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Wiederholt sich die Geschichte? BTIG-Technikstratege: Die aktuelle Erholung der Technologiewerte ähnelt dem Höhepunkt der Dotcom-Blase im Jahr 2000 auf erstaunliche Weise.

Wiederholt sich die Geschichte? BTIG-Technikstratege: Die aktuelle Erholung der Technologiewerte ähnelt dem Höhepunkt der Dotcom-Blase im Jahr 2000 auf erstaunliche Weise.

华尔街见闻华尔街见闻2026/08/06 03:56
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Von:华尔街见闻

Krinsky warnt davor, dass der Verlauf des S&P 500, die historische Entwicklung von Microsoft und die technische Formation im Halbleitersektor eine erstaunliche Ähnlichkeit aufweisen. Er schätzt, dass die aktuelle Erholung wahrscheinlich an der 50-Tage-Linie enden wird und dass dann die geschädigten Anleger zu Verkäufern werden. Der Markt ist im Wesentlichen ein Nullsummenspiel mit "Reise-nach-Jerusalem"-Rotation vorhandener Gelder, anstatt ein echter Bullenmarkt zu sein. Nach dem Erschöpfen der Dynamik bei Technologiewerten fehlt es an Kräften, die übernehmen könnten.

Die derzeitige starke Erholung der amerikanischen Tech-Aktien sorgt bei erfahrenen Marktteilnehmern für Wachsamkeit.

Jonathan Krinsky, Chief Technical Market Strategist bei BTIG, warnt in seinem Bericht mit dem Titel „Echoes der Internet-Blase: Momentum-Rally hält an, aber der Schatten von 2000 schwebt darüber“: Ob Kursmuster des S&P 500, Microsofts historische Entwicklung oder die technische Struktur im Halbleitersektor – sie zeigen beunruhigende Ähnlichkeiten mit dem Höhepunkt der Internet-Blase im Jahr 2000.

Noch vor einer Woche steckte der Philadelphia Semiconductor Index (SOX) in einem Drawdown von etwa 30 %, wobei Krinsky zu dieser Zeit präzise ein temporäres Tief signalisierte. Doch nach einem Anstieg von SOX um 16 % innerhalb der folgenden vier Handelstage – dem höchsten Viertagesanstieg seit Ausbruch der Corona-Pandemie – wechselte seine Haltung rasch zu Vorsicht.

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Krinsky geht davon aus, dass die aktuelle Rallye wahrscheinlich am Bereich des 50-Tage-Durchschnitts auf Widerstand stößt und dort scheitert. Die zentrale Logik dahinter: Die vielen Marktteilnehmer, die durch die Korrektur im Juli Verluste erlitten haben, werden bei Rückkehr des Kurses in den Widerstandsbereich zu opportunistischen Verkäufern, da sie „nicht zwei Mal über denselben Stein stolpern wollen“.

Die tiefer liegende Sorge betrifft die Marktstruktur selbst. Krinsky betont, die treibende Kraft hinter dem S&P 500 in diesem Quartal sei nicht eine fundamentale Verbesserung, sondern Kapital, das immer wieder zwischen Momentum- und Value-Aktien rotiert – ein „Reise nach Jerusalem“-Spiel ohne Gewinner.

Er warnt, sobald die Rallye bei Tech-Aktien und hoch-volatilen Momentum-Titeln beendet ist, stehe der Markt vor einer ernsten Frage: Welche Kraft kann dann das Gesamtbild tragen? Gleichzeitig stieg der VIX auffällig an, während der S&P 500 zulegte – historisch ein frühes Warnsignal für den Markt.

Zwei Echos der Internet-Blase

Krinsky zählt in seinem Bericht zwei Muster auf, die verblüffend mit dem Höhepunkt von 2000 übereinstimmen.

Erste Gruppe: Historisches Vorbild des S&P 500.

Der S&P 500 stieg innerhalb der letzten vier Handelstage um über 5 % und markierte zugleich ein 52-Wochen-Hoch.

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Krinsky weist darauf hin, dass dieses Muster in den letzten 30 Jahren nur drei Mal auftrat:

Am 23. April 1999, am 21. März 2000 und am 9. November 2020. Der 21. März 2000 war dabei exakt der Tag vor dem absoluten Gipfel der Internet-Blase; nach dem 23. April 1999 schwankte der S&P 500 über sieben Monate stark, wobei der maximale Rückgang 10 % betrug.

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Einzig der Fall vom 9. November 2020 war optimistisch, eingeleitet von Monaten des Aufwärtstrends.

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Krinsky kommentiert dies direkt:

„Wir sind diesbezüglich skeptisch.“

Zweite Gruppe: Microsofts historischer Spiegel.

Microsoft markierte am 30. Dezember 1999 ein Allzeithoch, fiel danach innerhalb von zehn Monaten um 60 %, und erlebte anschließend eine starke viertägige Erholung von insgesamt 29 %.

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In der laufenden Entwicklung erreichte Microsoft am 31. Juli 2025 erneut ein Allzeithoch, fiel binnen elf Monaten um 37 % und zeigt nun ebenfalls eine kräftige viertägige Erholung von insgesamt 27 %.

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Laut Krinsky ist dies die einzige zwei Mal aufgetretene größte Viertagesrally in Microsofts Geschichte, „Geschichte wiederholt sich nicht eins zu eins, aber sie reimt sich oft.“

Halbleiter: Rally stoppt wahrscheinlich am 50-Tage-Durchschnitt

Der SOX ist von seinem Wochentief binnen vier Tagen um 16 % gestiegen – die größte Einzelrallye seit der Corona-Pandemie. Krinsky bleibt bei seiner Einschätzung: Die Rally kann bis zum 50-Tage-Durchschnitt fortgesetzt werden, wird dort aber vermutlich auf Widerstand stoßen und zurückgehen.

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Er weist zudem darauf hin, dass die beiden nachbörslich am Mittwoch veröffentlichten Quartalsberichte – SanDisk und Western Digital (beide nicht von BTIG bewertet) – am Donnerstagmorgen einen Kurssprung auslösen könnten und als kurzfristiger Stimmungs-Katalysator wirken, aber gerade dies könnte als Verkaufsgelegenheit im Widerstandsbereich dienen.

Auch die Gruppe der hoch-volatilen Momentum-Aktien hat innerhalb von vier Tagen 25 % zugelegt, zum 50-Tage-Durchschnitt fehlt noch etwa 7 %. Krinsky erwartet auch hier einen Rücklauf bei Kontakt mit dem Durchschnitt.

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Für Fälle, in denen seine Annahmen nicht zutreffen, gibt Krinsky klare Bedingungen vor: Falls Halbleiter- und Momentum-Aktien am 50-Tage-Durchschnitt zur Seitwärtsbewegung neigen und nicht direkt zurückfallen, muss die aktuelle Bärenargumentation modifiziert werden.

„Reise nach Jerusalem“: Strukturbedingtes Risiko hinter der Rotation

Krinsky bezeichnet die Entwicklung des S&P 500 in diesem Quartal als ein durch Rotation getriebenes „Reise nach Jerusalem“-Spiel, nicht als echte bullische Marktbreite.

Daten zeigen: Zwischen dem 30. Juni und dem 28. Juli blieb der S&P 500 nahezu unverändert, aber Sektoren wie Energie und Finanzen legten jeweils über 4 % zu, während Technologie- und zyklische Konsumgüter um 5 % oder mehr fielen.

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Nach dem 28. Juli drehte sich das Muster abrupt: Tech-Sektor +7,24 %, zyklischer Konsum +8,69 %, während Immobilien, Basiskonsum, Versorger und Gesundheitswesen allesamt um mindestens 2 % fielen.

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Dieses Rotation-Muster bedeutet, dass der Anstieg des Marktes nicht von zusätzlichem Kapital getragen wird, sondern von Umschichtungen bestehender Mittel zwischen verschiedenen Sektoren. Krinskys Kernbefürchtung ist: Sobald die Rally bei Tech- und hoch-volatilen Momentum-Titeln an Schwung verliert, gibt es keinen Sektor mehr, der das Gesamtbild stützen kann.

Am Ende seines Berichts hebt Krinsky die ungewöhnliche Entwicklung beim VIX besonders hervor. Normalerweise ist der VIX invers zum S&P 500 – bei steigenden Kursen sinkt die Volatilität. In letzter Zeit jedoch springt der VIX an, während der S&P 500 zulegt; dieser Widerspruch ist historisch oft ein Frühindikator für die Akkumulation von Risiken und sollte von Anlegern aufmerksam beobachtet werden.

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Zusammengefasst lässt sich Krinskys zentrale Einschätzung wie folgt zusammenfassen: Die aktuelle Rally ist eine technische Erholung, kein Trendumschwung. Marktteilnehmer, die im Juli starke Verluste erlitten haben, werden bei Erreichen des Widerstandsbereichs zu natürlichen Verkaufsdruckquellen.

Er erinnert Investoren zugleich an eine harte mathematische Wahrheit: Um einen Drawdown von 35 % vollständig auszugleichen, bedarf es eines Anstiegs von 52 %. Unter der aktuellen Marktstruktur ist die Realisierung dieses Ziels nicht zu unterschätzen.

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