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Warum Yusko Bitcoin gegenüber Solana bevorzugt

Warum Yusko Bitcoin gegenüber Solana bevorzugt

CoinciergeCoincierge2026/09/07 10:06
Von:Coincierge
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Mark Yusko, Chief Investment Officer von Morgan Creek Capital Management, hat nach eigenen Angaben fast seine gesamte, hochprofitable Position in Solana (SOL) verkauft. Gleichzeitig ist sein Engagement in Bitcoin (BTC) und damit verbundenen Vermögenswerten auf rund die Hälfte seines Nettovermögens angewachsen, wie aus einem Bericht von Seeking Alpha hervorgeht.

Auf den ersten Blick liest sich das wie eine simple Umschichtung nach einem erfolgreichen Trade. Bei genauerem Hinsehen steckt hinter Yuskos Entscheidung jedoch eine grundsätzliche These darüber, welche Krypto-Assets aus seiner Sicht echten langfristigen Wert bieten – und welche nicht.

Yusko schichtet fast die gesamte Solana-Position um

Laut dem Bericht hat Yusko den überwiegenden Teil seiner Solana-Investition abgestoßen, die er selbst als äußerst profitabel bezeichnet. Im Gegenzug ist der Anteil von Bitcoin und bitcoinbezogenen Anlagen an seinem persönlichen Vermögen auf etwa 50 Prozent gestiegen.

Konkret setzt sich sein Portfolio demnach wie folgt zusammen: rund 45 Prozent direkt in Bitcoin und verwandten Wertpapieren, weitere 45 Prozent in Venture-Capital-Investments und die restlichen 10 Prozent in Cash oder liquiden Anlagen. Eine derart konzentrierte Bitcoin-Allokation ist selbst für einen erfahrenen institutionellen Investor ungewöhnlich hoch.

Wie Morgan Creek diese Bitcoin-nahen Positionen konkret finanziert, zeigt sich exemplarisch auch bei börsennotierten Unternehmen: In welchem Umfang etwa Strategy seine Bitcoin-Strategie über Aktienemissionen finanziert, verdeutlicht, wie tief Bitcoin inzwischen in klassischen Unternehmensfinanzierungen verankert ist.

Warum Bitcoin für Yusko anders behandelt wird als Solana

Der zentrale Unterschied in Yuskos Denken liegt nicht in Marktstimmung oder kurzfristigen Kursbewegungen, sondern in der ökonomischen Struktur der jeweiligen Assets. Bitcoin bleibt für ihn ein knappes monetäres Gut mit klarer Funktion als Inflationsschutz, weshalb er weiterhin eine schrittweise Akkumulation empfiehlt.

Seinen fundamentalen Wert schätzt er auf Basis der Netzwerknutzung höher ein als das aktuelle Preisniveau – kurzfristige Volatilität erkennt er dabei ausdrücklich an. Genau hier setzt seine Kritik an Solana an: Halter des SOL-Tokens erhalten laut Yusko keinen direkten Anteil an den Gebühren oder Cashflows, die das Netzwerk generiert.

Das ist ausdrücklich keine pauschale Absage an die Solana-Technologie selbst, sondern eine Kritik am ökonomischen Modell, das Tokenhalter von der Wertschöpfung des Netzwerks abkoppelt. Wie stark professionelle Bitcoin-Infrastruktur inzwischen ausgebaut ist, zeigt sich etwa daran, dass Standard Chartered den Bitcoin-Handel in den VAE ausbaut – ein Zeichen dafür, dass institutionelle Häuser Bitcoin zunehmend als eigenständige Anlageklasse behandeln.

Warum Yusko Bitcoin gegenüber Solana bevorzugt image 2 Photo by Bastian Riccardi on Pexels

Was die Umschichtung für Bitcoin und Solana signalisiert

Yuskos Schritt zeigt vor allem seine persönliche Präferenz: ein knappes, monetäres Asset gegenüber Tokens, die Haltern keine direkten Cashflow-Rechte einräumen. Das ist eine individuelle, stark konzentrierte Portfolioentscheidung – kein Beleg für eine breite institutionelle Abkehr von Solana insgesamt.

Andere Marktteilnehmer positionieren sich derzeit gegenteilig. So verfolgt etwa DeFi Development Corp. mit dem Ausbau seiner SOL-Treasury einen klar langfristigen Akkumulationsansatz bei Solana – ein direkter Kontrast zu Yuskos Vorgehen.

Sollte sich Yuskos Bewertungsmaßstab – Fokus auf direkte Beteiligung der Tokenhalter an Netzwerkumsätzen – bei weiteren institutionellen Investoren durchsetzen, könnte die Token-Ökonomie einzelner Projekte künftig stärker gewichtet werden als reine Wachstumsnarrative. Eine konkrete Kursprognose für Bitcoin oder Solana lässt sich daraus jedoch nicht ableiten, zumal Yusko selbst kurzfristige Volatilität bei Bitcoin ausdrücklich einräumt.

Zuletzt aktualisiert am 7. September 2026

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