Der Goldpreis bleibt kurzfristig in einer Seitwärtsbewegung – geduldiges Abwarten auf einen Ausbruchsrichtung erforderlich
Quelle: Xinhua Finance
Xinhua Finance, Peking, 4. August – Am ersten Handelstag im August setzte der internationale Goldpreis seine Konsolidierungsphase fort. Der Goldpreis eröffnete bei 4041,18 US-Dollar, erreichte ein Tageshoch von 4083,14 US-Dollar, das Tagestief lag bei 4018,79 US-Dollar und der Schlusskurs betrug 4054,59 US-Dollar. Die Tagespreisspanne lag bei 64,35 US-Dollar, ein Anstieg um 13,41 US-Dollar bzw. 0,33 %. Die Tages-Kerzenlinie zeigte ein kleines Doji-Muster mit positivem Trend.
Vor dem Hintergrund fehlender fundamentaler Hinweise bleibt der Goldpreis weiterhin nahe der mittleren Linie des Tages-Bollinger-Bands und schwankt damit auf niedrigem Niveau, wobei die Schwankungsbreite allmählich abnimmt. Da sich der Goldpreis nun in der siebten Woche der Seitwärtsbewegung befindet, steht kurzfristig eine Richtungsentscheidung bevor.
Fundamental betrachtet äußerte US-Präsident Trump am Wochenende im Zusammenhang mit Iran, dass bezüglich der Straße von Hormuz bereits eine Vereinbarung vorliege und auch eine Vereinbarung zur Denuklearisierung erzielt werden solle. Außerdem erklärte er, dass die USA am 3. August Gespräche mit dem Iran führen würden. Das iranische Außenministerium stellte klar, dass es in diesen Tagen keine Pläne gebe, Delegationen zu empfangen oder iranische Delegationen zu entsenden. Der Goldpreis fiel nach einer hohen Eröffnung langsam zurück.
Gleichzeitig stärkt eine weitere Zentralbank den Goldpreis durch zusätzliche Goldkäufe. Die südkoreanische Zentralbank startet nach über 13 Jahren erneut einen Goldkaufplan und investiert parallel in Gold-ETFs, was einen signifikanten Strategiewechsel für die Zentralbank darstellt, die sich bislang aus politischen Gründen von Gold fernhielt und nun der globalen Welle von Goldkäufen durch Zentralbanken beitritt.
Außerdem äußerte sich der Präsident der New York Federal Reserve, John Williams, dazu, dass der Inflationsdruck in den USA allmählich nachlässt. Sollte die Inflation jedoch nicht wie erwartet zurückgehen, werde die Fed entschlossen Zinserhöhungen vornehmen, um den Preisdruck wieder auf das Zielniveau zu bringen.
Zusammengefasst bleibt die Erwartung von Zinserhöhungen das zentrale Element, das aktuell den Goldmarkt belastet. Nachrichten bezüglich Konflikten im Nahen Osten sorgen kurzfristig für zusätzliche Impulse. Der Markt richtet seine Aufmerksamkeit derzeit ganz auf den am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht. Bis dahin dürfte der Goldpreis weiter auf niedrigem Niveau schwanken.
Technisch betrachtet zeigt die Wochen-Kerzenlinie, dass der Goldpreis bereits seit sieben Wochen im Bereich zwischen 3940 und 4200 US-Dollar schwankt und eine Ausbruchbewegung unausweichlich ist. Der Markt konzentriert sich auf die Richtung des Ausbruchs. Aktuell sinkt der gleitende Durchschnitt der letzten zehn Wochen allmählich auf 4125 US-Dollar. Ein Ausbruch nach oben könnte den Goldpreis bis auf 4200 US-Dollar führen.
Die Tages-Kerzenlinie zeigt, dass sich der Goldpreis seit Ende Juni, als die Marke von 4000 US-Dollar berührt wurde, im Endstadium eines dreiecksförmigen Konsolidierungsmusters auf niedrigem Niveau befindet. Die Widerstandsbereiche bei 4100–4120 US-Dollar sowie im Bollinger-Band-Bereich bei 4145–4165 US-Dollar begrenzen weiterhin den Spielraum für einen weiteren Anstieg. Die Unterstützungsbereiche auf der Unterseite liegen bei 4020–4000 US-Dollar sowie im Tages-Bollinger-Band bei 3975–3970 US-Dollar und bieten dem Goldpreis derzeit starken Rückhalt.
Insgesamt wird erwartet, dass sich der Goldpreis kurzfristig im Bereich von 3970–4165 US-Dollar bewegt, mit einem Kerngeschwankungsbereich zwischen 4000 und 4120 US-Dollar. Das Konsolidierungsmuster dürfte sich fortsetzen – Geduld ist gefragt, bis sich die Ausbruchsrichtung zeigt.
(Autor: Forschungsteam des Beijing Center for Gold Economic Development)
Redaktion: Zhu Henan
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