Die Zustimmungsrate fällt unter 40%! Wann wird der Markt auf Trumps Niederlage bei den Zwischenwahlen setzen?
Bis zu den US-Zwischenwahlen am 3. November sind es jetzt weniger als zwei Monate, und beide Parteien befinden sich in der entscheidenden Endphase. Mehrere Umfragen zeigen derzeit, dass Trumps Zustimmungsrate unter 40 % gefallen ist und sich einem neuen Tiefststand während seiner Amtszeit nähert. Prognosemärkte deuten darauf hin, dass die Demokraten etwa eine 85%ige Chance haben, die Kontrolle über das Repräsentantenhaus zu gewinnen, während die Mehrheit im Senat nahezu ausgeglichen ist. Die Wahlaussichten sind für die Republikaner eindeutig ungünstig.
Bis jetzt ist das Grundmuster der US-Zwischenwahlen weitgehend klar: Im Basisszenario deutet alles auf einen geteilten Kongress hin, wobei die Demokraten das Repräsentantenhaus zurückgewinnen und die Republikaner den Senat halten; jedoch besteht ein Restrisiko, dass die Demokraten beide Kammern gewinnen.

Bei den diesjährigen Zwischenwahlen werden 435 Sitze im Repräsentantenhaus, 35 Sitze im Senat sowie 36 Gouverneursposten neu vergeben. Die Republikaner verfügen derzeit im Repräsentantenhaus nur über einen Vorsprung von 3 Sitzen – einer der knappsten Mehrheiten seit Jahrzehnten. Im Senat haben die Republikaner zwar derzeit mit 53 zu 47 die Mehrheit, aber die Kontrolle hängt stark vom Ausgang in mehreren wichtigen Swing States wie Alaska, Iowa, Maine, North Carolina, Ohio und Texas ab, sodass die Lage aus Sicht der Republikaner keineswegs optimistisch ist.

Bemerkenswert ist, dass der Markt im Wesentlichen bereits erwartet, dass die Republikaner das Repräsentantenhaus verlieren. Allerdings werden die daraus resultierenden Kettenreaktionen wie geringere Gesetzgebungsfähigkeit, eingeschränkte fiskalische Expansion und zunehmende politische Unsicherheit noch nicht vollständig eingepreist. Mit dem Näherrücken der Zwischenwahlen wird Trump zudem zu noch radikaleren Maßnahmen greifen, um die negative Tendenz umzukehren. Daher ist es in den nächsten zwei Monaten entscheidend, nicht nur auf das Wahlergebnis zu setzen, sondern vielmehr darauf zu achten, wann politische Variablen ihren Weg über Ölpreise, Inflation und Haushaltserwartungen in die Asset-Preise finden.

Ein geteilter Kongress wandelt Trumps Politik von gesetzgeberischer Expansion zu einer härteren Exekutive
Bei einem geteilten Kongress besteht die größte Veränderung in Trumps zweiter Amtszeit darin, dass seine Gesetzgebungskompetenz deutlich geschwächt wird.



Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
MEME bewegt den US-Aktienmarkt – wie lange kann die Euphorie anhalten?
Bitcoin startet diese Woche stabil, aber Chainlink schießt in die Höhe – das sind die Gründe


