Indonesien: Schlagkräftiges BIP, gemischte Dynamik – Societe Generale
Der Societe Generale-Ökonom Kunal Kundu stellt fest, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Indonesiens im zweiten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 5,3 % gestiegen ist und damit die Prognose der Bank von 5,1 % übertroffen hat, warnt aber, dass die Zusammensetzung weniger beruhigend ist. Die öffentlichen Ausgaben waren die Hauptstütze, während das nicht-staatliche BIP, der private Konsum und das verarbeitende Gewerbe schwach blieben. Die Investitionen verbesserten sich, führten jedoch zu höheren Importen, und eine große statistische Diskrepanz erschwert die Beurteilung der Wachstumqualität Indonesiens.
Öffentlich getriebenes Wachstum verdeckt Schwäche des Privatsektors
„Das reale BIP-Wachstum Indonesiens im zweiten Quartal 2026 fiel stärker aus als erwartet (5,3 % im Jahresvergleich gegenüber 5,1 % laut SGe), aber die Zusammensetzung der Daten deutet darauf hin, dass die Schlagzahl mit Vorsicht zu interpretieren ist.“
„Infolgedessen blieb das Wachstum des nicht-staatlichen BIP weiterhin schwach und untermauert die Ansicht, dass die zugrunde liegende wirtschaftliche Dynamik weniger stark ist, als die Hauptzahl vermuten lässt.“
„Das ist bedeutsam, weil ein Wachstum, das von öffentlichen Ausgaben getragen wird, qualitativ anders ist als ein Wachstum, das von privater Nachfrage ausgeht.“
„Dies schwächt die Argumentation, die BIP-Daten als Hinweis auf eine starke, konsumgetriebene Erholung zu deuten.“
„Das Fazit lautet, dass Indonesiens Wirtschaft zwar weiter wächst, aber Qualität, Breite und Zuverlässigkeit dieses Wachstums weiterhin fraglich sind.“
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