Tauchen die nächsten Gewinner im KI-Bereich auf? PIMCO meidet US-Aktiengiganten und setzt stark auf asiatische "Schaufelverkäufer".
Der KI-Boom breitet sich von den Technologieriesen auf die „Schaufelverkäufer“ aus, und die asiatische Lieferkette steht vor neuen Chancen.
Artikelautor und Quelle: Bloomberg
Die Investitionswelle im Bereich KI setzt sich fort, doch die Ausrichtung der Kapitalströme verändert sich: Im Vergleich zu den hochbewerteten US-Technologieriesen rücken asiatische Unternehmen aus den Bereichen Halbleiter und Infrastruktur für Rechenzentren als Teil der KI-Lieferkette verstärkt in den Fokus.
Laut Bloomberg setzt Pimco-Fondsmanager Emmanuel Sharef verstärkt auf den asiatischen Markt.Er ist der Meinung, dass asiatische Vermögenswerte im Vergleich zu US-Technologieaktien niedrigere Bewertungen, ein stärkeres Gewinnwachstum und eine direktere Beteiligung am Ausbau von Rechenzentren bieten.
Gleichzeitiguntergewichtet Sharef die meisten Hyperscaler und Mitglieder der „Magnificent Seven“.Aus seiner Sicht führt der stetig steigende KI-Investitionsaufwand zu einer höheren Verschuldung dieser Unternehmen, drückt den freien Cashflow und erhöht das Kreditrisiko, wodurch der Druck auf die ohnehin hohen Bewertungen zunimmt.
Sharef erklärt: „Man muss nicht unbedingt die teuersten Aktien halten, um von einem bestimmten Thema oder Markttrend zu profitieren.“ Der Fonds verfügt über ein Volumen von rund 19 Milliarden US-Dollar und hat in den letzten drei Jahren 97 % der vergleichbaren Produkte übertroffen.
Der KI-Boom breitet sich von den Technologieriesen auf die „Schaufelverkäufer“ aus, und die asiatische Lieferkette steht vor neuen Chancen. Sharef legt besonderen Wert auf die Übertragung der KI-Investitionen innerhalb der Industrie.Mit dem fortlaufenden Ausbau der Rechenzentren entsteht zusätzlicher Bedarf in Bereichen wie Halbleiterkomponenten, Kühlanlagen, Kabel, optische Geräte, Stromversorgung, Baumaschinen und Metallmaterialien.
Auf Basis dieser Einschätzung hat der Fonds im vergangenen Jahr großvolumig Anteile an Samsung Electronics, SK Hynix und TSMC erworben. Derzeit werden rund 60 % der Aktienpositionen in entsprechende Vermögenswerte investiert. Diese Unternehmen verfügen über vergleichsweise niedrige Bewertungen und profitieren direkt von den Investitionen in die KI-Infrastruktur.
Aus Sicht von Sharef breitet sich das KI-Geschäft von den US-Technologieriesen auf die Lieferkette aus.Wenn die KI-Investitionen weiter in Rechenzentren, Chips und Infrastruktur fließen, könnten nicht nur die prominentesten Technologieriesen profitieren, sondern auch die asiatischen „Schaufelverkäufer“ die Gewinner der nächsten KI-Rallye werden.
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