CoreWeave fällt in drei Monaten um 20 %, aber ein Analyst sieht ein Aufwärtspotenzial von 65 % voraus
CoreWeave, das GPU-Cloud-Computing-Unternehmen, das ursprünglich als Krypto-Mining-Betrieb gestartet ist, hat in den letzten drei Monaten etwa 20% seines Werts verloren. Die Wall Street scheint davon unbeeindruckt und geht davon aus, dass die Aktie sich ab dem aktuellen Niveau um mindestens 65% erholen könnte.
Das an der NASDAQ gelistete Unternehmen (CRWV) bewegte sich zuletzt im Bereich von 70 bis 90 US-Dollar, während die durchschnittlichen Analystenziele zwischen 127 und 136 US-Dollar liegen. Einige Prognosen reichen sogar bis zu 250 US-Dollar.
Vom Ethereum-Mining zur KI-Power
Das Unternehmen wurde im September 2017 als Atlantic Crypto gegründet und konzentrierte sich zunächst ausschließlich auf Ethereum-GPU-Mining. Nach dem Krypto-Crash 2018 vollzogen die Gründer 2019 den Wandel hin zu Cloud Computing und Hochleistungs-Computing-Services und nutzten ihre GPU-Expertise für den bevorstehenden KI-Boom, der damals noch Jahre entfernt war.
CoreWeave hat inzwischen eigene Rechenzentren in den USA und Europa aufgebaut und positioniert sich als spezialisierte Alternative zu den Hyperscalern wie AWS, Azure und Google Cloud.
Der geplatzte Core Scientific-Deal
Im Juli 2025 kündigte das Unternehmen die Übernahme von Core Scientific, dem Bitcoin-Mining- und HPC-Hosting-Unternehmen, im Wert von 9 Milliarden US-Dollar in Form von Aktien an. Die Core Scientific-Aktionäre sollten für jede CORZ-Aktie etwa 0,1235 CRWV-Aktien erhalten.
Der Deal wurde am 30. Oktober 2025 beendet, nachdem die Aktionäre von Core Scientific keine Zustimmung erteilten.
Die tokenisierte Aktienperspektive
CoreWeave bietet eine tokenisierte Aktienrepräsentation mit dem Namen CRWVon auf der Ondo-Plattform, die einen wirtschaftlichen Zugang zur Kursentwicklung der CoreWeave-Aktie über einen digitalen Asset-Wrapper ermöglicht.
Was das für Anleger bedeutet
CoreWeave wird seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 am 11. August 2026 veröffentlichen. Die Analystenkonsensziele, die einen Aufwärtstrend von 65% bis über 90% implizieren, zeigen, dass die Märkte davon ausgehen, dass der aktuelle Kurs übertriebenen Pessimismus hinsichtlich kurzfristiger Herausforderungen widerspiegelt, nicht aber grundlegende Probleme.
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