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Euro: Ölsensitivität und Auswirkungen eines Kriegsendes – Commerzbank

Euro: Ölsensitivität und Auswirkungen eines Kriegsendes – Commerzbank

FXStreetFXStreet2026/08/06 07:51
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Michael Pfister von der Commerzbank argumentiert, dass niedrigere Ölpreise den Euro (EUR) zunächst belasten können, indem sie die Zinserwartungen an die Europäische Zentralbank (EZB) senken. Im Laufe der Zeit könnte jedoch ein dauerhaftes Ende des Iran-Konflikts die Währung durch einen stärkeren Einkaufsmanagerindex (PMI) und eine verbesserte reale Wirtschaftstätigkeit unterstützen.

Öl, Zinsen und Reaktion des Euro

"In den vergangenen Wochen habe ich mehrfach argumentiert, dass der Euro nicht zwangsläufig direkt von einem Ende des Krieges profitieren würde, sofern die Zinserwartungen für die EZB nachgeben, wenn die Ölpreise sinken. Dies gilt jedoch nicht nur für den Euro. Seit Beginn des Iran-Konflikts lässt sich der Trend bei den Zinserwartungen für die wichtigsten G10-Zentralbanken tatsächlich in zwei Gruppen einteilen:"

"Je stärker die Abhängigkeit von Energieimporten, desto stärker reagiert die Zinserwartung der Zentralbank auf eine Veränderung des Ölpreises. Anders gesagt: Steigen die Ölpreise, steigen auch die Erwartungen an Zinserhöhungen. Das gilt sowohl für die EZB als auch für die BoE und die Schweizerische Nationalbank. Das bedeutet aber auch, dass diese Erwartungen wieder ausgepreist werden, wenn der Ölpreis sinkt."

"Wir haben also zwei Argumente: Nettoenergieexporteure werden bei fallendem Ölpreis wahrscheinlich eine Verschlechterung der Terms of Trade erleiden, während ihre Zinserwartungen weniger stark vom Ölpreis abhängen. Dies ist wahrscheinlich der Hauptgrund, warum der umgekehrte Zusammenhang (also eine Aufwertung aufgrund geringerer Energieabhängigkeit im Falle fallender Ölpreise) schwächer ausfällt als bei steigenden Ölpreisen."

"Ein Aspekt, den ich bisher ausgelassen habe, ist, dass auch die Realwirtschaft der Nettoenergieimporteure von einem dauerhaften Ende des Iran-Konflikts profitieren würde. Frühindikatoren wie die PMIs dürften als erste reagieren. Allerdings wird diese Reaktion voraussichtlich länger dauern als die bei den Zinserwartungen."

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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