Glassdoor-Bericht: Die Zustimmungsrate der amerikanischen Angestellten zu AI sinkt auf 43 %, generative AI löst Unzufriedenheit am Arbeitsplatz aus
Im August zeigten veröffentlichte Glassdoor-Daten, dass die Zufriedenheit der US-Mitarbeiter mit der Einführung von KI in Unternehmen stark rückläufig ist.
Im August veröffentlichten die neuesten Daten der weltweit bekannten Arbeitgeberbewertungsplattform Glassdoor, dass die Zufriedenheit der US-Mitarbeiter mit der Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen stark rückläufig ist.
Analysen zeigen, dass der Anteil der Bewertungen auf Glassdoor mit den Schlagworten „AI“, „Large Language Model (LLM)“ oder „GPT“ von Anfang 2019 bis Mitte 2026 um mehr als 240% gestiegen ist.
Allerdings sank der Anteil positiver Bewertungen durch Mitarbeiter zur KI von 81% im Jahr 2019 auf 43% Mitte 2026, während der Anteil negativer Bewertungen auf 53% anstieg. Dies markiert eine deutliche Wende von anfänglicher Euphorie hin zu weitverbreiteter Skepsis hinsichtlich des Einsatzes von KI-Technologien am Arbeitsplatz.
Die Daten zeigen große Wahrnehmungsunterschiede zwischen verschiedenen Hierarchieebenen und Gruppen. Führungskräfte und das Management sind gegenüber KI am optimistischsten eingestellt. Auch in technischen Planungspositionen wie Softwarearchitekten überwiegt eine positive Bewertung. Im Gegensatz dazu fällt das Unbehagen am stärksten bei den direkten Anwendern und Mitarbeitern an der Basis aus, auf die der Implementierungsdruck der KI-Lösungen lastet: Bei Softwareingenieuren liegt der Anteil negativer Bewertungen bei 57%, während beispielsweise bei Versicherungsregulierern, Copywritern, Buchhaltern und Customer-Service-Mitarbeitern das Verhältnis sogar vier zu eins zu Ungunsten der KI ausfällt – bei Versicherungsregulierern liegt der Anteil negativer Rückmeldungen gar bei 98%.
Neben der Sorge vor Arbeitsplatzverlust, die 20% der negativen Kommentare ausmacht, sind es vor allem die Zwangseinführung unausgereifter Tools durch das Management, die Ablenkung vom Kerngeschäft durch KI-Werkzeuge, übermäßige Überwachung am Arbeitsplatz sowie unrealistische Produktivitätserwartungen, die den Hauptgrund für den Unmut unter den Mitarbeitern darstellen. Aus demografischer Sicht zeigen sich insbesondere Frauen der Generation Z skeptisch: Nur 21% von ihnen äußern sich positiv zu KI und bilden somit die am meisten zweifelnde Gruppe. In großen Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern liegt der Anteil negativer KI-Bewertungen sogar bei 67% und damit deutlich über dem Wert in kleinen Firmen.
Dieser Trend wird auch durch Untersuchungen von Institutionen wie Anthropic und den „Stanford AI Index Report 2026“ bestätigt. Letzterer stellte fest, dass zwar ganze 73% der Experten die positiven Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt erwarten, jedoch nur 23% der allgemeinen Bevölkerung diese Meinung teilen – was die große Kluft zwischen Anbieterseite und Anwendung in der Praxis deutlich macht. Unternehmen, die starr auf die Implementierung neuer Tools setzen und dabei Mitarbeiterschulungen, die Benutzbarkeit der Werkzeuge sowie den Aufbau von Vertrauen in der Organisation vernachlässigen, werden nicht nur die erhofften Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen verfehlen, sondern riskieren auch eine Verschärfung von Mitarbeiter-Burnout und internen Konflikten – und gefährden so die digitale Transformation des Unternehmens nachhaltig.
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