Während die Erwartungen bezüglich der Zinsentscheidung der Fed im September keine klare Richtung erkennen lassen, preisen Prognosemärkte und führende Wall-Street-Banken unterschiedliche Szenarien ein. Laut Prognosemarktdaten sind die Anleger fast gleichmäßig zwischen einem unveränderten Leitzins und einer Erhöhung um 25 Basispunkte durch die Fed aufgeteilt.
Auf den Prognosemärkten wird die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen bei ihrer September-Sitzung nicht verändert, mit 49 Prozent eingepreist, während die Wahrscheinlichkeit für eine Erhöhung um 25 Basispunkte bei 47 Prozent liegt. Eine Zinserhöhung von mehr als 25 Basispunkten wird nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 2 Prozent betrachtet.
Auch die Prognosen der Wall Street-Banken zeigen deutliche Unterschiede. Bank of America erwartet, dass die Fed im September, Oktober und Dezember insgesamt drei Zinserhöhungen vornehmen wird. JPMorgan prognostiziert, dass die Zinsen im September unverändert bleiben und die letzte Zinserhöhung des Jahres im Dezember erfolgt.
Goldman Sachs, Morgan Stanley und Barclays gehen alle davon aus, dass die Fed die Zinsen bis zum Jahresende nicht erneut anheben wird. Citi erwartet hingegen, dass die Zinsen im September unverändert bleiben und danach im Oktober, Dezember und Januar gesenkt werden.
Der CEO der Bank of America, Brian Moynihan, bekräftigte ebenfalls die Erwartung der Bank von drei Zinserhöhungen. Moynihan erklärte, dass der US-Arbeitsmarkt weiterhin stark ist und die Inflation weiter sinken muss, weshalb die Fed im September, Oktober und Dezember die Zinsen anheben könnte.
Moynihan sagte zudem, dass sich das Ausgabeverhalten von einkommensstarken und einkommensschwachen Verbrauchern zunehmend angleicht. Der CEO der Bank of America bewertete diese Entwicklung als positives Signal für die US-Wirtschaft.
