LinkedIn-Führungskräfte dürfen in einem Kartellrechtsverfahren befragt werden, entscheidet der Richter
Reuters2026/08/05 17:56Von Mike Scarcella
WASHINGTON, 5. August (Reuters) - Eine Gruppe aktueller und ehemaliger leitender LinkedIn-Führungskräfte, darunter der Milliardär und LinkedIn-Mitbegründer Reid Hoffman, kann in einer Klage befragt werden, in der dem Unternehmen vorgeworfen wird, den professionellen Social-Media-Markt illegal zu monopolisieren, hat ein Bundesrichter entschieden.
Hier sind die Details:
US-Magistratsrichterin Laurel Beeler in San Francisco hat am Dienstag angeordnet, dass die Kläger den aktuellen LinkedIn-CEO Daniel Shapero für vier Stunden befragen und den ehemaligen CEO Hoffman für drei Stunden befragen dürfen. Hoffman verkaufte LinkedIn im Jahr 2016 für 26,2 Milliarden US-Dollar an Microsoft.
LinkedIn hatte Beeler aufgefordert, den Klägern im Rahmen der Klage die Befragung der Führungskräfte zu untersagen, da diese keine direkten Kenntnisse hätten und Informationen zunächst anderweitig eingeholt werden sollten.
Beeler stellte fest, dass die Kläger die hohen Anforderungen erfüllt haben, um Führungskräfte von Unternehmen befragen zu dürfen.
Die 2022 eingereichte Klage behauptet, LinkedIn habe rechtswidrig mehr als 97 % des professionellen Netzwerkmarkts kontrolliert und nutze seine Dominanz, um für Premium-Abonnements überhöhte Preise zu verlangen. LinkedIn hat die Vorwürfe als unbegründet bezeichnet und erklärt, „keine zusätzliche Beweisaufnahme wird das ändern“. Microsoft ist kein Beklagter. Die Anwälte der Kläger lehnten eine Stellungnahme ab.
LinkedIn hat im vergangenen Jahr zugestimmt, den Fall beizulegen, aber US-Bezirksrichter Haywood Gilliam Jr. in Oakland hat den vorgeschlagenen Vergleich abgelehnt, weil er Probleme mit der Vereinbarung festgestellt hat. Die Vereinbarung hätte LinkedIn verpflichtet, bestimmte Geschäftspraktiken zu ändern, hätte aber keinen finanziellen Ausgleich für die Nutzer vorgesehen.
Gilliam hat noch nicht darüber entschieden, ob die Klage als Sammelklage fortgesetzt werden darf. In Gerichtsdokumenten erklärten die Kläger, dass es potenziell Hunderttausende von Sammelklägern gebe. Die Social-Networking-Plattform ist seit dem Verkauf an Microsoft auf mehr als 1,3 Milliarden Mitglieder gewachsen.
Der Fall ist Todd Crowder et al v. LinkedIn Corp, U.S. District Court, Northern District of California, Nr. 4:22-cv-00237-HSG.
Für die Kläger: Yavar Bathaee und Brian Dunne von Bathaee Dunne
Für die Beklagten: Russell Cohen und Julia Chapman von Dechert
Mehr dazu:
US-Richter weist LinkedIn-Kartellvergleich zurück und verweist auf „ernste Probleme“
(Bericht von Mike Scarcella)
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
"Ich bin jetzt der Marktmacher, wer wetten will, soll es versuchen." Bessent warnt den Markt davor, gegen ihn zu wetten und den Yen zu shorten.
Besant erklärte: "Wenn wir in den Yen eingreifen, bin ich völlig über die Absichten der Japaner, der Bank of Japan und der politischen Entscheidungsträger im Bilde." Hinzu kommt die fundamentale Unterstützung durch die voraussichtliche Zinserhöhung um 25 Basispunkte der Bank of Japan in diesem Monat, wodurch die Leerverkäufer gleichzeitig mit politischen Interventionen und einer Zinswende konfrontiert werden. Analysten sind der Ansicht, dass Besants entschlossene Aussagen sowohl psychologischen Druck ausüben als auch auf bevorstehende Maßnahmen hindeuten.
Der Anstieg der koreanischen Aktien hat sich auf über 1 % ausgeweitet.
US-Aktienmarkt schließt, BNC steigt um 50,43%
Für 590 Millionen US-Dollar übernimmt Chime (CHYM.US) die Stride Bank und sichert sich eine Banklizenz – vom Fintech-„Challenger“ zur lizenzierten Bank.
Chime Financial Inc. (CHYM.US) hat eine Vereinbarung getroffen, den langjährigen Partner Stride Bank für 590 Millionen US-Dollar in bar zu übernehmen. Dieser Schritt markiert einen entscheidenden Meilenstein für das Fintech-Unternehmen bei der Integration seiner Geschäftsaktivitäten.
