US-Dollar: Starke Arbeitsmarktdaten könnten nur begrenzte Unterstützung bieten – BBH
Elias Haddad von Brown Brothers Harriman (BBH) erwartet, dass die US-Arbeitsmarktzahlen (Non-Farm Payrolls, NFP) aus dem Juli eine weiterhin robuste Arbeitskräftenachfrage zeigen werden, wobei der Konsens bei etwa 80.000 neuen Stellen und einer gleichbleibenden Arbeitslosenquote von 4,2 % liegt. Ein stärkerer Bericht würde die Erwartungen für eine Zinserhöhung der Fed vorziehen, dürfte aber die rund 50 Basispunkte an Straffungen, die für das nächste Jahr bereits eingepreist sind, nicht verändern. Das bedeutet, dass jede USD-Stärke eher gering und von kurzer Dauer sein sollte.
Arbeitsmarktdaten treiben USD-Reaktion
„USD und die Renditen von US-Staatsanleihen werden heute von den Juli-Arbeitsmarktdaten (NFP) (13:30 Uhr London, 8:30 Uhr New York) beeinflusst. Der Konsens rechnet mit einem NFP-Zuwachs von +80.000 gegenüber +57.000 im Juni. Die inoffizielle Schätzung von Bloomberg liegt mit +78.000 auf einem ähnlichen Niveau.“
„Die Arbeitslosenquote wird zum zweiten Monat in Folge unverändert bei 4,2 % erwartet, etwas unter der FOMC-Prognose für 2026 (4,3 %).“
„Ein besser als erwarteter NFP-Bericht würde die Widerstandsfähigkeit der US-Arbeitskräftenachfrage unterstreichen und die Zinserwartungen der Fed vorziehen. Allerdings dürfte dies wenig daran ändern, dass für das kommende Jahr bereits rund 50 Basispunkte an Straffungen eingepreist sind. Das US-Lohnwachstum entspricht dem 2%-Inflationsziel der Fed, und die Geldpolitik der Fed ist bereits restriktiv, sofern man von einem neutralen Zinssatz von 3,00 % ausgeht.“
„Das deutet darauf hin, dass jede USD-Aufwertung durch robuste Arbeitsmarktdaten voraussichtlich gering und nur von kurzer Dauer sein wird. Umgekehrt würde ein enttäuschender NFP-Bericht die Zinserhöhungserwartungen an die Fed dämpfen und den USD belasten.“
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