Ungarischer Forint: MPC-Protokoll ist entscheidend für die Unterstützung gegenüber dem Euro – Commerzbank
Tatha Ghose von Commerzbank erklärt, dass der ungarische Forint (HUF) kürzlich Gewinne abgegeben hat, da externe Schocks und ein anhaltender Lockerungszyklus der Magyar Nemzeti Bank (MNB) die Unterstützung schwächen. Mit der Währung wieder über 360 gegenüber dem Euro (EUR) warten die Märkte nun auf die Protokolle des Monetary Policy Committee (MPC), um Anzeichen einer bedingteren Haltung bei Zinssenkungen zu erkennen, die weitere Verluste des Forint begrenzen und die Stabilität des Devisenmarktes stärken könnten.
Forint setzt auf bedingte Lockerung der MNB
"Dieser Trend hat sich im vergangenen Monat allerdings weniger überzeugend gezeigt, da der Forint einen bedeutenden Teil seiner früheren Gewinne abgegeben und sich wieder in seinem früheren Bereich von über 360 gegenüber dem Euro bewegt hat."
"Der zweite Faktor ist die Geldpolitik. Die MNB hat gerade einen geldpolitischen Lockerungszyklus eingeleitet und nach ihrer Sitzung im Juli angedeutet, dass sie im Sommer weitere Zinssenkungen sieht, bevor die Aussichten im September neu bewertet werden – diese Einschätzung klingt nach einer relativ bedingungslosen Verpflichtung zu weiteren Lockerungen, obwohl sich das Gleichgewicht der Inflationsrisiken gerade verändert hat. Das hat zwangsläufig einen Teil der Zinsunterstützung des Forint verringert."
"Ein bedingterer Ton würde den Märkten helfen, zuversichtlich zu sein, dass die MNB die Zinssenkungsrunde bald beendet, was zusätzlichen Druck auf den Forint begrenzen würde. Am Ende betonte die MNB stets auch die Bedeutung der Erhaltung der Devisenmarktstabilität."
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