Der Anstieg des Verkehrs in der Straße von Hormus lindert Angebotsängste, die Ölpreise setzten am Freitag ihren Rückgang fort
Die internationalen Ölpreise setzten am Freitag ihren Rückgang fort. Grund dafür sind Anzeichen dafür, dass der Rohölfluss durch die Straße von Hormus wiederhergestellt wird, was die zuvor durch erneute Konflikte zwischen den USA und Iran ausgelösten Angebotsängste mildert. Gleichzeitig verarbeitet der Markt die Äußerungen von US-Präsident Trump, der einen höheren Zoll auf den Iran fordert und dies in ein parteiübergreifendes Sanktionsgesetz aufnehmen möchte.
Ölpreise setzen ihren Abwärtstrend fort
Das September-Kontrakt für West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,62 % auf 82,24 US-Dollar pro Barrel; der internationale Referenzwert Brent-ÖlFutures sank um 0,98 % auf 88,16 US-Dollar pro Barrel.
In der vergangenen Woche hatten die Kampfhandlungen zwischen den USA und Iran die Ölpreise vorübergehend steigen lassen, Brent-Öl überstieg zeitweise 93 US-Dollar pro Barrel. Mit der schrittweisen Wiederaufnahme der Transporte durch die Straße von Hormus ließen die Sorgen über Angebotsunterbrechungen nach und die Kriegsrisikoprämie wurde zurückgenommen.
Starker Zufluss durch die Straße von Hormus
Die Commonwealth Bank of Australia betonte in ihrem am Freitag veröffentlichten Bericht, dass der Rohölfluss durch die Straße von Hormus auf etwa 30 % bis 35 % des Vorkriegsniveaus zurückgekehrt ist, was die Befürchtungen einer Angebotsunterbrechung auf dem Markt mildert.
Die Bank erklärte weiter, dass bei einer Rückkehr des Durchflusses auf 50 % bis 60 % des Normalniveaus der globale Rohölmarkt möglicherweise wieder in einen Angebotsüberschuss zurückkehrt. Das bedeutet, falls die Transporterholung anhält, könnte die jüngst durch geopolitische Konflikte gestützte Ölpreisunterstützung weiter schwinden.
Trump treibt Zollklauseln voran
Abgesehen von Änderungen auf der Angebotsseite bewerten Investoren auch Trumps Vorschlag, in ein parteiübergreifendes Sanktionsgesetz zusätzliche Zölle gegen Iran aufzunehmen. Das Gesetz richtet sich vorrangig gegen Russland und Beteiligte, die Moskaus Krieg gegen die Ukraine unterstützen.
Trump betonte: "Ich möchte Zölle gegen den Iran sehen. Das würde es stärker machen."
Der Markt nimmt sogar zur Kenntnis, dass trotz der Unterstützung der Sanktionen gegen Russland und Iran durch beide Parteien im Kongress Trump Zölle schon lange als eine universelle wirtschaftliche Druckmethode betrachtet. Diese Vorgehensweise ist sowohl politisch als auch hinsichtlich der politischen Gestaltung umstritten.
Begrenztes Handelsvolumen zwischen Iran und USA
Die Zahlen vom Office of the U.S. Trade Representative zeigen, dass die USA im Jahr 2025 lediglich Waren im Wert von 1,4 Millionen US-Dollar aus dem Iran importierten. Trading Economics berichtet, dass Kunstgegenstände, Sammlerstücke und Antiquitäten die größte Importkategorie darstellen und 55 % des Gesamtvolumens ausmachen.
Aus Marktsicht bedeutet die Wiederaufnahme des Verkehrs durch die Straße von Hormus eine Entspannung des Risikos von Angebotsunterbrechungen und sorgt kurzfristig für Druck auf die Ölpreise. Doch sollte sich die geopolitische Lage erneut verschärfen, könnte die Risikoprämie wieder ansteigen. Gleichzeitig hält Trumps Kopplung von Zöllen und Sanktionen die Energiemärkte weiterhin in Unsicherheit zwischen politischen und geopolitischen Einflüssen.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
US-Militär greift iranischen Öltanker an und löst geopolitische Risiken aus, Brent-Ölpreis klettert zeitweise nahe an 97 US-Dollar heran
Nach dem Angriff des US-Militärs auf einen iranischen Öltanker und der anschließenden Bekanntgabe Irans, eine neue Sperrzone außerhalb der Straße von Hormuz festzulegen, verstärkten sich die Befürchtungen über eine langfristige Behinderung wichtiger Energie-Transportwege, was zu einem Anstieg der internationalen Ölpreise führte.

Geopolitische Spannungen überdecken das Produktionsdilemma: OPEC+ hält Quoten stabil, formale Anpassungen ändern nichts an den realen Versorgungsproblemen
Die wichtigsten Ölproduzenten der OPEC+, angeführt von Saudi-Arabien und Russland, hielten am vergangenen Sonntag eine monatliche Videokonferenz ab und beschlossen, die Produktionsquote für Rohöl im Oktober unverändert zu lassen und damit den bisherigen stabilen Kurs nach einer Reihe symbolischer Produktionssteigerungen beizubehalten.

In den letzten 24 Stunden wurden 75 Milliarden SHIB neu an Börsen transferiert.

XRP erhält durch Partnerschaft mit Florida Sports weiteren Auftrieb

