JPMorgan Asset Management: Drei abweichende Stimmen in der Fed sind das eigentliche Politiksignal
Die US-Notenbank hat mit 9 zu 3 Stimmen beschlossen, die Zinssätze unverändert zu lassen, doch die drei Gegenstimmen von regionalen Fed-Präsidenten, die eine Zinserhöhung befürworteten, haben großes Marktinteresse ausgelöst. Bob Michele, Chief Investment Officer von J.P. Morgan Asset Management, und Jim Bianco, Präsident von Bianco Research, betonen beide, dass die Gegenstimmen das entscheidende Signal für die Interpretation der geldpolitischen Ausrichtung sind und darauf hindeuten, dass der Aufwärtsdruck auf die Zinssätze weiterhin besteht.
Die US-Notenbank hält die Zinssätze unverändert, doch interne Meinungsverschiedenheiten könnten auf Druck für eine Kehrtwende in der Politik hindeuten.
Wall Street Nachrichten erwähnt, dass die Fed am Mittwoch, dem 29. Juli, US-Ostküstenzeit, mit einem Abstimmungsergebnis von 9 zu 3 beschloss, die Zinssätze unverändert zu lassen. Damit wurden die Hoffnungen einiger Trader, die auf eine überraschende Zinserhöhung setzten, enttäuscht.
Bob Michele, Chief Investment Officer und Global Head of Fixed Income bei J.P. Morgan Asset Management, betonte jedoch, dass die Gegenstimmen von drei Mitgliedern ein entscheidendes Signal seien und bedeuten könnten, dass der Zinsdruck weiterhin bestehen bleibt. Er sagte:
Das zeigt, dass sie beginnen, die Geldpolitik zu straffen.
Diese interne Meinungsverschiedenheit hat dazu geführt, dass der Markt den zukünftigen Kurs der Politik neu bewertet. Mehrere Analysten richten ihren Fokus auf die Abstimmungsstruktur.
Gegenstimmen im Mittelpunkt der Interpretation
Bei der aktuellen Zinsentscheidung stimmten drei regionale Fed-Präsidenten für eine Zinserhöhung und wurden zum zentralen Fokus der Marktinterpretation.
Michele sieht diese Abstimmungskonstellation als ein frühes Signal für eine straffere Haltung der Notenbank und macht deutlich:
Die letzten drei abweichenden Mitglieder in der jüngsten Erklärung sind eigentlich wichtiger.
Jim Bianco, Präsident von Bianco Research, unterstreicht ebenfalls die Bedeutung der Gegenstimmen. Er sagte:
Die Gegenstimmen sind das Wichtigste.
Bianco wies zudem darauf hin, dass die Interpretation der aktuellen Haltung der Fed zusätzliche Komplexität mit sich bringt.
Da Fed-Präsident Walsh sich weigert, eine vorausschauende Orientierung anzubieten, spiegeln die Pressekonferenzen nach den Zinssitzungen eher die Ansichten des Präsidenten wider als die kollektive Haltung des gesamten Komitees. Dies schwächt den Referenzwert der Pressekonferenz als Quelle für politische Signale bis zu einem gewissen Grad.
Für Investoren, die versuchen, die weitere Richtung der Fed-Politik zu beurteilen, bedeutet dies, dass die Verteilung der Stimmen innerhalb des Komitees möglicherweise direktere und verlässlichere Hinweise liefert als offizielle Erklärungen oder Pressekonferenzen.
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