie bei UBS, erklärt:

„Da es keinerlei Anzeichen für wirtschaftliche Schwäche gibt und das Angebot-Nachfrage-Verhältnis am US-Anleihemarkt sich grundlegend von 2007 unterscheidet, ist das Potenzial für einen Rückgang der Langfristzinsen sehr begrenzt. Die strukturelle Nachfrage von traditionellen Käufern wie ausländischen offiziellen Investoren für US-Staatsanleihen ist deutlich zurückgegangen.“

Bemerkenswert – Analysten weisen darauf hin, dass der Durchbruch der zehnjährigen US-Anleiherendite über 5 % die Bewertungslogik der Aktienmärkte in Frage stellt.

Laut Grace Peters, Global Head of Investment Strategy bei J.P. Morgan Private Bank: „Sollten die Anleiherenditen auf 5 % oder sogar 5,25 % steigen, erwarte ich deutliche schwierige Marktbedingungen für Aktien. Die 5-Prozent-Marke hat einen großen psychologischen Einfluss.“

Bloomberg-Markstratege Mark Cranfield stellt fest, dass die sich ausweitende Divergenz zwischen Öl und Gold darauf hindeutet, dass Makro-Trader künftig mit einer andauernden Entkopplung der Asset-Korrelationen leben müssen. „Sie verlieren das Vertrauen in einen 'Schutzmechanismus', der den Ölpreis bremst und die Risikobereitschaft im Markt wiederherstellt.“

Federal Reserve Entscheidung im Fokus der Märkte

Die Zinsentscheidung der Federal Reserve am Mittwoch ist aktuell die größte Unsicherheitsquelle für die Märkte. Die derzeitige Preisbildung zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei über 90 % liegt.

Vail Hartman, Stratege bei BMO Capital Markets, erklärt: „Falls die Federal Reserve diese Woche die Zinsen unverändert lässt, wird sie ihre Glaubwürdigkeit als Inflationsbekämpfer kaum wahren können. Der Markt reagiert nicht nur sensibel auf ein überraschendes Stillhalten, sondern ist ebenso anfällig gegenüber Signalen größerer Geduld durch die Dotplot oder Pressekonferenz – einer sogenannten 'dovish hike'.“

Xiao Cui, Senior Economist bei Pictet Wealth Management, schreibt in einer Analyse, dass Fed-Präsident Warsh bei der Jackson Hole Tagung die Hürde für eine Zinserhöhung bereits gesenkt habe; eine Nicht-Erhöhung würde die Glaubwürdigkeit der Institution untergraben und die Langfristzinsen weiter steigen lassen.

„Deshalb erwarten wir, dass Warsh in der Pressekonferenz eine hawkische Botschaft kommuniziert – nicht um die Markterwartungen für den Zinspfad zu übertreffen, sondern um das Bekenntnis der Federal Reserve zur Wahrung der Preisstabilität zu stärken und für die Langfristzinsen einen fixierenden Anker zu setzen.“

Zach Griffiths, Leiter Investment Grade und Makrostrategie bei CreditSights, sagt: „Aktuell treiben viele tiefliegende Faktoren die Zinsen weiter nach oben – das ist der Weg des geringsten Widerstands.“ Er erwartet, dass die Rendite der zehnjährigen Anleihe weiter auf 5,5 % steigen könnte.

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