Japanischer Yen: Intervention verlangsamt den Trend, kehrt ihn aber nicht um – ING
Chris Turner von ING beschreibt die Achterbahnfahrt des USD/JPY, mit einem Rückgang von 3 % nach angeblicher japanischer Intervention, gefolgt von einer Erholung von fast 2 %. Er merkt an, dass eine koordinierte Beteiligung von Fed und US Treasury im Januar entscheidend war, sieht die Entwicklung aber inzwischen weitergezogen. Turner erwartet weitere Deviseninterventionen aus Japan, glaubt jedoch, dass dies lediglich das Tempo des USD/JPY-Bullen-Trends verlangsamen, aber ohne klaren Kurswechsel der Fed nicht umkehren kann.
Japanische Maßnahmen bremsen, beenden die Rally jedoch nicht
"USD/JPY war eine regelrechte Achterbahnfahrt, fiel gestern durch japanische Intervention um 3 %, um über Nacht fast 2 % zurückzugewinnen. Der Nikkei berichtete, dass japanische Behörden tatsächlich gestern intervenierten und dass auch die Fed – wie schon im Januar – gestern Nachmittag die Rates überprüfte."
"Im Januar war die Überprüfung der USD/JPY-rates durch die Fed im Auftrag des US Treasury ein großes Thema, das die koordinierte Natur der Maßnahmen und die gemeinsamen Sorgen der USA und Japans über den schwachen Yen widerspiegelte."
"Inzwischen hat sich das Thema jedoch weiterentwickelt, und es wären Maßnahmen auf eigene Rechnung seitens der US-Behörden notwendig, um dem USD/JPY einen weiteren Rückgang zu verschaffen."
"Wir könnten gut heute und Anfang nächster Woche weitere japanische Deviseninterventionen sehen, da solche Interventionen typischerweise über mehrere Tage erfolgen."
"Aber solange es kein klareres Signal gibt, dass die Fed im September nicht anheben wird und der breite Dollar-Trend eindeutig nach unten dreht, kann Intervention den zugrunde liegenden USD/JPY-Bullen-Trend lediglich verlangsamen, aber nicht umkehren."
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