Die Rohölförderung Saudi-Arabiens fällt auf ein 36-Jahres-Tief! Ölpreise steigen über 100 USD, weltweiter Inflations- und Zinserhöhungsdruck nimmt wieder zu
Saudi-Arabien hat der OPEC kürzlich bestätigt, dass seine tägliche Rohölproduktion im August um 1.9 Millionen Barrel drastisch reduziert wurde, und zwar auf 6.238 Millionen Barrel pro Tag.
Der APP von Zhihui Finance hat erfahren, dass Saudi-Arabien, das führende Mitglied der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), in letzter Zeit der OPEC bestätigt hat, die tägliche Rohölproduktion im August aufgrund der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie der Beeinträchtigung der Exportwege im Persischen Golf drastisch um 1,9 Millionen Barrel auf 6,238 Millionen Barrel pro Tag gesenkt zu haben. Laut dem Monatsbericht der OPEC liegt dieses Produktionsniveau bereits unter dem Kriegs-Tiefstand vom April dieses Jahres und markiert das niedrigste Niveau seit dem Ausbruch des Golfkriegs 1990.
Obwohl Saudi-Arabien durch die Nutzung von Reserven das „Marktangebot“ im August mit Mühe auf 7,122 Millionen Barrel pro Tag aufrechterhalten hat, bleibt eine erhebliche Angebotslücke dennoch unvermeidlich. Als der weltweit wichtigste „industrielle Lebensnerv“ hat die Behinderung der Rohölexporte sofort eine dramatische Kettenreaktion in der globalen Wirtschaft ausgelöst: vom Preissprung bei Rohstoffen über steigende Produktionskosten bis hin zu einer strafferen Geldpolitik.
Ölpreis über 100 Dollar und Wiederaufflammen der Produktionsinflation
Mit der Verschlechterung der Sicherheit in den Schifffahrtsrouten des Persischen Golfs und zunehmenden Angriffen auf Öltanker hat sich das internationale Rohölangebot schlagartig verknappt. In dieser Woche durchbrachen die Brent-Rohöl-Futures erstmals die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel. Der Ölpreisschub wurde nahezu umgehend in die Produktionskette weitergegeben: Der jüngst veröffentlichte US-Erzeugerpreisindex (PPI) zeigte eine unerwartet starke Erholung und verdeutlichte den enormen Kostendruck, dem Fabriken und Unternehmen bei Energie, Logistik und chemischen Rohstoffen ausgesetzt sind. Dies deutet zudem auf ein erhöhtes Risiko einer zweiten Inflationswelle auf der Verbraucherseite hin.
Europa setzt den Zinsschritt, USA und Japan stehen vor der „Super-Zentralbankwoche“
Angesichts der erheblichen importierten Inflation durch die Ölpreise über 100 Dollar sehen sich die wichtigsten Zentralbanken weltweit gezwungen, ihre Straffungspolitik wieder aufzunehmen. Die Europäische Zentralbank (ECB) kündigte noch heute Abend eine Zinserhöhung an. Auch wenn dies der ohnehin schwachen Wirtschaft der Eurozone zusätzliche Lasten auferlegt, setzt die Führung der Zentralbank klar die Inflationsbekämpfung an erste Stelle.
Mit der Maßnahme der Europäischen Zentralbank hat offiziell eine Phase der weltweiten geldpolitischen Straffungslinie begonnen und der Fokus des Markts richtet sich auf die bevorstehende „Super-Zentralbankwoche“. Die US-Notenbank und die Bank of Japan werden die neuesten Leitzinsentscheidungen nächste Woche bekanntgeben. Zurzeit steht die US-Notenbank zwischen der von hohen Ölpreisen angefachten „wiederauflebenden Inflation“ und einer „Abkühlung der Wirtschaft“ – ihre geldpolitische Erklärung wird die Bewertung der US-Aktien und der globalen Risikomärkte unmittelbar beeinflussen. Für Japan, das stark von Energieimporten abhängig ist, bedeuten hohe Ölpreise sowohl ein steigendes Handelsdefizit als auch eine weitere Abschwächung des Yen. Ob die Bank of Japan dem Zinstrend folgen wird, bleibt ein entscheidender Unsicherheitsfaktor für die Umstrukturierung globaler Arbitragegeschäfte.
Interne Uneinigkeit und trübe makroökonomische Aussichten
Während das Angebotsproblem schwerwiegende Einbußen mit sich bringt, steht auch die eigene Stabilität der OPEC vor erheblichen Herausforderungen. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben aus Unzufriedenheit mit ihren Produktionsquoten den Austritt erklärt, Venezuela erwägt nach Abschluss eines neuen Öl-Kontrollabkommens mit den USA seinen Verbleib und der Unmut des Irak über die Produktionsbewertungen sorgt zusätzlich für Spannungen – damit wird die Rolle der OPEC als weltweiter „Stabilisator“ für Rohöl spürbar geschwächt.
Von Blockaden der Persischen Golf-Seewege über explodierende Kostenrechnungen amerikanischer und europäischer Firmen bis hin zu den Zinserhöhungsplänen der drei großen Zentralbanken – die makroökonomische Übertragungskette, ausgelöst durch geopolitische Konflikte, ist nun vollständig in Gang gesetzt. Da kurzfristig kaum Aussicht auf Entspannung im US-Iran-Konflikt besteht, setzt die doppelte Belastung durch hohe Ölpreise und hohe Zinsen die Weltwirtschaft in einen Abschnitt mit erhöhtem Risiko und Volatilität.
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