Abel übernimmt Japans fünf gro ße Handelshäuser vom „Aktien-Guru“! Der „Berkshire-Positions-Effekt“ treibt die Aktienkurse des Handelssektors in die Höhe
Nachdem der CEO von Berkshire Hathaway, Greg Abel, erklärte, dass das Unternehmen langfristig in japanische Handelsunternehmen investieren und seine Investitionen möglicherweise erhöhen werde, stiegen die Aktienkurse dieser Unternehmen. Am Donnerstag gehörten die Handelsunternehmen zu den größten Gewinnern im TOPIX-Index. Die Aktie von Mitsubishi Corporation stieg zeitweise um 4,8 % und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai.
Wie die APP von Zhihong Caijing berichtet, stiegen am Donnerstag während der frühen und mittäglichen Handelssitzungen die Aktien der japanischen Handelshäuser und Handelsunternehmen unter der Führung der fünf großen Handelskonzerne kollektiv an. Zuvor hatte Greg Abel, CEO des US-Versicherungs- und Investmentgiganten Berkshire Hathaway, erklärt, dass die Gruppe plant, ihre Beteiligungen an den fünf großen japanischen Handelsunternehmen für Jahrzehnte zu behalten und möglicherweise den Anteil sogar zu erhöhen.
Am Donnerstag gehörten japanische Handelshäuser und Handelsunternehmen zu den stärksten Gewinnern im Tokioter Aktienindex. Die Aktie von Mitsubishi Corp. stieg zeitweise um 4,5 % und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai; die Aktien von Sumitomo, Mitsui & Co Ltd, Itochu Corp und Marubeni legten jeweils um mehr als 3 % zu. Berkshire Hathaway, lange Zeit unter der Führung des als „Aktien-Guru“ bekannten Warren Buffett, hält seit über sechs Jahren rund 10 % Anteil an jedem dieser Unternehmen.
Berkshire fokussiert auf Japan: „Große japanische Aktiengesellschaften“ erhalten langfristig Kapitalunterstützung
Greg Abel, der seit Januar offiziell Warren Buffett als CEO abgelöst hat, erklärte am Mittwoch im Interview mit dem US-Kanal Consumer News and Business Channel, dass Berkshire die Beteiligungen an diesen großen Handelsunternehmen als „Langzeit-Investition“ betrachtet und plant, diese Jahrzehnte zu halten. Seit Berkshire 2020 seine Beteiligungen an den fünf japanischen Handelsunternehmen offenlegte, profitierten die Aktienkurse stark von der Verbindung zur Buffett-Investmentstrategie.
Takuma Ikemoto, Analyst für Finanzmärkte am Tokai Tokyo Intelligence Laboratory, sagt, das erneute Vertrauensvotum von Abel „könnte das Interesse der Anleger für große japanische Handelskonzerne wieder neu entfachen“.
Der Wholesale-Handels-Index des Tokioter Aktienmarktes, in dem die fünf großen Handelsunternehmen gelistet sind, ist dieses Jahr bislang um etwa 23 % gestiegen und hat damit den Tokioter Gesamtindex, der etwa 20 % zulegte, leicht übertroffen.

Diese umfangreichen Handelskonzerne decken ein diversifiziertes Spektrum an heimischen Konsumsektoren ab, darunter Produkte des täglichen Bedarfs, Energie, Infrastrukturressourcen und darüber hinaus verfügen sie über ein außerordentlich breites internationales Handels- und Exportgeschäft sowie erhebliche Einnahmen aus Übersee-Finanzmärkten. Daher reagieren sie empfindlich auf Schwankungen im Yen-Wechselkurs und an den Rohstoffmärkten. In den vergangenen Monaten sorgten geopolitische Konflikte im Nahen Osten für einen deutlichen Anstieg der Rohstoffpreise, wovon diese Unternehmen weiterhin profitieren.
Mitsubishi Corp., Mitsui & Co Ltd, Itochu Corp, Sumitomo Corp und Marubeni verfügen alle über weitreichende internationale Handels- und Exportgeschäfte und sind global agierende Investment- und Betriebsgesellschaften mit Schwerpunkten in Energie, Metall, Getreide, Maschinen, Chemie, Konsumgütern und Infrastruktur. Ihr Hauptgewinn stammt zunehmend aus Auslandsvermögen, heimischem Handel, Projektbeteiligungen und Wertschöpfungsketten und nicht mehr primär aus dem Export von Waren wie früher.
Berkshire gab im März zudem bekannt, dass sie rund 2,5 % strategische Beteiligung am berühmten japanischen Versicherer Tokio Marine Holdings Inc. erwerben und plant, mit diesem Unternehmen im Bereich globaler Großhandels- und Versorgungs-Transaktionen intensiv zusammenzuarbeiten. Die Aktie von Tokio Marine Holdings Inc. legte am Donnerstag zeitweise um 3,2 % zu.
Im Interview mit der Nikkei Zeitung sagte Abel, dass die große Investmentgruppe von Berkshire sogar ihre Anteile an diesen Unternehmen erhöhen könnte und diese Handelsriesen bereits konkrete Pläne für langfristige gemeinsame Investitionsziele vorgelegt haben. Seit der Offenlegung der Beteiligungen durch Berkshire Hathaway im Jahr 2020 profitieren die Aktienkurse dieser japanischen Unternehmen kontinuierlich von der Verbindung zu Buffett.
Berkshire nutzt günstige Yen-Finanzierung für die fünf großen Handelsunternehmen – setzt auf Ressourcen, Cashflow und Governance-Boni
Die Investition von Berkshire in Japans fünf große Handelsunternehmen ist keine kurzfristige Spekulation auf Rohstoffpreise, sondern eine Kombination aus Value-Investing, günstiger Refinanzierung und grenzüberschreitender industrieller Zusammenarbeit im Rahmen langfristiger Kapitalallokation. Berkshire begann bereits im Juli 2019 mit Käufen bei Itochu, Marubeni, Mitsubishi, Mitsui und Sumitomo und legte diese 2020 offen. Für Investoren hat sich die bullische These von den Handelszyklen zu einem Multibewertungskonzept aus „globalem Asset-Portfolio + Governance-Boni + Aktionärsrendite + dauerhaftem Berkshire-Kapital“ erweitert.
Der damalige Berkshire-CEO und „Aktien-Guru“ Buffett fand, dass die fünf großen Handelsunternehmen eine ähnliche diversifizierte Holdingstruktur wie Berkshire besitzen, ursprünglich zu niedrigen Bewertungen gekauft wurden und eine vorsichtige Kapitalallokation, fortlaufende Dividenden, vernünftige Aktienrückkäufe sowie ein vergleichsweise zurückhaltendes Managementvergütungssystem bieten.
Diese Investition nutzt zudem das typische „Yen-Asset–Yen-Verbindlichkeit“-Matching-Modell von Berkshire: Bis Ende 2024 lagen die kumulierten Kosten der Beteiligungen an den fünf Handelsunternehmen bei 13,8 Milliarden US-Dollar, der Marktwert bei 23,5 Milliarden US-Dollar; 2025 wird mit ca. 812 Millionen US-Dollar Dividenden gerechnet, während die jährlichen Zinskosten der Emission von Berkshire-Yen-Anleihen nur etwa 135 Millionen US-Dollar betragen. Es geht hierbei nicht um reine Arbitrage durch günstige Kredite, sondern darum, das Risiko von Wechselkursungleichheiten im Yen zu minimieren, positive Zinsdifferenzen zu erwirtschaften und langfristig von Governance-Reformen japanischer Unternehmen, Rohstoffpreissteigerungen, globalen Infrastruktur-Investitionen und verbesserten Aktionärsrenditen zu profitieren.
Berkshire refinanziert japanische Investitionen über Yen-Anleihen und schafft so ein natürliches Währungs-Hedging („Yen-Asset + Yen-Verbindlichkeit“). Die Vorteile dieser Methode: Sie reduziert drastisch die Auswirkungen der Yen-Abwertung auf in US-Dollar bewertete Erträge; nutzt die vergleichsweise günstigen Finanzierungskosten in Japan; deckt Anleihezinsen durch Dividenden der Handelsunternehmen und erwirtschaftet eine positive Zinsdifferenz; und profitiert langfristig vom Kursanstieg, Dividenden und Aktienrückkäufen dieser Unternehmen – im Kern also kein Währungswettlauf, sondern Fokus auf Unternehmens-Cashflow und Kapitalwachstum.
Abel betonte, dass die Anteile für Jahrzehnte gehalten werden sollen, was faktisch die Befürchtungen am Markt über einen möglichen Ausstieg Berkshire aus japanischen Investments nach Buffetts Rücktritt – das sogenannte „Nachfolger-Discount“ – entkräftet. Gleichzeitig sichert sich Berkshire mit etwa 2,5 % strategischer Beteiligung an Tokio Marine Holdings Inc. einen Einstieg und plant, im Bereich Rückversicherung, globaler Investitionen und Übernahmen zusammenzuarbeiten – ein Hinweis darauf, dass die Japan-Strategie von Berkshire von passiven Beteiligungen zu industrieller Zusammenarbeit ausgebaut wird.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Anti-Terror-Einheiten auf den Straßen, der Louvre geschlossen! Frankreich erlebt am Wochenende eine neue Welle von Protesten, Unruhen drohen sich auf Europa auszubreiten.
Frankreich ist in eine neue Welle gewaltsamer Proteste geraten, 70.000 Sicherheitskräfte wurden eilig eingesetzt, in mehreren Städten gilt eine Ausgangssperre, und Macron hat Fehler im Umgang mit der Situation eingeräumt. Die Finanzmärkte haben bereits Alarm geschlagen – der Spread zwischen französischen und deutschen Staatsanleihen ist auf den höchsten Stand seit der Eurokrise gestiegen, der PMI ist unter die Wachstumsschwelle gefallen, Luxusboutiquen wurden verbarrikadiert, der Louvre wurde geschlossen und die Stadtverwaltung von Paris rechnet mit Verlusten in zweistelliger Millionenhöhe. Das Unruhefeuer droht sich zudem auf Europa auszuweiten.

Einst kauften sie wie verrückt, doch jetzt ist das „Arsenal“ um 51 Billionen Won geschrumpft! Südkoreanische Kleinanleger können nicht mehr kaufen.
Innerhalb von vier Monaten ist der „Ammunitionsvorrat“ südkoreanischer Privatanleger um 36,5 % gesunken und hat das Niveau zu Jahresbeginn erreicht. Obwohl Privatanleger kumuliert Netto-Käufe von über 75 Billionen Won aufweisen und weiterhin Käufe tätigen, ist der Zufluss von frischem Kapital versiegt und die Auffüllung verläuft deutlich langsamer als der Verbrauch. Hinzu kommt, dass der KOSPI im Monatsverlauf um fast 20 % eingebrochen ist, ausländische Investoren weiterhin Nettoverkäufe tätigen und Sorgen über Kreditrisiken im Zusammenhang mit KI bestehen. Ohne die Unterstützung durch privates Kapital dürfte der südkoreanische Aktienmarkt kurzfristig kaum eine nachhaltige Erholung erfahren.
Die Auflösung des „Konsenshandels“ und die Geburt eines neuen Konsenses! Goldman Sachs erklärt: Warum institutionelle Anleger derzeit große Positionen in KI abbauen
Die extrem überfüllten Trades des "Long AI, Short alles" werden schmerzhaft aufgelöst – der Markt gibt sich nicht mehr mit einer "Geldverbrennungs-Erzählung" zufrieden. Die hyperskalierenden Cloud-Anbieter müssen neben den Kapitalausgaben von 1,1 Billionen US-Dollar nun echte und sichtbare Einnahmen erzielen. Ein Stromdefizit von 40-50 Gigawatt, steigende Kapitalkosten und der makroökonomische Paradigmenwechsel vom "Überausgaben-Zeitalter" wandeln AI-Trades von Glaubensfragen zu einem harten Monetarisierungstest.

Die Investitionsausgaben für KI geraten in ein Dilemma: Eine Beschleunigung belastet den Cashflow, eine Verlangsamung gefährdet die Wachstumsgeschichte.
Nomura Securities ist der Ansicht, dass die KI-Investment-Story in einem inneren Widerspruch steckt: Wenn Hyperscale-Cloud-Anbieter ihre Investitionsausgaben beschleunigen, wird der freie Cashflow weiterhin verbraucht und die Nachhaltigkeit der Finanzierung wird in Frage gestellt; wenn sie verlangsamen, deutet dies darauf hin, dass die Nachfrage nach KI und die Gewinnerwartungen nicht erfüllt werden. Beide Wege führen zum Ausverkauf. Die im September durch die „KI-Agenten-Hysterie“ aufgebauten überfüllten Long-Positionen wurden durch negative Katalysatoren zu massiven Stop-Lossen gezwungen und breiteten sich auf US-Staatsanleihen, Wechselkurse und den Rohstoffmarkt aus, was zu einer systemischen Entschuldung führte.

