Südkoreanischer Won: Erwartungen an eine Straffung der Geldpolitik stärken den KRW gegenüber dem US-Dollar – Commerzbank
Commerzbank Research weist darauf hin, dass USD/KRW auf den niedrigsten Stand seit Februar gefallen ist, da die südkoreanischen Behörden die Regeln für gehebelte ETFs verschärfen, um die Volatilität des Kospi einzudämmen. Erwartungen an eine weitere Straffung durch die Bank of Korea (BoK), ausgelöst durch Kommentare von Gouverneur Shin Hyun-sung zur Inflation, sowie die Rückführung von Exporterlösen unterstützen den Koreanischen Won (KRW) trotz starker Verluste an den Aktienmärkten.
Won legt zu, während die Regulierungsbehörden eingreifen
"Das Finanzministerium kündigte nach einer Krisensitzung gestern zusätzliche Maßnahmen zur Eindämmung der Marktvolatilität bei Aktien an."
"Um den Markt zu stabilisieren, planen die Behörden, die Beteiligung von Privatanlegern an gehebelten ETFs einzudämmen, indem sie die Portfolioexponierung gegenüber diesen Produkten deckeln und die Handelskosten erhöhen."
"Die neuesten Maßnahmen bauen auf denen aus Mitte Juli auf, darunter die Aussetzung neuer Listungen gehebelter ETFs sowie die Erhöhung des erforderlichen Mindestkontostands für den Kauf bestehender gehebelter ETFs auf 30 Millionen KRW, zuvor 10 Millionen KRW."
"Das Finanzministerium steht zunehmend unter politischer Beobachtung, ob Einzelaktien-gehebelte ETFs die jüngste Marktvolatilität verstärkt haben. Bei einer Anhörung im Parlament gestern hinterfragten Oppositionsabgeordnete der People’s Power Party die schnelle Einführung gehebelter ETFs, obwohl es vorherige Warnungen aus der Asset-Management-Branche gab."
"Am Devisenmarkt fiel USD/KRW gestern um 0,7 % auf 1.444 und erreichte damit den niedrigsten Stand seit dem 27. Februar. Dies wurde teilweise durch steigende Erwartungen an eine weitere geldpolitische Straffung angetrieben, nachdem BoK-Gouverneur Shin Hyun-sung einem Parlamentsausschuss mitteilte, dass eine straffere Geldpolitik wegen des wachsenden Inflationsdrucks notwendig sein könnte. Das Währungspaar ist seit dem 1. Juli um 7,3 % gefallen, da sich die Rückführung von Exporterlösen beschleunigte."
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